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Kommentar: Schwarz gegen Schwarz

Ausblick auf eine mögliche schwarz-gelbe Koalition: CDU, CSU und FDP werden der Republik ein paar Chaos-Wochen voller Profilneurosen und fauler Kompromisse zumuten. Von Karl Doemens

Karl Doemens leitet das Berliner Büro der Frankfurter Rundschau.
Karl Doemens leitet das Berliner Büro der Frankfurter Rundschau.
Foto: FR

Andere Parteien diskutieren über Bündnisoptionen nach dem 27. September. Die Unions-Schwestern aber leisten sich einen Koalitionskrach besonderer Art, bevor die Wahllokale noch öffnen. Weil sich CDU und CSU nicht auf eine Strategie verständigen können, gehen die Bayern nun mit einem 100-Tage-Programm ins Rennen, das nördlich des Weißwurstäquators nicht gilt.

Bei allem Verständnis für die Panik von Horst Seehofer, im Bayernland die 50-Prozent-Marke zu verfehlen: Der Vorgang ist bemerkenswert. Er gibt jenen Recht, die seit langem fragen, weshalb CDU und CSU im Bundestag ganz selbstverständlich die Privilegien einer gemeinsamen Fraktion genießen.

Vor allem vermittelt der Zwist einen Vorgeschmack auf die Regierungsbildung einer schwarz-gelben Koalition. Da werden drei Parteien mit unterschiedlichsten Befindlichkeiten der Republik ein paar Chaos-Wochen voller Profilneurosen und fauler Kompromisse zumuten.

Wie war das noch? Nur die "stabile Union von CDU und CSU" könne Deutschland aus der Krise führen, sagt die Kanzlerin. Es darf gelacht werden.

Autor:  Karl Doemens
Datum:  17 | 9 | 2009
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Wiedervereinigung, Mauerfall, Deutscher Herbst, 1968, der Frankfurter Auschwitzprozess und das Hitler-Attentat vom 20. Juli 1944.

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