Einem Platz hat er seinen Namen gegeben. Die Stadt Mainz schmückt sich gern mit dem "Mann des Milleniums (Jahrtausends)", der es, in Mainz geboren, zu dauerhaftem weltweitem Ruhm gebracht hat. Ein Museum der Druckkunst haben sein Name und seine Welt-Erfindung zum "Weltmuseum der Druckkunst" geadelt. Johannes Gutenberg darf wohl als der berühmteste aller Mainzer gelten. Ein Werbeträger, der selbst die ZDF-Mainzelmännchen und die Fastnacht dauerhaft überstrahlt.
Das hat die Stadt schon längst erkannt und dem Erfinder der Druckkunst in beweglichen Lettern bereits 1837 ein Denkmal gesetzt. Doch selbst das Denkmal eines (in Amerika gekürten) Jahrtausend-Mannes kommt in die Jahre, weil der Zahn der Zeit an ihm nagt.
So war das Denkmal auf dem Gutenbergplatz in Mainz seit Mai 2008 verwaist, wenn man von der Pappmachéfigur einmal absieht, die die Mainzer Narren 2009 zur Kampagne auf den leeren Sockel gehoben haben, um Gutenberg so zurückzuholen. Gutenberg - das Denkmal - war bröckelig geworden. Sein Sockel wies Schäden am Lahnmarmor auf. Risse in der Bronze und Schäden selbst im Denkmalskern, der dem prominentesten Mainzer dauerhafte Standfestigkeit verlieh, ließen nur eine Folgerung zu: Gutenberg musste restauriert werden.
Gutenberg wurde in seiner Vaterstadt zwangsläufig vom Sockel gehoben und in eine Spezialwerkstadt für Metallrestaurierung nach Bayern gebracht. Dort wurde das Denkmal, das einmal in Paris gegossen worden war, aufgefrischt und stabilisiert.
Seit gestern haben die Mainzer ihren altgewohnten Anblick - der Gutenberg gegenüber dem Theater und unweit der Domtürme - wieder zurück. Der Mann des Jahrtausends wurde von einem Schwerlastkran auf den angestammten Platz gesetzt. Mit Musik und wärmenden Getränken wurde er in Mainz wieder willkommen geheißen.
Als "Guddi" Gutenberg hat er sich einen Platz in der Fassenacht erobert. Dargestellt von Hans-Peter Betz vom Gonsenheimer Carneval-Verein(GCV), hat er auf der närrischen Bühne fast schon Denkmalwert errungen.

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