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Hofheim: Startschuss fürs Chinoncenter

Nach jahrelangem Hin und Her rücken am Chinonplatz die Bagger an. Doch ein Anlieger legt noch in letzter Minute Widerspruch ein. Von Jöran Harders

Die Arbeiten für das Chinoncenter in Hofheim haben begonnen.
Die Arbeiten für das Chinoncenter in Hofheim haben begonnen.
Foto: FR/Surrey

Jetzt rollen zunächst einmal Bagger und Lastwagen. 25000 Kubikmeter Erde müssen ausgehoben und abtransportiert werden, bevor es mit dem Bau des Einkaufszentrums auf dem Chinonplatz so richtig losgehen kann. Seit letzter Woche laufen die vorbereitenden Arbeiten, die in der ersten Septemberwoche abgeschlossen sein sollen - Ende August wird dann das Fundament gegossen.

"Ich bin sehr glücklich heute", sagte Bürgermeisterin Gisela Stang (SPD) gestern bei einer Baustellenbesichtigung zum offiziellen Baubeginn des Chinoncenters. Denn nun sei zu sehen, dass das, was nach jahrelangem Hin und Her beschlossen wurde, endlich umgesetzt werde. Der Baulärm klingt der Rathauschefin daher "wie Musik in den Ohren". Zeitgleich mit dem Bau des Chinoncenters wurde die Sanierung und Erweiterung der Stadthalle in Angriff genommen, die so mit dem Einkaufszentrum verbunden wird, dass Besucher von dort aus trockenen Fußes ins Parkhaus gelangen können.

In Absprache mit der Stadt habe man einen sehr günstigen Termin für den Baubeginn gewählt, stellte Hartmut Messow fest, der beim Investor MIB für die technische Vorbereitung des 30-Millionen-Euro-Projekts zuständig ist. Denn so werde der Erdaushub in den Schulferien abgefahren und der Unterricht durch die 150 Lastwagen, die in dieser Zeit täglich durch die Rudolf-Mohr-Straße fahren, nicht gestört.

Dass ein Anlieger kurz vor Ablauf der entsprechenden Frist noch Widerspruch gegen die Baugenehmigung eingelegt hat, sieht Messow gelassen: "Wir haben den Bau rechtlich und technisch nach bestem Wissen und Gewissen vorbereitet." Zudem hat der Widerspruch keine aufschiebende Wirkung - es kann also gebaut werden. Da er zunächst unbegründet eingereicht wurde, könne über eventuelle Folgen des Widerspruchs aber noch nichts gesagt werden, wie die Pressesprecherin des Main-Taunus-Kreises, Deike Wichmann, mitteilte.

Rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft 2010 soll das Chinoncenter mit seinen rund 10000 Quadratmetern Verkaufsfläche fertig sein. 70 Prozent der Fläche seien bereits vermietet, weitere Mietverträge stünden kurz vor dem Abschluss, erklärte Hartmut Messow. Außerdem verhandele die MIB mit Gastronomen. Dass ein Kino, ein Edeka- und ein Lidl-Markt, eine Drogerie und eine C&A-Filiale in das Center einziehen werden, steht bereits fest. Das sei ein idealer Geschäftemix "für den wohnnahen Einkauf, auch für den kleinen Geldbeutel", freute sich Bürgermeisterin Gisela Stang.

Datum:  24 | 7 | 2009
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