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25. Januar 2013

Australian Open: Mehr als nur ein Blick

 Von Doris Henkel
Fokussiert auf die Rückhand: Novak Djokovic. Foto: Dapd/Brownbill

Titelverteidiger Novak Djokovic hat bei den Australian Open im Eiltempo das Finale erreicht. Der Weltranglisten-Erste aus Serbien deklassiert im Halbfinale den Spanier David Ferrer mit 6:2, 6:2, 6:1 und greift damit am Sonntag nach seinem sechsten Titel bei einem Grand-Slam-Turnier.

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Nein, so extrem beweglich wie der Titelverteidiger ist Roger Federer nicht, war er nie. Vielleicht liegt es daran, dass er aus Muskeln, Sehnen und Knochen besteht, Novak Djokovic aber scheinbar aus Knetgummi, vor allem von der Hüfte abwärts. Aber man muss nicht mit dem Hinterteil fast den Boden berühren, um in der Defensive Wunder zu vollbringen; Federer war schon immer schnell, und dieser Tage sieht es so aus, als sei er schneller denn je. Beim Sieg in fünf Sätzen gegen Jo-Wilfried Tsonga schien er oft von der Grundlinie ans Netz zu fliegen, das Ganze mit der Eleganz eines Tänzers. Im vergangenen Jahr hatte er ein paarmal gesagt, eines der wichtigsten Vorhaben für 2013 bestehe darin, genügend Pausen zwischen den Turnieren für Training unterzubringen, was er 2012 wegen der Olympischen Spiele kaum geschafft habe.

Nun, wenn der Eindruck nicht täuscht, dann lag er richtig mit seiner Entscheidung, vor den Australian Open kein Turnier zu spielen. Er sagt, es sei wichtig, sich auf die defensiven Fähigkeiten verlassen zu können. Er profitiere davon, endlich wieder ein paar Wochen Training untergebracht zu haben. „Das tut dem Körper gut. Du verlässt dich mehr auf ihn, und es hilft dir, im späteren Stadium des Turniers besser zu spielen.“

Vielleicht begann dieses Stadium mit dem Spiel gegen Tsonga. Spätestens heute ist es so weit, im Halbfinale gegen Andy Murray (Beginn 9.30 Uhr MEZ). Der Schotte gab auf dem Weg in dieses Halbfinale nicht einen Satz ab. „Roger hatte harte Tests gegen starke Leute mit unterschiedlichen Spielweisen“, sagt Murray. „Ich muss aber sicher nicht enttäuscht sein, dass ich ohne Satzverlust im Halbfinale gelandet bin, das wäre ja albern.“ Federer sagt: „Ich würde gern mit ihm tauschen.“ Von 19 gemeinsamen Spielen gewann der Schotte zehn, aber keines davon bei einem Grand-Slam-Turnier. Doch das alles fand vor Murrays Olympiasieg und seinem Triumph bei den US Open 2012 statt, mit dem eine Last von seinen Schultern fiel. Seither, sagt Murray oft, habe er nicht mehr das Gefühl, den Leuten etwas beweisen zu müssen.

Lakonie nach der Demontage

Zu denen, die garantiert mehr als nur einen Blick auf die Begegnung werfen, gehört der Mann mit den Knetgummi-Beinen. Denn Djokovic hat das letzte Spiel des Turniers schon erreicht. Wobei erreicht nicht das richtige Wort ist. In knapp anderthalb Stunden nahm er das Spiel des Spaniers David Ferrer auseinander (6:2, 6:2, 6:1). Hinterher gab er zu, besser habe er selten gespielt.

Der kleine Ferrer konnte einem bisweilen leidtun, Djokovic dagegen vermittelte den Eindruck, als sei er gerade aus der Sommerfrische kommend in Melbourne gelandet und habe nicht schon ein paar anspruchsvolle Spiele wie die gegen Tomas Berdych und Stanislas Wawrinka hinter sich. Ferrer blieb nur die lakonisch vorgetragene Erkenntnis, es sei besser, im Halbfinale so zu verlieren als in der ersten Runde.

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