Köln (dpa) - Der Zentralrat der Ex-Muslime hat sich gegen den Bau der geplanten Moscheen in Köln und Frankfurt ausgesprochen. Die Moscheen seien Zeichen eines politisierten Islams, der nicht die Interessen von Muslimen vertrete, sondern eine reaktionäre und frauenfeindliche Politik.
Das sagte die Vorsitzende des Zentralrats, Mina Ahadi, am Samstag im Deutschlandradio Kultur. Religion müsse Privatsache bleiben. Zudem gebe es genug Moscheen in Deutschland.
Hintergründe zum Streit um die geplante Moschee in Frankfurt im Spezial.
Der Bundesregierung warf Ahadi vor, sichtbare Probleme mit Islamisten zu verharmlosen. Sie verwies auf Entwicklungen, die der Bau von Moscheen nach sich gezogen habe. "Wenn eine Moschee gebaut wird, werden die Frauen noch mehr unter Druck gesetzt und noch mehr Kinder müssen mit Kopftuch in die Schule gehen und werden isoliert."
Der Zentralrat der Ex-Muslime hatte sich Anfang des Jahres gegründet. Darin bekennen sich frühere Muslime öffentlich zur Abkehr von ihrem Glauben. Nach Auffassung streng gläubiger Islam-Gelehrter steht auf die Abkehr vom muslimischen Glauben nach den Gesetzen des Islams die Todesstrafe.

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