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24. Oktober 2012

Champions League BVB gegen Real: 2:1 - Dortmund feiert Sieg über Real

 Von Daniel Theweleit
Dortmunds Marcel Schmelzer (li.) und Kevin Grosskreutz jubeln.  Foto: dapd

Borussia Dortmund entzaubert Real Madrid und feiert einen Sieg für die Geschichtsbücher. Mit einem verdienten 2:1 (1:1) stößt der deutsche Meister das Tor zum Achtelfinale der Champions League weit auf.

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Dortmund –  

Die Europapokalreisen von Real Madrid nach Deutschland ergeben eine Schreckensbilanz. Nur eines von nunmehr 24 Spielen konnten die Spanier auf deutschem Boden gewinnen. Diesmal setzte es ein 1:2 (1:1) bei Borussia Dortmund.

Die Mischung aus Willenskraft, spielerischen Fähigkeiten und strategischem Geschick, die den deutschen Klubfußball prägt, liege dem spanischen Meister einfach nicht, hatte Real-Trainer José Mourinho vor dem Spiel erklärt. Und genau diese Eigenschaften ermöglichten diesen Erfolg von Borussia Dortmund. Hochmotiviert war die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp, fußballerische Brillanz steckt ohnehin im Team, und Effizienz scheint der BVB langsam zu lernen.

Mourinho schätzt diese Art von Fußball. Auch deshalb gehört der in Spanien umstrittene deutsche Nationalspieler Sami Khedira zu den Lieblingen des exzentrischen Fußball-Lehrers. Insofern muss es ein Schock gewesen sein, als Khedira nach 20 Minuten mit einer Oberschenkelverletzung vom Platz humpelte.

Beste Phase des BVB

Was folgte, war die beste Phase des BVB in der ersten Halbzeit. Zwar gab es auch schon vorher ein, zwei Momente, in denen das Tor von Real-Kapitän Iker Casillas gefährdet war, doch erst als Khedira nicht mehr dabei war und stattdessen der schmächtige Luka Mordic mitwirkte, wurde der von vielen Gegnern so gefürchtete Pressingfußball des BVB auch für Real zum Problem.

Das 1:0 fiel nach einer Balleroberung genau in jenem Raum, den zuvor Khedira bearbeitet hatte. Kehl hatte einen furchtbaren Fehlpass von Innenverteidiger Pepe abgefangen, auf Robert Lewandowski weiter gespielt, der völlig unbehelligt vollenden konnte (36.). Der Jubelschrei war beeindruckend, und vielleicht waren es die heftigen Glücksgefühle, die in diesem Augenblick durch die Arena wehten, die für einige Augenblicke die Konzentration von Lukasz Piszczek störten.

Keine drei Minuten nach der BVB Führung löste sich jedenfalls Christiano Ronaldo im Rücken des Polen, wurde mit einem phantastische getimtem 40-Meter-Ball von Mesut Özil angespiet, und traf mit einem souveränen Lupfer über Roman Weidenfeller (38.) zum Ausgleich. Bis hatte die Viererkette aber gut gestanden. Nachdem Marcel Schmelzers von seiner Fußverletzung genesen war, konnte Trainer Jürgen Klopp ja wieder seine gewohnte Defensivformation aufbieten.

Der zweite Rückkehrer war Mario Götze, der in der 50. Minute eine wunderbare Möglichkeit zum 2:1 hatte. Angespielt von Piszczek kam er zwölf Meter vor dem Tor völlig unbedrängt an den Ball, aber seinem Schuss fehlte die Präzision. Es war nun ein hoch attraktives Spiel, temporeich und intensiv, beide Teams hatten Chancen. Casillas kratzte zwei gefährliche Standards von Marco Reus von der Line (51., 52.), Angel di Maria verfehlte das BVB-Tor mit einem feinen Schuss nur um Zentimeter (55.), bevor Schmelzer nach 64 Minuten eine Faustabwehr von Cassilas auf seinen starken linken Fuß bekam und mit einem tollen Schuss zum 2:1 traf (64.).

Gefürchteter Mourinho

Fast eine halbe Stunde blieb den Spaniern jetzt noch, zumindest den Ausgleich erzielen, sie verlagerten das Spiel mehr und mehr in die Hälfte des Deutschen Meisters, der aber großartig verteidigte und keine wirklich klare Chance zuließ. Es waren genau die Qualitäten die Mourinho so fürchtet, mit denen der BVB den kappen Sieg über die Zeit rettete.

Die wahre Standortbestimmung steht dem BVB aber trotz dieses großen Abends noch bevor. Am kommenden Samstag soll in Freiburg endlich der erste Auswärtssieg in der Bundesliga erspielt werden, im Ligaalltag liegt eine Serie von gerade einmal fünf Punkten aus den zurückliegenden fünf Partien hinter den BVB. Die Krise lauert auf nationalem Parkett, zumal die noch ausstehenden Begegnungen mit Ajax Amsterdam und Manchester City ohnehin von größerer Bedeutung sind als das dieser Festtag gegen den spanischen Rekordmeister. Zumindest, wenn man davon ausgeht, dass Real sich fürs Achtelfinale qualifiziert und die anderen drei um den zweiten freien Platz in der K.o.-Runde konkurrieren. Aber drei Punkte sind natürlich drei Punkte, und wenn sie gegen Real Madrid erspielt wurden, fühlen sie sich besonders gut an.

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