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10. Januar 2014

Coming-out Thomas Hitzlsperger: „Ist das eine Krankheit?“

 Von Ronny Blaschke
In manchen Stadien wird Flagge gezeigt.  Foto: imago

Für Thomas Hitzlsperger gibt es viel Lob. Nun muss sich erweisen, dass den Worten auch Taten folgen. Nur zwei von 21 Landesverbänden im DFB befassen sich mit Homosexualität.

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Gerd Liesegang hat viele Artikel gelesen, das Lob, die Anerkennung, die Bewunderung. Der Vizepräsident des Berliner Fußball-Verbandes freut sich über das Coming-out des ehemaligen Nationalspielers Thomas Hitzlsperger. „Jetzt haben wir ein Vorbild, das uns die Arbeit im Amateurfußball erleichtert. Aber die Probleme sind nicht automatisch gelöst.“ Liesegang erwähnt eine Tagung von Fußballfunktionären, die noch nicht lange zurückliegt. Ein Chef eines Landesverbandes habe gefragt: „Ist Homosexualität eine Krankheit?“ Ein anderer Verbandspräsident ergänzte: „Kann man das erben?“

Hitzlsperger wird gefeiert

Politiker, Spieler und Fans feiern den Schritt von Thomas Hitzlsperger als Meilenstein. Doch welche Auswirkung hat ein medial vorbereitetes Coming-out auf den Fußball? Auf einen Bereich fernab von Kameras, Reportern und Sponsoren, in dem künftige Profis einen wichtigen Teil ihrer Sozialisation erleben? Von den 21 Landesverbänden des Deutschen Fußball-Bundes pflegt nur der Berliner Fußball-Verband eine intensive Kooperation mit einem Lesben- und Schwulenverband. Die große Mehrheit der meist älteren Entscheidungsträger im Fußball hat sich mit dem Thema noch nicht beschäftigt. „Es ist wichtig, dass auch von unten ein Bewusstsein wächst“, sagt Gerd Liesegang.


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Im europäischen Vergleich hat die DFB-Spitze eine beachtliche Symbolpolitik zum Thema geleistet, findet der Sozialwissenschaftler und Fanforscher Gerd Dembowski. Der Verband hat 2009 ein Länderspiel gegen Finnland mit dem Kampf gegen Homophobie überschrieben, er hat schwul-lesbische Fanklubs unterstützt, eine Fachkonferenz in Hennef organisiert, zuletzt eine Broschüre mit Leitfragen an die Vereine verschickt. Und dennoch ist die Aufklärung kein Pflichtmodul von Schiedsrichter- oder Trainerschulungen. Dembowski: „Hitzlsperger schafft nun einen Anlass, diese Forderung voranzubringen.“

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Vereine und Verbände haben noch viel Arbeit zu leisten

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