Die ehemaligen Frankfurter Ochs und Russ haben in der Fremde ernüchternde Erfahrungen gemacht und sind zu Randfiguren in Magaths System geworden. Chris hingegen verspürt mehr Lust als Leid
Sollte in Wolfsburg den rechten Flügel beleben: Patrick Ochs.
Foto: dpa
Sollte in Wolfsburg den rechten Flügel beleben: Patrick Ochs.
Foto: dpa
Beinahe zwei Stunden dauerte am Dienstag im Schneeregen die letzte Trainingseinheit dieses Jahres beim VfL Wolfsburg. Danach hat Felix Magath seine Mannschaft nach eigener Aussagen mit „besten Wünschen verabschiedet, nämlich sich zu verbessern und im neuen Jahr gut gelaunt und mit einer guten Fitness an den Trainingsstart zu gehen“. Vielleicht macht sich der eine oder andere über die Feiertage aber auch erst einmal Gedanken, was ihm im vergangenen Halbjahr widerfahren ist. Gerade die ehemaligen Profis von Eintracht Frankfurt, Patrick Ochs, Marco Russ und Christian Maicon Hening, genannt Chris, gehören ja zu jenen Kräften, die in einer wirren Wolfsburger Hinrunde wahre Wechselbäder durchliefen.
Fluch der Frankfurter
Nach dem Abstieg haben insgesamt 13 Profis im Sommer Eintracht Frankfurt verlassen - kaum jemand hat in der Fremde sein Glück gefunden.
Torwart Ralf Fährmann erkämpfte sich beim FC Schalke zunächst einen Stammplatz, erlitt dann aber einen Kreuzbandriss. Das gleiche Malheur passierte Maik Franz bei Hertha BSC.
Halil Altintop ist zwar Stammkraft bei Trabzonspor und erzielte auch ein Tor in der Champions League, ist aber eher als Mitläufer unterwegs.
Der abgefundene Ioannis Amanatidis hat noch keinen neuen Klub gefunden. Ganz tief fiel Martin Fenin (Energie Cottbus), der sich zu Depressionen und Alkoholsucht bekannt hat. (hel.)
Als erster aus dem Trio war Ochs verpflichtet worden – noch mitten im Abstiegskampf der Eintracht. Den Rotschopf hatte Magath schon zu Schalker Zeiten holen wollen, für fixe drei Millionen Ablöse ging das Geschäft über die Bühne. Doch bis heute hat es nicht den Eindruck, als sei der Flügelflitzer wirklich in der Autostadt angekommen. Der 27-Jährige machte elf Spiele, nur vier über die volle Distanz. Ochs wirkte fehlerhaft, mitunter übereifrig. Noch Ende November erklärte er: „Der VfL ist nicht nur eine Station, schließlich habe ich für vier Jahre unterschrieben.“ Und: „Ich schätze die authentische Atmosphäre.“ Wirklich? Immer öfter fuhr Ochs an freien Tagen heim nach Dreieich-Buchschlag, wo seine Lebensgefährtin Nina Christmann mit ihren Hunden weiterhin lebt. Seit dem zwölften Spieltag stand Ochs nicht mehr in der Startelf.
Fremdeln nach Tapetenwechsel
Wie unberechenbar Magath regiert, hat auch Russ (neun Einsätze, sechs von Beginn) erfahren. Der direkt nach dem Frankfurter Zweitliga-Auftakt in Fürth für drei Millionen Euro transferierte Profi, zuvor 15 Jahre für die Eintracht am Ball, fremdelte in neuer Umgebung erkennbar. Noch zu seiner Vorstellung hatte er verkündet: „Ich habe gemerkt, dass ich einen Tapetenwechsel brauche. Patrick musste mich nicht überzeugen.“
Ehemals Eintracht - und nun?
Bildergalerie ( 21 Bilder )
Ehemals Eintracht - und nun?
