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Kommentar: McCains Verjüngungskur

Kaum hat Barack Obama seine Krönungsmesse beendet, meldet sich John McCain mit einem Paukenschlag. Sarah Palin, Alaskas weithin unbekannte Gouverneurin, soll Vize-Kandidatin der US-Republikaner werden. Von Dietmar Ostermann

Dietmar Ostermann ist Korrespondent der Frankfurter Rundschau in den USA.
Dietmar Ostermann ist Korrespondent der Frankfurter Rundschau in den USA.
Foto: FR

Kaum hat Barack Obama seine Krönungsmesse beendet, meldet sich John McCain mit einem Paukenschlag. Sarah Palin, Alaskas weithin unbekannte Gouverneurin, soll Vize-Kandidatin der US-Republikaner werden. Neben McCain, der eben 72. Geburtstag feierte, bringt Palin jugendliche Frische. Für ihren Kampf gegen Klüngel und Korruption unter Alaskas Republikanern erhielt sie Lob.

Das Signal ist klar: McCain vollzieht den Bruch mit den Bush-Jahren, er übergeht das Establishment, will seine Partei als Reformkraft neu positionieren. Und er hofft, dass die unorthodoxe Gouverneurin von konservativen Christen bis zu enttäuschten Anhängerinnen Hillary Clintons ein breites Spektrum anspricht. Obama wird es künftig schwerer fallen, zwischen den Namen McCain und Bush ein Gleichheitszeichen zu setzen.

Doch die Wahl birgt für den Republikaner auch Risiken. McCain hatte stets betont, wegen seines Alters suche er einen Partner, der das Präsidentenamt sofort ausfüllen könne. Jetzt hat er sich für das Wagnis entschieden. Der US-Wahlkampf wird noch bunter, noch spannender.

Autor:  DIETMAR OSTERMANN
Datum:  29 | 8 | 2008
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Wiedervereinigung, Mauerfall, Deutscher Herbst, 1968, der Frankfurter Auschwitzprozess und das Hitler-Attentat vom 20. Juli 1944.

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