Frankfurt/Main (dpa/kho) - Zwischen bunten Mosaiken mit europäischen Themen und vielen blauen Flächen bewegen sich sonst Europas wichtigste Finanzpolitiker: Die Notenbankchefs der Mitgliedsstaaten. Zum Jubiläum durften die Bürger durch die Flure des sonst streng bewachten EZB-Gebäudes strömen - nachdem sie sich vorher angemeldet und mit Personalausweis legitimiert hatten.
Im Sitzungssaal konnten sie sich wie ein Notenbanker fühlen. Dort entscheidet der EZB-Rat jeden Monat über die Zinsen im Euro-Raum. Im Handelsraum bekamen sie einen Eindruck, wie die Banken mit Geld versorgt werden. Regelmäßig verlassen auf virtuellem Wege große Summen die Europäische Zentralbank.
Die Bundesbank hat mit der Euro-Einführung Anfang 1999 wesentliche Aufgaben an die EZB abgegeben, wirkt aber im EZB-Rat an den Zinsentscheidungen mit.
Die EZB wurde am 1. Juni 1998 gegründet und ist für die Geldpolitik in den 15 Euro-Ländern verantwortlich. Die Notenbank ist laut EU-Vertrag die Hüterin der Währung und soll über stabile Preise die Kaufkraft der Bürger wahren. Zusammen mit den nationalen Notenbanken bildet die EZB das Eurosystem, das ebenfalls am 1. Juni zehn Jahre alt wurde.
Noch residieren die Währungshüter im Turm hinter dem großen E gegenüber vom Schauspiel. Doch schon 2011 soll der neue Skytower im Osten Frankfurts am Main fertig gebaut sein und die EZB repräsentieren.
Die FR zeigt Bilder aus dem Eurotower, Animationen der Bauentwürfe und von der Großmarkthalle.
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