Klaus Wowereit: Als lachender Vierter könnte der Regierende Bürgermeister der Hauptstadt zum Hoffnungsträger der deutschen Sozialdemokratie werden. Administrativ erfahren ist er der bekannteste unter den Ministerpräsidenten, die der SPD noch verblieben sind.
Parteipolitisch wird er der SPD-Linken zugerechnet, wobei unklar ist, womit der Berliner diese Zuschreibung eigentlich verdient hat. In der Hauptstadt hat er die Linke domestiziert und an den Rand gedrückt, in anderen Fragen legt er ein hohes Maß an Pragmatismus, böse Zungen sagen auch Beliebigkeit an den Tag.
Sein größtes Manko ist sicherlich, das sein Ruf als "Party-Bürgermeister" nicht vergessen ist und Wowereit, ähnlich wie Gabriel, als einsamer Selbstdarsteller gilt und nur bedingt Unterstützung in der Partei erfährt.
Angesichts der Konkurrenz könnte Wowereit allerdings als Konsenskandidat zum SPD-Vorsitzenden befördert werden. Er stünde für einen gemäßigten Linksschwenk der SPD - und als Kanzlerkandidat 2013 sicherlich zur Verfügung.
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