Aktuell: Olympia 2016 in Rio | Sport A-Z | Fußball-News | Eintracht Frankfurt | Blog-G
Möchten Sie zur mobilen Ansicht wechseln?
Ja Nein

Dossier

27. Juni 2011

Kommentar zu Blatter: Blatters Affront

 Von Jürgen Ahäuser
Jürgen Ahäuser

Bei der Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika ist Fifa-Präsident Sepp Blatter noch gefeiert worden. In Deutschland sieht das anders aus, auch weil der Schweizer vor allem durch Abwesenheit glänzt.

Drucken per Mail

Joseph S. Blatter fliegt demnächst nach Durban, um daran mitzuwirken, wer 2018 die Olympischen Winterspiele veranstalten darf. Weil sich selbst Persönlichkeiten, deren Bedeutung weit über das Maß normaler Menschen hinausgeht, nicht teilen können, muss die Frauen-WM in Deutschland ohne die Anwesenheit des Welt-Fußball-Bosses Anfang Juli ihren Fortgang nehmen.

Viel wird der Schweizer Strippenzieher von der schönen Gegenwart des Frauen-Fußballs nicht mitbekommen, er muss sich halt ums IOC und alle möglichen Turniere auf dem Globus kümmern. Wahrscheinlich fliegt der Global Player zum Halbfinale wieder ein, ganz bestimmt aber zum Endspiel.

Dem Walliser, so viel darf unterstellt werden, wird die Gelegenheit zur Flucht gerade recht kommen. Denn während die DFB-Spitze Blatter betont freundlich gegenübertritt, kann das Fußballvolk dem autokratischen Führungsstil des Wallisers, der auf einen Auftritt bei der Eröffnung unten auf dem Rasen des Olympiastadions lieber verzichtete, nichts Gutes abgewinnen.

In Südafrika ist Blatter vier Wochen lang vor allem von der schwarzen Bevölkerung gefeiert worden, weil der Fifa-Präsident den gesamten Kontinent mit der WM-Vergabe auf die Landkarte des Weltfußballs gehievt hatte. Es ist nicht bekannt, dass Blatter die Party am Kap für längere Zeit verlassen hat.

Dass der Fifa-Boss in Deutschland mehr durch Abwesenheit glänzt, ist ein Affront gegenüber den Gastgebern, viel mehr aber noch gegenüber den Sportlerinnen, in denen Blatter vermeintlich die Zukunft des Fußballs sieht. Peinlich auch, wie schlecht vorbereitet der erste Mann des Fußballs bei seiner ersten Pressekonferenz war. Bei allem Ärger über das protzige Gehabe der Fifa-Spitze darf indes nicht vergessen werden, dass der Weltverband eine Menge unternimmt, um allen Mädchen und Frauen, die Fußball spielen möchten, auch die Gelegenheit dazu zu eröffnen.

Warum Blatter und seine Führungsentourage so schnell nicht aus dem Beliebtheitstief herauskommen, dafür hat der allzu forsche Auftritt der Informationsverhinderungsabteilung der Fifa einige Gründe geliefert.

Zur Homepage

Anzeige

comments powered by Disqus

Anzeige

Spezial

Nach dem Ironman ist vor dem Ironman - aber auch auf kürzeren Distanzen wird in Rhein-Main geschwommen, geradelt und gelaufen.

Twitter