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Nominiert: "Transformers - Die Rache": Die Dinge verändern sich

Die Wunder der Verwandlung: Michael Bays "Transformers - Die Rache". 150 Minuten vergehen ereignisreich, unbeschwert - und entsprechend folgenlos. Von Daniel Kothenschulte, ( mit Trailer)

Flott, unterhaltsam und folgenlos: Max Bays Transformers - Die Rache.
Flott, unterhaltsam und folgenlos: Max Bays "Transformers - Die Rache".
Foto: Paramount

Es sind die kleinen Dinge, die Deutschland Hollywood voraus hat. Das Wort "Verfilmung" zum Beispiel. Wie einfach hört sich das an im Vergleich zu der englischen Formulierung "screen adaption", automatisch fast: Wie die Arbeit der ausgestorbenen Kupferstecher, die uns das Wort vom "Abkupfern" hinterließen, als sei gar nichts Besonderes dabei, ein Medium noch in ein anderes zu verwandeln.

Die Transformers können ein Lied singen von den Mühen der Metamorphose. Alles, was sie den drei Drehbuchautoren dieses Films und dem Regisseur Michael Bay als Vorlage lieferten ist das bewegliche Plastik der Actionfiguren aus der Spielzeugabteilung. Aber schließlich ist die Verwandlung ja ihre Spezialität. In der schönsten Szene gleich am Anfang des Films transformieren sich unscheinbare Haushaltsgeräte in komplexe Roboter. So wie man ja tatsächlich manchmal fürchten muss, bei einem möglichen Intelligenztest das Nachsehen zu haben gegenüber dem vollelektronischen Kaffeeautomat in der Küche.

Der Film

Transformers: Die Rache, Regie: Michael Bay, USA 2009, 150 Minuten.

Nominiert war der Film für den Oscar in der Kategorie "Bester Ton", der jedoch an Kathryn Bigelows "The Hurt Locker" ging.

Glücklicherweise stellt Michael Bay keine zusätzlichen Anforderungen an unseren Intellekt. Anders als in den Comic-Adaptionen der Batman- und Spiderman-Serien überlagern sich keine Referenzebenen, sondern lediglich eine Menge Maschinenteile. Dem Vergnügen tut es keinen Abbruch: Nirgendwo sonst im Kino vergehen 150 Minuten derart ereignisreich, unbeschwert - und entsprechend folgenlos.

Transformers - Die Rache, Trailer USA 2009

In der hübschen Nebenhandlung fürchtet ein überbehütendes Elternpaar die Metamorphose ihres Sprösslings Sam (Shia LaBeouf) vom Teenager zum College-Studenten. Ebenso sehr klebt sein schicker Sportwagen, der eigentlich ein Transformer ist, an seinem jugendlichen Herrn und Meister. Das erste Semester beginnt dann tatsächlich mit der nötigen Verzögerung, als sich herausstellt, dass der Schrott des übelsten Transformers Megatron aus einem Militär-Lager gestohlen wurde. Nun sinnt die reanimierte Kampfmaschine auf Rache. Seine guten Gegenspieler, angeführt vom weisen Transformer Optimus Prime, müssen die letzten Kräfte mobilisieren. Und die ruhen, wie sich herausstellt, im inneren einer ägyptischen Pyramide. Sam kommt also auch als College-Schwänzer zu seinem Bildungsurlaub - auch wenn das Weltkulturerbe bei dieser Gelegenheit übelst ramponiert wird.

Verstärkt wird die Truppe vom ehemaligen Serienstar Megan Fox ("Ocean Avenue") in der Rolle von Sams Freundin Mikaela. Schon lange vor dieser ersten großen Hauptrolle wurde sie in Hollywood zu einer umworbenen Schönheit. Michael Bay platziert sie pittoresk, aber kaum beweglich vor immer neuen Hintergründen - fast als wäre sie selbst nur eine Spielfigur. So einfach können Metamorphosen sein, in diesem Fall zum großen Kinostar.

Autor:  DANIEL KOTHENSCHULTE
Datum:  24 | 6 | 2009
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