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16. Dezember 2012

2. Liga: Siege für Bochum und Duisburg

Torjubel: Bochums Spieler feiern Mirkan Aydin (M.) nach seinem Treffer.  Foto: Bongarts/Getty Images

Zumindest bis zum Montagabend hat sich Hertha BSC in der 2. Liga ganz nach vorn geschossen - und Trainer Jos Luhukay gerät ins Schwärmen. Im Tabellenkeller geht für Schlusslicht Regensburg erneut nichts. Bochum und Duisburg fahren wichtige Sieg ein.

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Zumindest bis zum Montagabend hat sich Hertha BSC in der 2. Liga ganz nach vorn geschossen - und Trainer Jos Luhukay gerät ins Schwärmen. Im Tabellenkeller geht für Schlusslicht Regensburg erneut nichts. Bochum und Duisburg fahren wichtige Sieg ein.

Jos Luhukay ließ sich von der vorweihnachtlichen Stimmung inspirieren und griff gleich in die oberste Schublade der Vokabelkiste. „Die Hinrunde war wirklich ein Traum“, befand der Trainer von Hertha BSC. Zur Weihnachtspause stehen die Zeichen beim Fußball-Zweitligisten aus Berlin klar auf Wiederaufstieg. Dank des 2:1-Sieges gegen den FSV Frankfurt und erneuter Strauchler der Konkurrenz hat Luhukays Team nun schon zehn Punkte Vorsprung auf den Relegationsrang. Fürs Erste übertrumpften die Berliner gar Eintracht Braunschweig an der Spitze - der Tabellenführer braucht am Montag drei Punkte gegen Hertha-Lokalkontrahent Union, um vorne zu bleiben.

Lautern und Cottbus patzen

Hinter den beiden Liga-Dominatoren scheint es fast, als würden sich die Verfolger in Stehversuchen üben. Der Dritte 1. FC Kaiserslautern unterlag dem VfR Aalen mit 0:1 und verlor wie der Tabellenvierte Energie Cottbus (0:3 bei Erzgebirge Aue) weiter mächtig an Boden. Auch 1860 München verpasste es, näher heranzurücken - die „Löwen“ enttäuschten am Sonntag beim 1:1 gegen Dynamo Dresden. Guillermo Vallori (80. Minute) glich die Gästeführung durch Cheikh Gueye (61.) immerhin noch aus. „Der eine Punkt verkürzt den Abstand zumindest ein bisschen“, sagte 1860-Trainer Alexander Schmidt.

Für die Pfälzer war es gar die dritte Niederlage in Serie - alles andere als die Bilanz eines potenziellen Aufsteigers. „Wir müssen uns jetzt zusammensetzen und die vergangenen Wochen analysieren, denn so geht es nicht weiter“, erkannte Lauterns Kapitän Albert Bunjaku. Ähnlich angefressen waren die „Aufstiegs-Verweigerer“ („Bild“-Zeitung) aus Cottbus, deren Niederlage in Aue allerdings durch einen umstrittenen Elfmeter eingeleitet wurde. „Es kann eigentlich nicht schlimmer kommen. Das ist ein Scheißende für dieses Jahr“, klagte Energie-Verteidiger Konstantin Engel.

Hertha seit 17 Spielen ungeschlagen

Davon kann bei der Berliner Hertha keine Rede sein. Seit vier Monaten und 17 Punktspielen ist der Erstliga-Absteiger ungeschlagen, der maue Saisonstart längst vergessen. Gegen Frankfurt bewiesen Luhukays aufstiegswillige Profis Comeback-Qualitäten, als Marcel Ndjeng und der Brasilianer Ronny in den letzten acht Minuten den zwischenzeitlichen Rückstand noch in einen Sieg umwandelten.

Spannend bleibt die Lage in der Winterpause im Tabellenkeller. Fünf Vereine müssen sich als akut abstiegsgefährdet betrachten, Letzter bleibt Jahn Regensburg. Und das trotz einer komfortablen 2:0-Führung beim MSV Duisburg, die Francky Sembolo (11.) und André Laurito (40.) herausgeschossen hatten.

Doch wie schon so oft in dieser Saison brachen die Oberpfälzer ein - und verloren nach Duisburger Toren von Goran Sukalo (52.), Ranisav Jovanovic (62.), Sören Brandy (63.) und Daniel Brosinski (88.) noch mit 2:4. „Wir haben jetzt schon einen großen Abstand auf die Mannschaften vor uns, wir müssen uns alle Gedanken machen“, kritisierte Regensburgs Verteidiger Tim Erfen.

Wichtiger Sieg für Bochum

Der VfL Bochum fuhr im Kampf um den Klassenverbleib einen wichtigen Erfolg gegen den SC Paderborn ein - Mirkan Aydin (17./72.), Leon Goretzka (40.) und Kevin Scheidhauer (80.) trafen beim 4:0.

Weiter auf und ab geht es beim 1. FC Köln. Sechs Siege, acht Remis, fünf Pleiten - die Domstädter gehen mit einer mäßigen Bilanz in die Weihnachtspause, haben andererseits aber auch nur sechs Zähler Rückstand auf den Relegationsrang. Es passt zur Kölner Lage, dass am Wochenende das Kopfschütteln über die Punktverluste beim 0:0 gegen den SV Sandhausen überwog. „Das Ergebnis war nicht befriedigend, aber wir müssen die Situation annehmen“, befand Coach Holger Stanislawski. Noch darf er auf eine Aufholjagd im kommenden Jahr hoffen. (dpa)

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