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Studie zu Gesundheitsschäden: Grüne dringen auf Nachtflugverbot

Die Grünen sehen ihre Forderung nach einem Nachtflugverbot für den Frankfurter Flughafen von einer Studie über Gesundheitsrisiken bestätigt. Die Regierung müsse auf eine Revision gegen das Ausbau-Urteil verzichten.

Die Landtags-Fraktion der Grünen dringt auf das Nachtflugverbot.
Die Landtags-Fraktion der Grünen dringt auf das Nachtflugverbot.
Foto: Andreas Arnold/FR

Wiesbaden. Die Grünen sehen ihre Forderung nach einem Nachtflugverbot für den Frankfurter Flughafen von einer neuen Studie über Gesundheitsgefahren für die Anwohner bestätigt. CDU und FDP hätten jahrelang immer wieder versprochen, dass es zu einem Nachtflugverbot komme, erklärte der Grünen-Landtagsabgeordnete Frank Kaufmann am Montag in Wiesbaden.

Die gesundheitlichen Risiken für die Bevölkerung gerade in Form von Nachtflügen könnten sie jetzt schwarz auf weiß lesen. Die Landesregierung dürfe daher keinen Wortbruch begehen und müsse auf eine Revision gegen das Urteil des hessischen Verwaltungsgerichtshofes (VGH) zum Flughafenausbau verzichten.

Nach der Studie des Bremer Mediziners und Epidemiologen Eberhard Greiser sind Anwohner von Flughäfen besonders gefährdet, einen Schlaganfall oder Herz-Kreislauf-Krankheiten zu bekommen. Für die im Auftrag des Umweltbundesamtes erstellte Studie hatte Greiser Krankenkassendaten von mehr als einer Million gesetzlich Versicherten aus der Umgebung des Flughafens Köln/Bonn ausgewertet. Die Gesundheitsinteressen der Bevölkerung müssten wichtiger sein als die wirtschaftlichen Interessen von Lufthansa Cargo, meinte Kaufmann.

Die Genehmigung für den Ausbau des Frankfurter Flughafens sieht vor, dass mit Inbetriebnahme der neuen Landebahn 2011 nur noch 17 Flugbewegungen in der Zeit zwischen 23.00 und 5.00 Uhr erlaubt sind. Der VGH hatte den Ausbau zwar grundsätzlich erlaubt, aber Zweifel an der Zulässigkeit von Nachtflügen geäußert. Die Lufthansa und ihre Frachttochter Cargo haben Rechtsmittel gegen dieses Urteil angekündigt. Ob das Land Hessen Revision einlegen will, entscheidet sich nach Darstellung von Wirtschaftsminister Dieter Posch (FDP) bis spätestens 4. Januar. (dpa)

Datum:  14 | 12 | 2009
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