Niko Bungert, 23-jähriger Kicker in der derzeit überaus erfolgreichen Bundesligamannschaft von Mainz 05, gilt bei Trainer, Mannschaft und Fans als abgeklärter "Abwehrstabilisator". Der 1,88 Meter große Innenverteidiger wird nun vom FSV Mainz 05 und dessen Haupt- und Trikotsponsor Entega als "Klimabotschafter" im Angriff aufs Spielfeld geschickt.
Denn die 05er machen sich konsequent auf den Weg, "erster klimaneutraler Verein" der Fußballbundesliga zu werden. "Wir wollen den Verein durch Vermeidung, Verminderung und Kompensation klimaneutral stellen", sagte Vereinspräsident Harald Strutz. Dafür wird ein "Klimawart" eingestellt, der am 1. Januar seinen Dienst antritt. Der Klimawart von Mainz 05, so Strutz, soll künftig die Klimaschutzinitiativen des Vereins koordinieren und überwachen.
Das Darmstädter Öko-Institut hat bereits den "kleinen CO2 Fußabdruck" des Vereins ermittelt. Mainz 05 belastet danach die Erdatmosphäre jährlich mit rund 900 Tonnen CO2, erläuterte Matthias Buchert vom Öko-Institut. Ein erster Schritt zur Reduzierung ist getan: Der Bundesligist stellt zum 1. Dezember auf Ökostrom um und reduziert dadurch sein CO2 -Aufkommen um 230 Tonnen jährlich. Weitere Schritte sollen folgen.
Die ganze Mannschaft wird sich für den Klimaschutz einsetzen. Am Montag kam die Mannschaft zu einer "Taktikbesprechung" zusammen - diesmal nicht zu Strategievarianten, sondern zu Taktik und Aufstellung beim Klimaschutz. Die Mainzer Aufsteiger wollen sich nicht nur sportlich gut darstellen, sondern künftig als "Die Klimaverteidiger" an die Spitze der Bundesliga.
Nach ihrer Klima-Taktik-Besprechung zur neuen Rolle, zu Fakten über die Klimakrise und dem persönlichen Klima-Spielfeld wissen die Spieler nun, was sie und ihre Familien für den Klimaschutz tun können. Über die Popularität der Spieler sollen auch die Fans für den Klimaschutz sensibilisiert und angehalten werden, "Energie verantwortlicher zu nutzen als bisher", erläuterte Holger Mayer von Entega, den "nachhaltigen Sponsoring-Ansatz", mit dem sich Mainz O5 in der Liga an die Spitze der "Klima-Verteidiger" setzen möchte.

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