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Wiesbaden: Noch mehr Geld für die Elite-Uni

Die private European Business School soll noch deutlich mehr Geld von Land und Stadt erhalten als bisher bekannt. Das erfahren Anwohner quasi nebenbei auf einem Bürgerforum. Von Mario Thurnes

Neues EBS-Domizil - das Gerichtsgebäude in der Moritzstraße.
Neues EBS-Domizil - das Gerichtsgebäude in der Moritzstraße.
Foto: FR/Rheker

Die Stadt hat zum Bürgerforum geladen, in dem die neuen Nachbarn die European Business School (EBS) kennen lernen konnten, die in das Gebäude des Amtsgerichtes zieht. 30 Anwohner kamen und zeigten sich mit dem Projekt weitgehend einverstanden. Die Nachricht am Rande: Die EBS erhält mehr Geld vom Staat als geplant.

Drei Millionen Euro bekommt die EBS für ihren Umzug von Oestrich-Winkel nach Wiesbaden. 25 Millionen Euro sollte die Hochschule von Stadt und Land erhalten, um damit einen juristischen Zweig aufzubauen.

Ministerialdirigent Elmar Damm vom hessischen Finanzministerium nannte jetzt aber neue Zahlen: Das Land allein gibt jetzt 25 Millionen für den Jurazweig, die Stadt zusätzliche 10 Millionen für die "Infrastruktur", ohne näher zu bestimmen, was das ist. Zudem spendiert das Land eine Tiefgarage und die Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes, Baujahr 1897. Was das kostet, werde noch geprüft, meint Damm.

Joachim Barth von der Lehrergewerkschaft GEW kritisierte nach dem Forum die neuen Zahlen: "Scheibchenweise wird mit immer neuen Steuermillionen jongliert. Eigentlich müsste ein Aufschrei durch die Wiesbadener Bevölkerung gehen."

EBS - Millionen für die Elite

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Auf dem Bürgerforum war das aber kein großes Thema. Die 30 Besucher formulierten keine Einwände gegen den Einzug der EBS in die Moritzstraße. Die Fragen drehten sich um allgemeine Probleme des Viertels. Lediglich das Mitglied des Ortsbeirats Mitte, Marion Erfurt-Dear (SPD), stellte Fragen zum Projekt: Wie die Tiefgarage aussehen wird und wie noch zu bauende, ergänzende Gebäude in die Moritzsstraße integriert werden? "Das wird Aufgabe des Architektur-Wettbewerbs sein", sagte Moderator Benjamin Hossbach. Sein Büro leitet den gerade gestarteten Wettbewerb.

Bürgersaal möglich

Auch wollte Erfurt-Dear wissen, ob die EBS dem Viertel einen benötigten Bürgersaal bieten könne. Er werde es prüfen, meinte EBS-Präsident Christopher Jahns. Wenn es möglich und finanzierbar sei, wolle er einen solchen Saal anbieten.

Zuvor erhielt das Projekt viel Lob von den Teilnehmern des Forums: Stadtentwicklungs-Dezernent Joachim Pös (FDP) nannte den Einzug einen "gewaltigen Schub" für die Stadt. Damm sagte, die "Law School" passe gut ins alte Gerichtsgebäude.

Autor:  Mario Thurnes
Datum:  17 | 7 | 2009
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