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24. Februar 2016

Blatter und Platini: Sperren für Blatter und Platini reduziert

Sperren reduziert: FIFA-Präsident Sepp Blatter und UEFA-Präsident Michel Platini.  Foto: AFP

Die FIFA-Berufungskommission hat die Sperren gegen "Blattini" nur um zwei Jahre reduziert, der Internationale Sportgerichtshof CAS seinen Segen für die Präsidentschaftswahl gegeben. Noch wichtiger ist dem Fußball-Weltverband aber die andere Abstimmung.

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Joseph S. Blatter und Michel Platini dürfen nicht kommen, der verzweifelte Versuch eines Chancenlosen ist gescheitert: Kurz vor dem wegweisenden Kongress des Fußball-Weltverbandes FIFA am Freitag sind zwei Störfeuer gestoppt. Der bitter nötige Neuanfang steht aber weiter auf der Kippe.
"Die ganze Welt blickt diese Woche auf uns", appellierte Interimspräsident Issa Hayatou (69) am Mittwoch eindringlich an die Verbände aus der ganzen Welt, die in Zürich die Weichen für die Zukunft stellen sollen. Wenige Stunden später stellte die FIFA-Berufungskommission klar: "Blattini" wird dabei keiner zu sehen bekommen.

Die zweite und vorletzte Instanz wies die Einsprüche der beiden einst mächtige Funktionäre gegen deren Sperren im Grundsatz zurück, Blatter und Platini bleiben für "sämtliche nationale und internationale Fußballtätigkeiten" gesperrt - wenn auch nur für sechs anstatt der von der Ethikkommission verhängten acht Jahre.

"Die Berufungskommission war der Auffassung, dass die Arbeit und die Dienste von Michel Platini und Joseph S. Blatter über die Jahre für die FIFA, die UEFA und den Fußball im Allgemeinen angemessen zu würdigen sind und sich strafmildernd auswirken sollten", teilte die FIFA mit. Die Berufung der ermittelnden Ethikkammer, die eine lebenslange Sperre beantragt hatte, wurde ebenfalls abgewiesen.


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Eine Schlappe vor Gericht erlebte am Mittwoch auch Präsidentschaftskandidat Prinz Ali bin Al Hussein (40), der die Wahl zumindest verschieben wollte. Sein Antrag dafür wurde aber vom Internationalen Sportgerichtshof CAS abgeschmettert - schnelle "provisorische Maßnahmen" wurden abgelehnt.

Der Prinz hatte beantragt, für die Abstimmung transparente Kabinen für die Vertreter der FIFA-Mitgliedsverbände installieren zu lassen. Bezahlt und nach Zürich geschafft hatte er sie offenbar schon. Die FIFA hatte den Vorstoß zuvor ebenfalls abgelehnt, dem Exekutivkomitee sind die umfangreichen Reformen ohnehin erst einmal wichtiger.

"Die Annahme dieser sendet ein starkes Signal und zeigt, dass wir zugehört haben und die erforderlichen Maßnahmen treffen, um das Vertrauen zurückzugewinnen und unsere Leistung zu verbessern", sagte der Hayatou nach der obligatorischen Sitzung des Exekutivkomitees mit dem früheren DFB-Präsidenten Wolfgang Niersbach (65). Am Mittwochmorgen, um kurz vor 9.00 Uhr, waren die hohen Herren in schwarzen Limousinen ins FIFA-Hauptquartier gefahren.

"Jede einzelne dieser Maßnahmen ist für die Zukunft der FIFA - und den Fußball weltweit - entscheidend. Wir rufen alle Mitgliedsverbände dazu auf, die Reformen diese Woche hier in Zürich voll zu unterstützen und sie danach zu Hause in ihrer Gesamtheit umzusetzen. Das ist unsere gemeinsame Verantwortung für den Fußball", fügte Hayatou an. Der Haken: Für die Verabschiedung braucht es die Dreiviertelmehrheit der 207 stimmberechtigten Verbände (Kuwait und Indonesien bleiben wohl suspendiert) - das ist eine Menge in der FIFA-Welt, in der viele Funktionäre vom alten System profitiert haben.

Erst wenn über Amtszeitbeschränkung, Gewaltenteilung und Co. entschieden wurde, wird dann, wahrscheinlich am Freitagnachmittag, der neue FIFA-Präsident gewählt - ohne Glaskabinen.

Neben Prinz Ali tritt UEFA-Generalsekretär Gianni Infantino aus der Schweiz (45), Scheich Salman bin Ibrahim Al Khalifa aus Bahrain (50), den Franzosen Jérôme Champagne (57) und Tokyo Sexwale (62/Südafrika) an. Im ersten Wahlgang benötigt der Sieger zwei Drittel der Stimmen. Danach genügt die absolute Mehrheit (über 50 Prozent). Infantino und der Scheich werden das Rennen unter sich ausmachen. (sid)

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