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16. Januar 2013

Basketball Euroleague: Alba verpasst Überraschung

 Von Christian Schwager
Berlins Albert Mirales (r) und DaShaun Wood (M) spielen gegen Athens Marcus Banks. Foto: dpa

Basketball-Bundesligist Alba Berlin hat in der Top-16-Runde der Euroleague die vierte Niederlage im vierten Spiel kassiert. Der frühere deutsche Serienmeister unterlag dem 32-maligen griechischen Champion Panathinaikos Athen trotz einer starken Leistung mit 73:79 (39:45).

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Basketball-Bundesligist Alba Berlin hat in der Top-16-Runde der Euroleague die vierte Niederlage im vierten Spiel kassiert. Der frühere deutsche Serienmeister unterlag dem 32-maligen griechischen Champion Panathinaikos Athen trotz einer starken Leistung mit 73:79 (39:45).

Berlin –  

Der gestrige Abend hatte durchaus seine guten Seiten für die Basketballer von Alba Berlin. Fand jedenfalls ihr Trainer Sasa Obradovic nach dem 73:79 (39:45) in der Euroleague gegen Panathinaikos Athen. „Es gibt keinen Grund, der Mannschaft Vorwürfe zu machen“, sagte er. „Wir haben besser gespielt als in den Spielen zuvor, wir waren so dicht an einem Sieg wie bisher noch nicht in der zweiten Runde.“ Flügelspieler Nihat Djedovic meinte zur vierten Niederlage im vierten Spiel der Top 16: „Wir haben bewiesen, dass wir mithalten können.“ Am Ende gaben Details den Ausschlag – und eine Minute.

Dass die Gäste trotz finanzieller Einschnitte immer noch über einen deutlich höheren Personaletat verfügen als die Gastgeber, war den meisten der 8166 Zuschauern in der Arena am Ostbahnof sicher bekannt, aber auf dem Parkett nicht so klar zu erkennen. Zwar lag Alba bis zur 7. Minute 10:17 zurück, glich aber zur ersten Pause zum 23:23 aus. Im zweiten Viertel bot sich ein ähnliches Bild: Auf Rückstand (28:35, 14.) folgten Ausgleich und Führung (37:35, 18.). Alba hatte allerdings seine liebe Mühe mit den Griechen.

Die setzten ihre Distanzschützen immer wieder geschickt ein. Allen voran Jonas Maciulis, der in der ersten Hälfte drei Dreier unterbrachte und am Ende mit 28 Punkten bester Werfer der Begegnung war. Doch auch Alba gelang es, erfolgreich Unruhe zu stiften in der gegnerischen Defensive. So zog Djedovic sechs Fouls und kam auf 21 Zähler, womit er zum erfolgreichsten Schützen seines Teams avancierte. Djedovic genoss wieder das Vertrauen von Coach Obradovic, er spielte viel und engagiert.

Unter Druck

Vier Punkte Rückstand vor dem dritten Viertel ließen weiterhin alles offen. Hier gastierte keine Übermannschaft. Djedovic verkürzte nach einem zwischenzeitlichen 50:59 auf 56:59 (29.). Der 22 Jahre alte Bosnier war ein sicherer Schütze an diesem Abend. Ungünstig für Alba allerdings, dass Panathinaikos die Lasten in der Offensive breiter verteilen konnte; Maciulis wurde vor allem von Roko Ukic (14 Punkte) und James Gist (10) entlastet.

Ungünstig für die Berliner zudem, dass Spieler wie Zach Morley oder DaShaun Wood als Punktesammler diesmal keine Faktoren waren. Ungünstig schließlich, dass das Team unter Druck bei ablaufender Angriffszeit oft schlechte Entscheidungen traf und sich in der Athener Abwehr festrannte. „Wir hatten Abstimmungsprobleme, aber wir haben sie mit unserer Teamdefensive gelöst“, sagte Athens Trainer Argiris Pedoulakis. Das 56:65 vor dem Schlussdurchgang war die Konsequenz.

Es war Djedovic, der zur Mitte des letzten Viertels das 63:68 aus der Distanz erzielte, dem Deon Thompson das 65:68 folgen ließ. Der Außenseiter hatte den vermeintlichen Favoriten am Rande einer Niederlage. Der antwortete postwendend mit zwei Dreiern von Maciulis und James Gist (65:74, 37.). Das war die Schlüsselszene, wie Djedovic später fand. „Sie hatten eine Minute, um das Spiel zu gewinnen“, sagte er. „Gegen so eine Mannschaft müssen wir 40 Minuten lang am Limit spielen.“ Alba verkürzte zwar zum 73:77. Doch Marcus Banks stellte an der Freiwurflinie den Endstand her.

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