93 Pflichtspiele absolvierte Albert Streit für Eintracht Frankfurt. 2002/2003 hatte er maßgeblichen Anteil beim Aufstieg, 2006 (nach Wechseln zu Wolfsburg und Köln) wurde er bei der Eintracht zum Leistungsträger, der an die Tür zur Nationalmannschaft klopfte.
Foto: dpa
2007/08 wechselte Streit zu Schalke 04. Dort wurde er vom Training freigestellt. Im Herbst 2011 einigte er sich mit Schalke auf eine Abfindung. Zur Rückrunde 11/12 kehrt Streit wieder ins Profigeschäft zurück: Unter Ex-Trainer Friedhelm Funkel versucht Streit einen neuen Anlauf bei Alemannia Aachen.
Foto: Alex Kraus
Ioannis Amanatidis kam 2005 zur wiederaufgestiegenen Eintracht und wurde zur Führungsfigur. In 140 Pflichtspielen erzielte der langjährige Kapitän 42 Tore für die Eintracht.
Foto: REUTERS
Im Juli 2011 wurde sein Vertrag aufgelöst. Amanatidis bekam eine Abfindung, lebt jetzt in Zypern.
Foto: Alex Kraus
1991 begann die Verbundenheit von Patrick Ochs zur Eintracht. Der gebürtige Frankfurter durchlief sämtliche Jugendmannschaften der Eintracht.
Foto: dpa
Im Mai 2011, mitten im Abstiegskampf, gab der VfL Wolfsburg die Verpflichtung von Ochs bekannt. Der Außenverteidiger unterschrieb einen Vertrag bis 2015.
Foto: dpa
Ebenfalls Richtung Wolfsburg zog es Marco Russ. Genauso wie Patrick Ochs hat er sich unter Felix Magath bislang nicht dauerhaft empfehlen können - euphemistisch gesagt.
Foto: REUTERS
Vom Bankdrücker zum Star: Beim türkischen Erstligisten Gaziantepspor sorgte Cenk Tosun direkt nach seinem Wechsel in der Winterpause 2010/11 für Aufsehen. Der Offensiv-Allrounder erzielte zehn Tore in zwölf Spielen. Tosun gilt als Kandidat für die türkische Nationalmannschaft.
In Frankfurt sah das anders aus. Das talentierte Eigengewächs mit insgesamt zwölf Jahren Vereinszugehörigkeit kam über die Rolle als Bankspieler nie hinaus. 15 Minuten kickte Tosun in der Saison 09/10 für die Eintracht. Weil Trainer Skibbe nicht auf ihn baut, wechselte der damals 19-jährige Mann aus Wetzlar in die Türkei.
Foto: Michael Schick
Michael Fink spielte zwischen 2006 und 2009 bei der Eintracht. Im Januar 2008 erzielte er das Tor des Monats. Mindestens genauso interessant: Im DFB-Pokalviertelfinale traf Fink gegen Kickers Offenbach.
Foto: dpa
In der Saison 2009/10 wechselte Fink zu Besiktas Istanbul. Ein Jahr später lieh Borussia Mönchengladbach ihn aus. Im Sommer 2011wechselte Michael Fink zu Samsunspor.
Foto: dpa
Markus Pröll kam 2003 vom 1.FC Köln zur Eintracht. Verletzungen und Leistungsschwankungen bremsten ihn immer wieder aus.
Foto: dpa
Am 1. Mai 2010 absolvierte Pröll, dessen Vertrag nicht verlängert wurde, sein letztes Spiel für die Eintracht. Pröll war danach ein halbes Jahr ohne Verein, unterschrieb dann einen Vertrag bei Panionios Athen. Mittlerweile hat Pröll seine Karriere beendet. Er arbeitet als Spielerberater.
Foto: imago sportfotodienst
Leistungsträger, Kapitän, Hassfigur: Jermaine Jones hat bei der Eintracht einiges erlebt. Genau wie Streit gehörte auch er zu den Leistungsträger der Aufstiegsmannschaft 2004/2005.
