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13. Januar 2016

Ball des Sports: Feucht-prickelnde Ballnacht

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Ausgeschlafen ins Finale von Rio: Jan-Philip Glania.  Foto: imago/GEPA pictures

Die Deutsche Sporthilfe startet in Wiesbaden mit viel guter Laune ins olympische Jahr. Die Schwimmer scheuen das Tageslicht.

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Es gibt ja nicht wenige Leute in diesem unserem Lande, die der Meinung sind, der deutsche olympische Sport sei nicht erst seit der Olympia-Abneigung der Hamburger in einen Dornröschenschlaf verfallen. Wenn der Ball des Sports, so wie es sich der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Deutsche Sporthilfe Michael Illgner wünscht, ein leidenschaftlicher Weckruf sein soll, dann beginnt das olympische Jahr 2016 sport-politisch höchst unkorrekt. Am 5. Februar, einen Tag bevor Bundespräsident Joachim Gauck im Kurhaus in Wiesbaden den ersten Schritt auf dem Tanzparkett wagt, will es die olympische „Sport-Jugend“ in den pompösen Räumen einer nicht ganz unbekannten Sektkellerei ordentlich krachen lassen. Bei der von dem Schaumweinhersteller logistisch unterstützten Partynacht sollen nicht nur die Sektkorken knallen. Als Gute-Laune-Onkels sollen Jonas Reckermann und Julius Brink, die sich im Sand von London selbst eine bis heute unvergessliche Party gaben, für ein heißes Aufwärmprogramm sorgen. Die Beachvolleyball-Olympiasieger moderieren die Fete, bei der nicht nur prickelnde Getränke im Mittelpunkt stehen sollen.

„Feucht-fröhlich“ ist dann am Samstag, 6. Februar, auch das Motto, wenn ab 17.30 Uhr vor dem Kurhaus der Rote Teppich ausgerollt wird. Mitten im Ballsaal wird ein 25 Meter Schwimmbecken aufgebaut. Der Pool, in dem eine Legendenstaffel aus 50 Ausnahmesportlern einen Weltrekordversuch unternehmen will und in dem sich fünfeinhalb Stunden lang Sportler ein Langstreckenrennen liefern wollen, kann sehr gut als Wink mit dem Zaunpfahl verstanden werden. Seit Sydney 2000 gelten die Repräsentanten des Deutschen Schwimmverbandes als Sorgenkinder. Hohe Erwartungen sind durch magere Medaillenausbeute regelmäßig enttäuscht worden. Für Rio 2016 hat Bundestrainer Henning Lambertz die Latte für sein Perspektivteam schon mal nicht allzu hoch gehängt. Heißester Kandidat auf olympisches Edelmetall ist der Darmstädter Weltmeister Marco Koch. Außenseiterchancen räumt sich selbst nur Jan-Philip Glania ein. Der Fuldaer hat bei der gestrigen Pressekonferenz zum Ball des Sports in Wiesbaden deutlich gemacht, mit welch spezieller Herausforderung die Schwimmer an der Copacabana zu kämpfen haben.

Der US-amerikanische TV-Konzern NBC hat für die Rechte an den olympischen Leibesübungen bis 2020 genau 4,38 Milliarden Dollar auf den Tisch des Internationalen Olympischen Komitees gelegt. Dafür lässt NBC insbesondere die Schwimmer nach seiner Pfeife tanzen. Weil NBC die Medaillenjagd der US-amerikanischen Armada um Michael Phelps zu angenehmen Zeiten nach Hause übertragen will, werden die Medaillen in Rio zwischen 22 und 24 Uhr (ein und drei Uhr in Deutschland) vergeben. Glania, EM-Dritter von 2014, hat schon einmal eine olympische Übungseinheit eingelegt, um sich auf den Rio-Rhythmus vorzubereiten. Seit der angehende Zahnarzt seine Seepferdchen-Prüfung absolviert hat, schwamm er immer am frühen Abend um Medaillen. Jetzt hat er Nachmittags Vorläufe simuliert und kurz vor Mitternacht das Finale über 100 Meter Rücken nachgespielt. „Das ist gewöhnungsbedürftig, schon sehr komisch“, sagt der für die SG Frankfurt startende Athlet und sieht alles andere als glücklich aus. Die DSV-Riege wird wohl drei Wochen vor dem ersten Sprung ins Becken anreisen und sich dann voll den ungewohnten Startzeiten anpassen. „Vermutlich werden wir nicht viel Tageslicht sehen“, erinnert Glania daran, dass er nach deutscher Zeit wohl kaum vor vier Uhr ins Bett kommen wird.

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Echte Nachtschwärmer sollen auch die 1600 Ballgäste sein, die 1200 Euro zahlen, um bei einem der größten gesellschaftlichen Ereignisse dabei zu sein (100 Olympiasieger und Weltmeister sowie die Vorstände der meisten DAX-Unternehmen werden im Kurhaus erwartet) und damit den Spitzensport zu unterstützen. 750 000 Euro Erlös sind meist in der Kasse der Sporthilfe hängengeblieben.

Geringe Chancen Adel Tawil und den Disco Boys beim Ball des Sports zu lauschen, gibt es noch. Ein paar Karten sind noch zu haben. Dornröschens Schläfrigkeit muss zu Hause bleiben, dafür ist eine gewisse „Wasserfestigkeit“ mitzubringen.

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