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25. Januar 2013

Australian Open: Murray besiegt Federer

Dritter Anlauf: Andy Murray steht nach 2010 und 2011 wieder im Finale von Melbourne.  Foto: REUTERS

Nach vier hochklassigen Tennis-Stunden sichert sich Andy Murray gegen Roger Federer bei den Australian Open das Finalticket. Dort wartet nun ein ausgeruhter und bärenstarker Novak Djokovic auf den Briten.

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Nach vier hochklassigen Tennis-Stunden sichert sich Andy Murray gegen Roger Federer bei den Australian Open das Finalticket. Dort wartet nun ein ausgeruhter und bärenstarker Novak Djokovic auf den Briten.

Als er den Vier-Stunden-Fight gegen Roger Federer gewonnen hatte, blieb Andy Murray ganz ruhig. Ein kurzes Winken ins Publikum, das war alles, was der Brite am Freitagabend an Emotionen zeigte. Dabei hatte er soeben eines der größten Tennis-Matches seiner Karriere abgeliefert und den Rekord-Grand-Slam-Champion aus der Schweiz im Halbfinale der Australian Open mit 6:4, 6:7 (5:7), 6:3, 6:7 (2:7), 6:2 aus dem Turnier geworfen.

Doch Murray ist damit noch nicht fertig, nach seinen Siegen bei den Olympischen Spielen in London und den US Open im vergangenen Jahr weiß er, wie gut sich Triumphe bei den großen Events anfühlen.

„Ich hoffe, diese Erfahrungen werden mir im Endspiel helfen“, sagte der 25-Jährige nach seinem ersten Erfolg gegen Federer bei einem Grand-Slam-Turnier überhaupt. „Roger spielt bei den Grand Slams immer sein bestes Tennis, darum ist es besonders schwer, ihn auf diesem Level zu schlagen“, meinte Murray.


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Bei seiner dritten Final-Teilnahme Down Under wartet auf die Nummer drei der Welt nun am Sonntag (09.30 Uhr/Eurosport) aber eine noch schwerere Aufgabe. Gegner ist der Weltranglisten-Erste Novak Djokovic, der im ersten Vorschlussrundenduell am Donnerstag den Spanier David Ferrer mit 6:2, 6:2, 6:1 deklassiert und dabei eine Weltklasse-Leistung gezeigt hatte. „Ich werde mein absolut bestes Tennis spielen müssen, um Novak zu schlagen“, sagte Murray.

Federer: negative Bilanz gegen Murray

Federer verpasste dagegen das 25. Grand-Slam-Endspiel seiner Karriere und verließ mit hängendem Kopf den Centre Court. Für den viermaligen Melbourne-Champion war beim Grand-Slam-Auftakt zum dritten Mal in Serie im Halbfinale Schluss. Im 20. Vergleich mit Murray setzte es für den 31-Jährigen die elfte Niederlage. Nur gegen den Down Under dieses Mal verletzt fehlenden Rafael Nadal hat Federer unter den aktiven Profis ebenfalls eine negative Bilanz.

Murray und Federer boten den rund 16.000 Zuschauern in der Rod Laver Arena von Beginn an einen hochklassigen Schlagabtausch. Schon im dritten Aufschlagsspiel schlugen sich die beiden Ausnahmespieler den Ball 22 Mal um die Ohren - mit dem besseren Ende für den Briten. Es sollte ein Merkmal der gesamten Partie werden, dass Murray die meisten der langen Ballwechsel für sich entschied.

Der 25-Jährige wirkte in seiner ersten Night-Session bei den diesjährigen Australian Open von Beginn an hellwach und sicherte sich nach 45 Minuten den ersten Durchgang mit 6:4. Doch dann steigerte sich Federer. Der Weltranglisten-Zweite schlug nun besser auf, agierte druckvoller und hatte vor allem die Fans hinter sich. Als er im Tiebreak auf 4:2 davonzog, tobte die Menge in der schmucken Arena. „Let's go Rodger, let's go“, hallte es durch das Rund. Nach 1:43 Stunden verwandelte der Eidgenosse seinen ersten Satzball.

Federer geht die Puste aus

Doch Federer konnte das Momentum nicht nutzen. Murray wurde nun wieder stärker und gewann den dritten Durchgang mit 6:3. Im vierten Abschnitt spitzte sich die Spannung zu. Zunächst lag Federer ein Break vorne, doch Murray blieb ruhig und schlug beim Stand von 6:5 zum Matchgewinn auf. Bei 30:15 fehlten ihm nur zwei Punkte zum Sieg, bis Federer auf einmal wieder aufdrehte und erneut einen Tiebreak erzwang.

Das Publikum bejubelte nun jeden Punkt des Schweizers, erneut hallten „Roger, Roger“-Rufe durch das Stadion. Federer nutzte die Euphoriewelle und erzwang den fünften Satz. Dort ging dem Schweizer dann aber die Luft aus. Murray nahm ihm sofort den Aufschlag ab und ließ sich die Führung dieses Mal nicht mehr aus der Hand nehmen. (dpa)

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