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21. November 2012

Ajax Amsterdam - Borussia Dortmund: Gnadenlos schön

 Von Daniel Theweleit
Dortmunder Feiertag in Amsterdam: Robert Lewandowski bejubelt seinen Treffer zum 4:0 für die Borussia. Foto: dpa

Dortmund stürmt beim 4:1-Sieg über Ajax Amsterdam im Stil eines europäischen Spitzenteams zum Gruppensieg

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Amsterdam Die Zusammenführung der beiden Fußballkünstler Mario Götze und Marco Reus im vorigen Sommer hat in der Gemeinde der Anhänger von Borussia Dortmund viele Träume beflügelt. Die beiden sind seit zwei, drei Jahren die wohl verheißungsvollsten deutschen Offensivspieler, allenfalls Mesut Özil und Thomas Müller sind noch der Kategorie der dieser ebenso schnellen wie wendigen Dribbel- und Passvirtuosen zuzurechnen. Am Mittwochabend sind ein paar der kühnsten Fantasien des schwarz-gelben Anhangs Realität geworden. Reus und vor allen Dingen der überragende Götze haben den 4:0 (3:0)-Sieg des Deutschen Meisters bei Ajax Amsterdam, mit dem der Revierklub nicht nur vorzeitig im Achtelfinale der Champions League steht, sondern nach dem zeitgleichen 1:1 von Real Madrid bei Manchester City auch den Gruppensieg sicher hat, entscheidend mitgeprägt.

Fest der Leichtfüßigkeit

Die beiden Offensivspieler hatten jeweils einmal getroffen, und Götze war auch noch an Robert Lewandowskis beiden Treffern zum 3:0 und zum 4:0 beteiligt. „Die zweite Halbzeit war für uns ein bisschen ruhiger“, stellte der zweifache Torschütze nüchtern fest. Sollte heißen: Ajax war schon durch die drei Dortmunder Treffer vor der Pause geknackt.

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Brillant und eiskalt

Es war ein ebenso brillantes wie eiskaltes Tor, und Vermeer im Tor des niederländischen Meisters machte nicht die beste Figur bei diesem Gegentreffer. Wahrscheinlich war der Ball haltbar. Ganz sicher hätte Vermeer aber das 3:0 verhindern können, der Nationaltorhüter ließ einen Schuss von Götze ins Zentrum abklatschen, wo Lewandowski lauerte und die Partie entschied.
Denn dass diese durch und durch souveränen Dortmunder solch einen Vorsprung noch verspielen würde, war auch für Fantasten nicht vorstellbar. Neben der Fußballkunst, die Reus, und vor allem der auch noch in der zweiten Hälfte fabelhafte Götze in der Offensive aufführten wurde das BVB-Spiel nämlich von einem robusten Kollektiv getragen. Am Ende konnten die Dortmunder sogar Kräfte für die anstehenden Aufgaben sparen. Götze legte noch eben zu Lewandowskis 4:0 auf (67.), bevor er ausgewechselt wurde. Ajax hatte längst den Glauben verloren, daran änderte auch der Anschlusstreffer zum 1:4 durch Daniel Hoessen (86.) nichts mehr.
Der BVB steht also im Achtelfinale, sogar der Gruppensieg ist den Dortmundern bereits sicher – in einer Gruppe mit dem spanischen und dem englischen Meister. Und Platz eins in der Gruppe kann enorm wichtig sein, wie Bayer Leverkusen in der vorigen Saison bitter erfahren musste. Der Werksklub verschenkte im abschließenden Gruppenspiel in Genk die Möglichkeit, aus dem Achtelfinallostopf mit den vermeintlich stärkeren Teams gezogen zu werden – und bekam prompt den FC Barcelona zugelost. Den Dortmunder droht diese Gefahr nun nicht mehr, wobei sie in dieser Champions-League-Saison derart überzeugend auftreten, dass sie eigentlich niemanden fürchten müssen.

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