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KMW-Umbau: Kraftwerksgegnerin im Aufsichtsrat

Bislang kämpfte sie gegen die KMW und ihre Kraftwerkspläne - nun sitzt sie bei Entscheidungen selbst mit am Tisch: die Mainzer Bundestagsabgeordnete Tabea Rößner (Grüne).

Bundestagsabgeordnete und stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Mainzer Parlament: Tabea Rößner.
Bundestagsabgeordnete und stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Mainzer Parlament: Tabea Rößner.
Foto: dpa

Neubesetzung im Aufsichtsrat der Kraftwerke Mainz-Wiesbaden (KMW): Die Bundestagsabgeordnete Tabea Rößner ist mit Beginn des Jahres 2010 in dem Gremium vertreten. In der jüngsten Aufsichtsratssitzung der KMW wurde die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Mainzer Stadtrat benannt.

Und sie legt auch gleich ordentlich los. Für das neue Jahr fordert Rößner ein völliges Umdenken in der Geschäftspolitik der KMW: "2009 hat bezüglich des geplanten Kohlekraftwerks auf der Ingelheimer Aue den Umschwung gebracht. Deuteten im ersten Quartal noch viele Zeichen auf einen Bau hin, ist mittlerweile allen klar, dass das Kohlemonster tot ist."

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Angesichts der veränderten Tatsachen müsse sich die KMW neu aufstellen: "Der Vorstand hat bisher nur zögerlich einzelne Ideen präsentiert. Bis Mai 2010 muss ein schlüssiges Gesamtkonzept her. Es ist höchste Zeit, sich von den energiepolitischen Vorstellungen aus der Stein(kohle)zeit zu verabschieden."

Diese Umkehr sei nicht nur aus ökologischen Gründen sinnvoll. "Im Bereich der Erneuerbaren Energien liegen wirtschaftliche Potentiale, die das Überleben des kommunalen Unternehmens und somit dessen Arbeitsplätze sichern können. Es ist die Aufgabe des Vorstands, diese Potentiale auszuschöpfen", fordert Tabea Rößner.

Immerhin arbeiteten jetzt schon rund 280.000 Menschen in Deutschland im Bereich der Erneuerbaren Energien." Das sind zukunftsfähige Arbeitsplätze. Und es gilt, so viele davon wie möglich nach Mainz und in die Region zu holen", fordert die Bundestagsabgeordnete.

Datum:  4 | 1 | 2010
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