Die Grünen im Landtag haben die Staatsanwaltschaft dazu aufgefordert, Ermittlungen gegen die Richterin Karin Wolski aufzunehmen. "Es ist mit Händen zu greifen, dass Frau Wolski entweder Schenkungssteuer nicht hinreichend abgeführt hat oder in die Machenschaften ihres Mannes stärker verstrickt war als bisher angenommen", sagte der Grünen-Justizpolitiker Andreas Jürgens am Dienstag in Wiesbaden.
Am Landgericht Darmstadt läuft ein Prozess wegen Steuerhinterziehung gegen Michael Wolski, den Ehemann der Richterin am Staatsgerichtshof, Karin Wolski. Es geht um Millionen-Zuwendungen, die Michael Wolski von der Immobilien-Unternehmerin Margit C. erhalten haben soll. Akten des Grundbuchamts, die das Gericht am Montag bekanntgab, zeigten, dass ein von Margit C. bezahltes Mehrfamilienhaus in Neu-Isenburg erst zu 75 Prozent und später vollständig auf Karin Wolski eingetragen worden sei.
Dafür müssten Schenkungssteuern angefallen sein, meint Jürgens. "Ob Frau Wolski diese Steuer gezahlt oder hinterzogen hat, muss von der Staatsanwaltschaft jetzt endlich ermittelt werden", fordert er. Gegen Karin Wolski wird bisher nicht ermittelt.

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