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Hausener Bürgerinitiative: Gegen die "Politreligion" Islam

Ein offener Brief richtet sich an Oberbürgermeisterin Petra Roth und via Anzeige in FAZ und FNP auch an die Bürger. Es ist der letzte Appell der Hausener Bürgerinitiative, den Moscheebau zu verbieten.

Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, (...) bedenken Sie, dass der Allah des Koran mit dem Gott der Bibel nichts im Entferntesten zu tun hat…" Mit diesem Appell, verfasst als offener Brief an Petra Roth und via Anzeige in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und der Neuen Presse veröffentlicht, versuchen Vertreter der Bürgerinitiative gegen die Moschee in Hausen vorm Stadtparlament am Donnerstag nochmals Einfluss auf die Politik zu nehmen. Damit die sich nicht - wie angekündigt - fraktionsübergreifend für die Moschee der Hazrat-Fatima Gemeinde am Industriehof ausspricht.

Dafür bieten die Initiatoren um BI-Sprecher Horst Weißbarth, Jürgen Quente oder den Handelsfachwirt Mathias Mund in dem Zeitungs-Brief noch einmal alles auf. Sie schrecken sogar vor einer Täuschung der Öffentlichkeit nicht zurück, denn sehr wohl haben Gott und Allah einiges miteinander zu tun: Christentum und Islam bilden mit dem Judentum die drei monotheistischen, abrahamitischen Religionen, die Abraham als ihren Urvater ansehen. Die irreführende Anzeige war den Unterzeichnern 4000 Euro wert. Unterzeichnet hat auch ein evangelisch freichristlicher Pastor, Alexander Bench aus Praunheim.

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Und die Botschaft ist eindeutig: "Islam und Grundgesetz sind unvereinbar." Weil der Islam eine "Politreligion mit Überlegenheits- und Herrschaftsanspruch" sei, der Nichtmuslime zu Menschen zweiter Klasse degradiere und Frauen diskriminiere. Als Beleg zitieren die Briefeschreiber aus dem schleswig-holsteinischen Verfassungsschutzbericht 2005, "der Islamismus als Ideologie" entlarvt, die Religion für politische Machtansprüche instrumentalisiere.

"Mehr als problematisch"

Der überdies auf die "Taqiya" verweist, jene "Befugnis zur Täuschung", die jeden interreligiösen Dialog ad absurdum führen wie die Briefeschreiber folgern. "Eine Taktik, die auch der Generalsekretär des Vereins der Hazrat Fatima Moschee, Herr Ünal Kaymakci, exzellent beherrscht", heißt es in dem Brief an Roth weiter. Für Roland Löffler, Leiter des Trialogs der Kulturen bei der Herbert-Quandt-Stiftung, schwerer Tobak und "mehr als problematisch". Weil die Unterzeichner unreflektiert Islam und die radikale Bewegung Islamismus im Sinne der eigenen Argumentation "einfach in einen Topf werfen". Ein Punkt, der auch Hessens Verfassungsschützer wichtig ist: "Wir beobachten nicht die Religion Islam, sondern islamistische Strömungen".

Die Differenzierung scheint den Briefeschreibern im Kampf gegen die Moschee aber offenbar vernachlässigenswert: "Dazu kann ich nichts sagen, mit dem Part habe ich mich nicht beschäftigt", räumt Bench ein. Er sagt auch nichts zu den Vorwürfen gegen Integrationsdezernent Jean-Claude Diallo, den die Verfasser "Handlanger des Hazrat-Fatima-Moscheenvereins" nennen, der die Interessen vieler Hausener in "äußerst arroganter Art" missachte.

Ein Vorwurf, den OB Petra Roth zurückweist, wie sie über ihren Sprecher Peter Heine aus New York ausrichten lässt. Gleichwohl nehme sie die Sorgen der Hausener und Rödelheimer ernst. "gleich, ob berechtigt oder nicht".

Autor:  ANITA STRECKER
Datum:  2 | 10 | 2007
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