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23. Februar 2010

Kommentar: Falsches Spiel im Fall Wolski

 Von Pitt von Bebenburg
Pitt von Bebenburg ist Landtagskorrespondent der Frankfurter Rundschau. Foto: FR

Die dürftigen Aktivitäten der Frankfurter Staatsanwaltschaft im Fall Wolski haben viele verärgert - auch in der Justiz selbst. Kein Wunder, dass die Alarmglocken bei jedem neuen Vorwurf schrillen. Von Pitt von Bebenburg

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Es ist schon lange nicht mehr zu fassen, was im Fall Wolski alles zum Vorschein kommt. Eine hohe hessische Richterin gibt jahrelang keine Steuererklärungen ab, ohne dass sie zum Fall für die Justiz wird. Ihre Autos und Immobilien, die von einer reichen Gönnerin finanziert wurden, werden von der Staatsanwaltschaft als Gaben an ihren Mann eingeordnet, so dass gegen Karin Wolski nicht ermittelt wird. Ihr Mann Michael steht hingegen vor Gericht. Dass Karin Wolski gleich sechs Autos unter einer Scheinadresse angemeldet hatte - abgehakt.

Die dürftigen Aktivitäten der Frankfurter Staatsanwaltschaft in dem Fall haben viele verärgert - auch in der Justiz selbst. Kein Wunder, dass die Alarmglocken bei jedem neuen Vorwurf schrillen.

Noch ist nicht erwiesen, dass Justizminister Hahn das Parlament falsch über Ermittlungen im Fall Michael Wolski informiert hat. Und erst recht nicht, dass er falsch informiert hat, weil er selbst falsch informiert wurde. Wenn der Vorwurf sich bewahrheiten sollte, dürfte der Fall Wolski allerdings Konsequenzen haben - wenigstens in der Justiz.

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