Moscheen sollten in Zentren europäischer Städte architektonisch sichtbar sein. Darüber waren sich die Teilnehmer des Podiums in der Lutherkirche einig. "Der Kampf um die Türme" war die Diskussion betitelt, bei der die Frage ausgelotet werden sollte, ob und mit welcher Architektur Moscheen in Stadtzentren errichtet werden sollten.
Eingeladen hatte zu dem Podiumsgespräch die Evangelische Stadtakademie. Kampfatmosphäre herrschte am Mittwochabend im Nordend wahrlich nicht - anders als in den Monaten zuvor auf Veranstaltungen, bei denen es um den Moscheebau in Hausen ging. Das Interesse an der Diskussion war nicht groß - knapp 50 Zuhörer waren gekommen.
Podiumsgäste waren Marlis Bredehorst (Sozialdezernentin der Stadt Köln), Ünal Kaymakçi von der Hazrat Fatima Moschee, Hanno Loewy (Direktor des Jüdischen Museums in Hohenems), Martin Illert (Pastor der St. Michaeliskirche in Hamburg), und der Soziologe Bernhard Schäfers aus München. Moderator Meinhard Schmidt-Degenhard fragte, ob es als positives Zeichen oder als Resignation zu verstehen sei, dass nicht mehr Gäste gekommen seien. Die Aufregung um den Moscheebau habe sich gelegt, sagte Kaymakçi.
Positionen sind abgesteckt
Er wunderte sich über das geringe Interesse nicht: "Während einer langen Debatte ist alles, was es zum Moscheebau in Frankfurt zu sagen gibt, gesagt worden. Die Positionen sind klar abgesteckt." Das Stichwort "Aufregung" griff die Kölner Stadträtin auf und betonte, dass es vor allem die Medien gewesen seien, die hitzige Diskussionen um den Kölner Moscheebau geschürt hätten. So zeige eine Umfrage, dass die Bewohner von Ehrenfeld, wo die Moschee entstehen wird, weniger Vorbehalte hätten als Bürger aus den anderen Stadtteilen.

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