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30. Januar 2016

Bundesliga-Kommentar: Selbstschutz

 Von 
Pep Guardiola kann die angeblich schlechte Stimmung bei den Bayern nicht bestätigen.  Foto: dpa

Bei Bayern München geht wieder ein Maulwurf um. Dass Trainer Pep Guardiola wohl nicht mehr dagegen ankämpft, dient dem Selbstschutz. Ein Kommentar.

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Thomas Tuchel hat gestern zwei lustige Sätze formuliert, aber sie waren natürlich ernst gemeint. Erst hat der Trainer von Borussia Dortmund gesagt: „Die Bayern sind extrem hungrig.“ Und etwas später hat er noch hinzugefügt: „Wir sollten uns nicht dicker machen, als wir sind.“

Tuchel sprach natürlich vom Erfolgshunger und von einer fehlenden Fettleibigkeit, die sich aus dem Acht-Punkte-Rückstand zum Branchenführer aus München erklärt. Dort sind die unangenehmen Folgen allzu großen Hungers gerade Tagesthema. Pep Guardiola, der für seinen Presseauftritt am Freitag einen Rollkragenpullover wählte, was offenbar eher der atmosphärischen denn der witterungsbedingten Kaltfront geschuldet war, hat das nicht dementiert. Aus der Winterpause seien Spieler mit zwei, drei Kilo mehr gekommen, die Dicken hätten dann halt im Trainingslager mehr tun müssen.

Ganz so entspannt, wie der Katalane mühevoll vorgab, dürfte er die Angelegenheit in Wahrheit nicht beurteilen. Dass in dieser Woche Interna über zu viele Kilos auf den Hüften und zu viele Kurztrips an freien Tagen an die Öffentlichkeit gedrungen sind, ärgert den Fußballlehrer. Glaubt man seinen Worten, dann lässt er diesen Ärger nicht mehr in großartige Aufregung kanalisieren: „Ich habe schon gleich am Anfang hier gemerkt, dass aus Besprechungen am nächsten Tag etwas in der Zeitung steht. Das ist normal hier, ich kämpfe nicht mehr dagegen.“ Guardiolas Fatalismus, Maulwürfen unter seinen Profis nicht den Garaus machen zu können, dient dem Selbstschutz.


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"Stimmung ist gut"

Die vom Maulwurf diagnostizierte schlechte Stimmung kann der Trainer indes nicht bestätigen: „Die Stimmung ist richtig, richtig gut.“ Ohnehin, das wissen sie beim FC Bayern alle miteinander, kommt es letztlich nur auf den kollektiven Stimmungspegel am 28. Mai in Mailand an. Ohne Champions-League-Henkelpott in den Händen verließe der beste Trainer, der jemals hierzulande eine Fußballmannschaft gecoacht hat, Deutschland nämlich dennoch als Geschlagener.

Deshalb haben Guardiola und Sammer recht, wenn sie – offenbar nach Absprache mit Kapitän Philipp Lahm – nun via traditioneller Jahresauftakts-E-Mail ausdrücklich darauf hinweisen, dass an den wenigen freien Tagen, die sich inmitten der zahllosen englischen Wochen noch hineinquetschen lassen, Auswärtstrips angemeldet werden sollen. Wenn die Bayernbosse also bis zum Saisonschluss nach dem Motto „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“ handeln, dürften sie gute Gründe dafür haben. Gefeiert und geschlemmt werden kann dann ja Ende Mai noch ausgiebig.

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