Der Bericht der Frankfurter Rundschau über Missstände am Universitätsklinikum Gießen-Marburg sorgt für Unruhe. Eine Pflegerin berichtet von Einschüchterungsversuchen der Klinikleitung.
Man werde die Namen der Informanten herausbekommen, habe sie mitteilen lassen. Dem Gießener Betriebsrat ist über Drohungen nichts bekannt.
Doch er bestätigt den FR-Bericht, wonach der Personalabbau nach Meinung der Belegschaft "die qualitativ hohe Pflege" gefährdet. "Die Situation ist schlimm", sagte Vorsitzender Klaus Hanschur. "Die Leute sind am Ende ihrer Belastbarkeit."
Wie sich die Arbeitsbelastung auf die Patientenversorgung auswirke, könne er als Laie nicht beurteilen. Fakt sei: "Der Druck auf das Personal ist enorm." Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) will das am Montag in einer Pressekonferenz darstellen.
Das Klinikum will heute über eine "umfassende Qualitätssicherung zum Wohle unserer Patienten" informieren. Es herrsche ärztliche Therapiefreiheit, die bestmögliche Behandlung genieße "oberste Priorität". Man sei um Aufklärung der in der FR geschilderten Fälle bemüht.

Die Stadt und Region auf einen Blick: unsere neue Übersichtsseite für Frankfurt und Rhein-Main - das Pflicht-Lesezeichen für alle Hessen.
Berichte aus Bad Homburg, Hochtaunus | Bad Vilbel, Wetterau | Darmstadt | Frankfurt | Kreis Groß Gerau | Hanau, Main-Kinzig | Main-Taunus | Mainz | Offenbach | Kreis Offenbach | Wiesbaden.
Von Wiesbaden über Frankfurt bis Hanau - Die Stadt und die Region auf einen Blick
Offenbach bangt um einen großen Arbeitgeber: Die Krise beim insolventen Druckmaschinen-Hersteller Manroland.
Facebook | Twitter überregional | Google+