Frankfurt - Die Nachfahren des Großmarkthallen-Architekten Martin Elsaesser sind jetzt zur Klage gegen die Veränderungen des Baukunstwerks entschlossen. Dies teilte der Großneffe Konrad Elsässer mit. Die Erben wenden sich gegen die Pläne der Europäischen Zentralbank, einen Baukörper quer durch die alte Halle zu legen, der nicht nur das Gewölbedach zerschneiden würde sondern auch die Längsseiten durchbräche.
Auf elf Seiten habe das Hamburger Anwaltsbüro Zenk die Einwände gegen die Veränderungen formuliert. Das Schriftstück werde in diesen Tagen der Europäischen Zentralbank (EZB) zugehen. Man fordere, das persönliche Urheberrecht des Architekten zu berücksichtigen. Dieses Recht, unterstrich Konrad Elsässer nach dem Besuch des Anwaltsbüros, gelte 70 Jahre und lasse sich lau den Paragraphen 14 und 39 des Urheberrechts nicht abtreten.
Änderungen an dem durch den Denkmalschutz überdies einer besonderen Wertschätzung der Kommune unterworfenen Gebäude müssten mit der Familie abgesprochen werden. "Die rechtliche Lage", meinte der Sprecher der Elsaesser-Erben, "ist ausgezeichnet, da gibt es kein Vertun". Das beauftragte Anwaltsbüro hatte auch den Architekten Meinhard von Gerkan, Urheber des Berliner Hauptbahnhofs, vertreten und sein Recht erstritten, auf der von ihm vorgesehenen Bau-Ausführung zu bestehen. clau

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