Frankfurt/Main. Für die umstrittene Moschee im Frankfurter Stadtteil Hausen ist am Samstag der Grundstein gelegt worden. Das berichtete ein Sprecher des Vereins der Hazrat Fatima Zehra Moschee in Frankfurt. Gegen das seit 2007 bekannte Projekt hatte es erheblichen Widerstand aus der rechten Szene und auch aus dem Stadtteil gegeben. Die Mitglieder einer Bürgerinitiative befürchteten eine Überfremdung des Stadtteils. Es soll unter anderem ein Gebetsraum für rund 300 Gläubige entstehen. Zu dem Gebäude gehören auch zwei 16 Meter hohe Minarette.
Der hessische Integrationsminister Jörg-Uwe Hahn (FDP) sagte in einem Grußwort laut Manuskript, Integration sei das Zukunftsthema in der Mitte der Gesellschaft. Sie sei keine Randgruppen-Angelegenheit. Jeder achte Mensch in Hessen habe keinen deutschen Pass, jeder vierte einen Migrationshintergrund, was in Frankfurt für zwei von drei Neugeborenen gelte.
Die größte Gruppe der Zugewanderten seien die Moslems. "Gleichwohl ist diese Religionsgemeinschaft ethnisch heterogen und religiös vielfältig." Hahn versicherte den rund 400 Gästen der Grundsteinlegung, die freie Ausübung der Religion sei ein wichtiger Baustein der Integration. Hahn: "Als Verfassungsminister darf ich Ihnen versichern, dass die Religionsfreiheit nicht zur Disposition steht." Nach Angaben des Generalsekretärs des Moscheenvereins, Ünal Kaymakci, stehen hinter dem Moscheenverein rund 300 Familien pakistanischer und türkischer Schiiten. Der Architekt rechne mit einer Fertigstellung des repräsentativen Gebäudes in rund 18 Monaten.
Die Baukosten in Höhe von rund drei Millionen Euro seien hauptsächlich über Bankkredite finanziert worden. 300.000 Euro seien gespendet worden. (dpa)

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