Darmstadt. Der Prozess gegen den Rechtsanwalt Michael Wolski droht wegen Verhandlungsunfähigkeit des Angeklagten zu platzen. Am heutigen Donnerstag soll das Verfahren gegen den 61-Jährigen, über das die FR mehrfach berichtet hat, am Landgericht Darmstadt fortgesetzt werden. Wolski war vor zwei Wochen erkrankt.
Bei Gericht rechnet man nicht mit einem Erscheinen Wolskis am heutigen Verhandlungstag. "Es sieht so aus, dass er nicht kommt", sagte Landgerichts-Sprecherin Christa Pfannenschmidt der FR am Mittwoch. Laut Strafprozessordnung darf die Unterbrechung nicht länger als drei Wochen dauern. Andernfalls wäre "von neuem zu beginnen".
Der 61-jährige Wolski ist wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung in Millionenhöhe angeklagt. Wolski bestreitet, sich strafbar gemacht zu haben.
Der Vorsitzende Richter Rainer Buss hat einen psychiatrischen Gutachter damit beauftragt, Wolskis Verhandlungsfähigkeit zu überprüfen. Denkbar wäre es, den Prozess ohne den Angeklagten fortzusetzen. Diese Möglichkeit sieht die Strafprozessordnung für den Fall vor, dass er schon vernommen wurde und das Gericht "seine fernere Anwesenheit nicht für erforderlich erachtet". (pit )

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