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12. Oktober 2012

Deutschland - Schweiz: U21: Remis gegen starke Schweizer

 Von Jan Christian Müller
Kann nur hilflos mit den Schultern zucken: Deutschlands Trainer Rainer Adrion.Foto: dapd

Die deutsche U21 lässt im ersten Playoff-Spiel gegen die Schweiz kurz vor Schluss den Ausgleich zu. Nun steht die EM-Qualifikation auf der Kippe. Die DFB-Auswahl muss ohne Kirchhoff im Rückspiel gewinnen. Eine gute Nachricht gibt es jedoch - von außerhalb des Spielfelds.

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Leverkusen –  

Die beste Nachricht des Abends erreichte U21-Trainer Rainer Adrion nach dem späten Schweizer 1:1-Ausgleich im Playoff-Hinspiel um die EM-Qualifikation. Da erfuhr er, dass Boris Vukcevic nach seinem schweren Autounfall außer Lebensgefahr ist. Der Hoffenheimer hatte der deutschen Mannschaft während der gesamten Qualifikation angehört, die nun auf der Kippe steht. Denn den starken Schweizern reicht am Dienstag in Luzern ein 0:0, um sich für die EM-Endrunde nächsten Sommer in Israel zu qualifizieren.

Das ist aus deutscher Sicht umso ärgerlicher, weil Vukcevics Klubkollege Sebastian Rudy die Gastgeber am Freitagabend vor 7400 Zuschauern in Leverkusen in der 82. Minute per Foulelfmeter in Führung gebracht hatte. Zudem war der bis dahin hervorragende Schweizer Innenverteidiger Fabian Schär wegen einer Notbremse am Wolfsburger Sebastian Polter vom Platz gestellt worden.

Doch nicht Schär, sondern Jan Kirchhoff war später untröstlich. Der lange deutsche Innenverteidiger hatte in der 87. Minute ein Kopfballduell gegen Josip Drmic verloren, der zum 1:1 traf. „Das ist zu 99 Prozent mein Ding“, ärgerte sich der 22-Jährige, „und noch schlimmer ist, dass ich im Rückspiel gesperrt bin“. Kirchhoff hatte sich in der 58. Minute durch ein „überflüssiges Foul“ (Adrion) seine zweite Gelbe Karte im laufenden Wettbewerb eingehandelt. Ersatz in Kirchhoffs Qualität ist nicht im DFB-Kader zu finden. „Es tut mir wahnsinnig leid für die Mannschaft“, sagte der Mainzer.

Geplatzte Hoffnung auf Rode

Die Hoffnung, den Frankfurter Sebastian Rode nachnominieren zu können, muss Adrion aufgeben: „Rode liegt immer noch mit Mandelentzündung im Bett. Es bringt nichts, einen Spieler zu holen, der eine Woche lang flach gelegen hat.“ Kapitän Lewis Holtby, der vor dem Ausgleich einen entscheidenden Zweikampf verlor, hatte noch erklärt: „Es wäre super, wenn Rode zurückkäme.“ Auf dessen Position im defensiven Mittelfeld enttäuschte der Dortmunder Moritz Leitner.

Schwacher Applaus seitens der Mannschaft nach dem Remis.
Schwacher Applaus seitens der Mannschaft nach dem Remis.
Foto: dapd

Die Eidgenossen hatte sich den Punkt verdient. Hätte der Leverkusener Keeper Bernd Leno nicht zweimal stark gegen den überragenden Amir Abrashi von den Grashoppers Zürich abgewehrt, wäre die deutsche Elf nach einer Stunde in Rückstand geraten. Sebastian Jung von Eintracht Frankfurt, auf der rechten Abwehrseite erst nach der Pause stark, ärgerte sich dennoch: „Diesem späten Tor laufen wir jetzt hinterher, das darf nicht passieren, wir dürfen uns in Überzahl nicht so die Butter vom Brot nehmen lassen.“

Das DFB-Team droht zum zweiten Mal unter Adrion eine EM-Endrunde zu verpassen. Vor zwei Jahren war man als amtierender Europameister gescheitert. „Wir werden uns aufrappeln“, versprach Lewis Holtby kämpferisch. Der unglückliche Anführer hatte in der 93. Minute den Siegtreffer auf dem Fuß, doch er traf den Ball nicht richtig. „Das sind Chancen, die man eigentlich nicht liegenlassen darf“, gestand Holtby. Auf keinen Fall am nächsten Dienstag.

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