kalaydo.de Anzeigen

Rhein-Main: Die Klimaverteidiger von Mainz 05

Mainz 05 will beim Schutz der Atmosphäre an die Spitze und erster klimaneutraler Verein der Fußball-Bundesliga werden. Dafür wird sogar ein Klimawart eingestellt. Von Michael Grabenströer

Nachdenken über eigene Beiträge zum Klimaschutz: Aristide Bancé (l) und Chadli Amri.
Nachdenken über eigene Beiträge zum Klimaschutz: Aristide Bancé (l) und Chadli Amri.
Foto: Michael Schick

Niko Bungert, 23-jähriger Kicker in der derzeit überaus erfolgreichen Bundesligamannschaft von Mainz 05, gilt bei Trainer, Mannschaft und Fans als abgeklärter "Abwehrstabilisator". Der 1,88 Meter große Innenverteidiger wird nun vom FSV Mainz 05 und dessen Haupt- und Trikotsponsor Entega als "Klimabotschafter" im Angriff aufs Spielfeld geschickt.

Denn die 05er machen sich konsequent auf den Weg, "erster klimaneutraler Verein" der Fußballbundesliga zu werden. "Wir wollen den Verein durch Vermeidung, Verminderung und Kompensation klimaneutral stellen", sagte Vereinspräsident Harald Strutz. Dafür wird ein "Klimawart" eingestellt, der am 1. Januar seinen Dienst antritt. Der Klimawart von Mainz 05, so Strutz, soll künftig die Klimaschutzinitiativen des Vereins koordinieren und überwachen.

Das Darmstädter Öko-Institut hat bereits den "kleinen CO2 Fußabdruck" des Vereins ermittelt. Mainz 05 belastet danach die Erdatmosphäre jährlich mit rund 900 Tonnen CO2, erläuterte Matthias Buchert vom Öko-Institut. Ein erster Schritt zur Reduzierung ist getan: Der Bundesligist stellt zum 1. Dezember auf Ökostrom um und reduziert dadurch sein CO2 -Aufkommen um 230 Tonnen jährlich. Weitere Schritte sollen folgen.

Die ganze Mannschaft wird sich für den Klimaschutz einsetzen. Am Montag kam die Mannschaft zu einer "Taktikbesprechung" zusammen - diesmal nicht zu Strategievarianten, sondern zu Taktik und Aufstellung beim Klimaschutz. Die Mainzer Aufsteiger wollen sich nicht nur sportlich gut darstellen, sondern künftig als "Die Klimaverteidiger" an die Spitze der Bundesliga.

Nach ihrer Klima-Taktik-Besprechung zur neuen Rolle, zu Fakten über die Klimakrise und dem persönlichen Klima-Spielfeld wissen die Spieler nun, was sie und ihre Familien für den Klimaschutz tun können. Über die Popularität der Spieler sollen auch die Fans für den Klimaschutz sensibilisiert und angehalten werden, "Energie verantwortlicher zu nutzen als bisher", erläuterte Holger Mayer von Entega, den "nachhaltigen Sponsoring-Ansatz", mit dem sich Mainz O5 in der Liga an die Spitze der "Klima-Verteidiger" setzen möchte.

Autor:  Michael Grabenströer
Datum:  1 | 12 | 2009
Kommentare:  Kommentieren
Empfehlen:  E-Mail
Leserbrief:  Leserbrief
Artikel:  Drucken
Regionale Startseite
Ressort

Von Wiesbaden über Frankfurt bis Hanau - Die Stadt und die Region auf einen Blick


Nachrichten aus der Region

Spezial
Beschäftigte des Druckmaschinen-Herstellers Manroland demonstrieren vor der Allianz-Niederlassung in Frankfurt. Allianz und MAN haben dem angeschlagenen Konzern den Geldhahn zugedreht.

Offenbach bangt um einen großen Arbeitgeber: Die Krise beim insolventen Druckmaschinen-Hersteller Manroland.

Anzeige

Top Stellenangebote

Anzeige

 

Staumelder

Staumelder 86 Staus mit einer Gesamtlänge von 273km
Zu den Staumeldungen
Social Media
Unser Twitter-Ticker für Frankfurt und Rhein-Main.

 

Facebook | Twitter überregional | Google+
Was bedeutet das hier? FR@Social Media!
Glosse
        

Da steht sie auf ihrem Brunnen in der Klappergasse.

Jeden Tag gibt's nun eine kurze Glosse zu unglaublichen Geschichten aus dem Frankfurter Alltag zu lesen.

Eintracht Frankfurt
Mohamadou Idrissou: Noch reicht die Kraft nicht für 90 Minuten, vielleicht reicht sie aber für Fortuna Düsseldorf?
Eintracht gegen Fortuna 
Gegen seine alten Kollegen in der Startelf: Bamba Anderson.
Eintracht gegen Fortuna 
Geht optimistisch ins Spiel: Armin Veh
Eintracht vor dem Spitzenspiel 
        

Darf er mal ran? Friend im Zwiegespräch mit Trainer Veh.
Abschlusstraining der Eintracht 
        

Warm anziehen: Eintracht-Trainer Armin Veh.
Vor dem Spitzenspiel in Düsseldorf 

Frankfurter Rundschau im Abo