Da kann ja einer viel erzählen, von wegen guter Lehrer und ohne Grund gekündigt und so. Stimmt. Von außen lässt sich nicht beurteilen, ob die 61 Lehrerinnen und Lehrer, die vom Kultusministerium auf einer Schwarzen Liste geführt werden, unfähig sind oder nicht.
Grund genug, die Listen aus dem Kämmerlein der Schulaufsicht herauszuholen und die Gründe für die Einträge transparent zu machen. Wenigstens der Personalrat, der Datenschutzbeauftragte und die Betroffenen selbst sollten Kenntnis davon haben, ob und gegebenenfalls was dort über sie zu lesen ist. Wer in Hessen keine Chance auf Anstellung hat, muss dies wissen. Und sich dagegen wehren können.
Natürlich muss sich das Land als Arbeitgeber und Schulträger dagegen wehren können, dass tatsächlich unfähige Lehrer unterrichten. Es darf - und vielleicht muss es sogar - zu diesem Zweck Listen führen. Wenn dies unter den oben genannten Kriterien der Transparenz geschieht.
Schwarze Listen, auf denen examinierte Lehrkräfte stehen, sind aber vor allem eins: ein Alarmsignal. Es bedeutet: Die Ausbildung muss besser werden, und das schnell. F11

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