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Opel-Zoo: Ein neues Haus für Zimba und Aruba

Für zwölf Millionen Euro will der Opel-Zoo seinen Afrikanischen Elefanten eine topmoderne Anlage bauen. Noch fehlt eine Menge Geld - aber Ministerpräsident Koch verspricht Hilfe. Von Klaus Nissen

Die Elefanten-Damen können sich auf einen geräumigeren Stall freuen.
Die Elefanten-Damen können sich auf einen geräumigeren Stall freuen.
Foto: FR/Oeser

Wenn alles gut geht, werden Ende 2011 sechs statt drei Elefanten im Opel-Zoo leben. Und zwar in einem nagelneuen, über 700 Quadratmeter großen Stall und einer fast 6000 Quadratmeter großen, neu begrünten Außenanlage. Es sei höchste Zeit für diese Verbesserung, sagte gestern Zoodirektor Thomas Kauffels. Im viel zu engen, 1958 erbauten Elefantenstall müssten die Kühe Wankie, Zimba und Aruba bis zu 16 Stunden täglich angekettet stehen.

Das neue Haus bekommt ein begrüntes Dach und Sandböden. Es wird zwei verglaste Innengehege haben - eins für die Herde und ein kleineres für den 2011 aus Wuppertal kommenden Jungbullen. Zwei Ausgänge stellen sicher, dass bei Rangkämpfen das unterlegene Tier ausweichen kann. Vier "Protective Contact"-Wände ermöglichen es dem Personal, die Tiere zu füttern und auch deren Füße zu pflegen, ohne selbst in Gefahr zugeraten. Kauffels: "Elefanten sind die gefährlichsten Zootiere. Oft nehmen selbst dieTierpfleger sie nicht ernst genug, weil sie so süß aussehen." Das Publikum soll die Kronberger Elefanten künftig von einer 135 Quadratmeter großen Terrasse aus hinter einer Seilabsperrung im Elefantenhaus betrachten.

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Hier können Sie für den Neubau der Elefanten-Anlage im Opel-Zoo online spenden.

Das kostet. Kopenhagen hatte für 45 Millionen einen Elefantenstall bekommen, die polnische Stadt Posen investierte 35 Millionen. Auf brutto 7,65 Millionen Euro taxiert Kauffels den Preis des Kronberger Elefantenstalls. Die Freianlage komme auf weitere 3,6 Millionen, der Neubau des Sambesi-Restaurants auf 1,5 Millionen. "Das zusammen entspricht dem jährlichen Betriebskostenzuschuss der Stadt Frankfurt für ihren Zoo", merkte Kauffels an. Der Opel-Zoo hingegen bekomme von keiner staatlichen Stelle Geld.

Aber Zuspruch. Drei Fernsehteams und an die 20 Journalisten verfolgten gestern, wie Ministerpräsident Roland Koch die Werbetrommel für das Zwölf-Millionen-Projekt rührte: Das einzige Elefantengehege in Hessen werde ab 2011 vorbildlich. Und: "Die Städte Kronberg und Königstein können nur stolz darauf sein, dass sie den Zoo haben." Koch ist Schirmherr und Spendenwerber für das Elefantenhaus - aber er bringt kein Geld aus der Landeskasse mit. Der zu einer Stiftung gehörende Zoo muss das neue Elefantenhaus selbst finanzieren. Koch, beinahe schon mitleidig: "Million um Million einzusammeln - das ist alles andere als leicht!"

Als Startkapital habe der Zoo zwei Erbschaften zur Verfügung, sagte Direktor Kauffels gestern. Außerdem zahlen die jährlich rund 670.000 Zoobesucher mit dem Eintritt einen kleinen Extra-Beitrag für den Bau des Elefantenhauses. Gestern versprachen Koch, der Stiftungsvorstand Gregor von Opel und die Elefanten-Patin Ann-Kathrin Linsenhoff, in ihrer millionenschweren Bekanntschaft um Spenden für das Projekt zu werben. Auf der Homepage www.opel-zoo.de kann man ein Spendenformular herunterladen. Und die hessischen Medien sind aufgerufen, das Projekt mit Gratis-Anzeigen zu befördern.

Autor:  KLAUS NISSEN
Datum:  10 | 2 | 2009
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