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RWE-Chef Jürgen Großmann: AKW-Betrieb bis zu 80 Jahre möglich

In der Diskussion über längere Laufzeiten für die deutschen Atomkraftwerke bringt RWE-Chef Jürgen Großmann mit Blick in die USA einen Betrieb von bis zu 80 Jahren ins Gespräch.

RWE-Chef Jürgen Großmann hält den Betrieb von Kernkraftwerken bis zu 80 Jahre lang für möglich (Symbolbild).
RWE-Chef Jürgen Großmann hält den Betrieb von Kernkraftwerken bis zu 80 Jahre lang für möglich (Symbolbild).
Foto: ddp

Berlin. In der Diskussion über längere Laufzeiten für die deutschen Atomkraftwerke hat RWE-Chef Jürgen Großmann einen Betrieb bis zu 80 Jahre ins Gespräch gebracht. Das sei zwar keine Vorfestlegung, aber die derzeitige Laufzeitbegrenzung von 32 Jahren bleibe unter den volkswirtschaftlichen Möglichkeiten.

"Baugleiche Reaktoren laufen in den Niederlanden, Frankreich oder Belgien 60 Jahre und mehr, in den USA sind jetzt sogar 80 Jahre im Gespräch", sagte der Vorstandsvorsitzende des Energiekonzerns der "Rheinischen Post".

Der neue CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe bekräftigte die Bereitschaft der schwarz-gelben Bundesregierung zur Verlängerung der AKW-Laufzeiten. "Das ist keine Vorwegnahme der Entscheidung", betonte Gröhe im "Hamburger Abendblatt".

Über die genaue Ausgestaltung einer möglichen Verlängerung müsse noch mit den Kraftwerksbetreibern geredet werden. Die Energiekonzerne müssten die Gewinne aus einer Laufzeitverlängerung in erneuerbare Energien und gegebenenfalls in eine Senkung der Stromkosten investieren, sagte der CDU-Politiker.

Der Atom-Ausstieg war im Jahr 2000 von einer rot-grünen Bundesregierung mit der Atomindustrie vereinbart worden. Die letzten der 17 deutschen Kernkraftwerke sollten danach spätestens 2022 vom Netz gehen. (dpa)

Datum:  31 | 10 | 2009
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