Foto: dpa/dpaweb
Nach - mit Unterbrechungen - zwölf Jahren bei der Eintracht wechselte Jones 2007 zu Schalke 04. Auch wegen Verletzungen kam Jones selten zum Einsatz. Unter dem neuen Schalke-Trainer Stevens spielt er wieder. Sein Vertrag gilt bis 2014.
Foto: picture-alliance/ dpa
Von 2005 bis 2011 spielte Aleksandar Vasoski für Eintracht Frankfurt. Sein Vertrag wurde nicht verlängert. Im Spätsommer 2011 wechselte er zum griechischen Erstligisten AO Kavala.
Foto: REUTERS
Nikos Liberopoulos spielte zwischen 2008 und 2010 für die Eintracht, wechselte dann zum AEK Athen. Der 36-Jährige hat angekündigt seine Karriere zum Saisonende zu beenden.
Foto: dpa
Bi der Eintracht war Christian Maicon Hening, genannt Chris, gesetzt. Der Gladiator kam 2003 vom FC St. Pauli. Dass er in acht Jahren nur auf 145 Einsätze kam, lag an vielen Verletzungen.
Foto: dpa/dpaweb
Allein an der Bandscheibe wurde Chris zweimal operiert. In Frankfurt erwarteten manche das Karriereende, nachdem sein 2011 ausgelaufener Vertrag nicht verlängert wurde. Im Sommer 2011 wechselte er nach Wolfsburg und spielt dort wieder.
Foto: dpa
Sotirios Kyrgiakos kickt wieder in der Bundesliga. Der kopfballstarke, aber technisch limitierte Ex-Spieler von Eintracht Frankfurt (2006 bis 2008) wechselt zum VfL Wolfsburg.
Foto: dpa
Chris, Jones, Streit: Was wurde aus den ehemaligen Spielern von Eintracht Frankfurt? FR-Online gibt einen Überblick.
Foto:
dpa/dpaweb
Sport
Gruppe B
Fußball-EM 2012
Fußball
Fußball-EM 2012
Sport
Eintracht-Zwischenzeugnis 2011
Bildergalerie ( 29 Bilder )
Eintracht-Zwischenzeugnis 2011
Musterschüler: Pirmin Schwegler (17 Einsätze/0 Tore/ 5 Vorlagen): Kapitän, Stratege, rechte Hand des Trainers. Führungsspieler. Hielt fast als einziger ein konstant hohes Niveau, der wichtigste Spieler der Eintracht. Dreh- und Angelpunkt, bestimmt Tempo und Rhythmus der Mannschaft. Agiert in dieser Runde deutlich defensiver, stellt sich in den Dienst der Mannschaft, muss Löcher stopfen. Fällt deshalb für die Offensive weitgehend aus. Überqualifiziert.
Foto: E. Krieger
Zweite Reihe: Alexander Meier. (18/8/6): Schnellstarter. War zu Beginn der Runde sofort da, schoss entscheidende Tore, lieferte die Vorlagen. Vor dem Tor eiskalt, der torgefährlichste Mittelfeldspieler, Trainer Armin Veh schätzt den Langen ungemein, wollte ihn schon früher zu sich holen. Meier ist auch der Mann für die weiten Wege. Zuletzt hing er ein wenig durch. Wohl und Wehe der Eintracht hängen von seiner Torgefahr ab. Traf zuletzt am 23. Oktober − das sagt viel.
Foto: E. Krieger
Zweite Reihe: Sebastian Rode (19/1/3): Der Terrier. Hat sich zur Stammkraft gemausert, zuständig für Gift und Galle. Hat ein Löwenherz, auch spielerisch ordentlich. Läuft, so lange die maladen Knie ihn tragen. Müsste etwas ruhiger werden, mehr Struktur in sein Spiel bringen.
Foto: E. Krieger
Zweite Reihe: Mohamadou Idrissou (11/7/3): So einer fehlte der Eintracht: Selbstbewusst, mutig, aggressiv. Erzielte in seinen ersten drei Spielen fünf Tore, das erste sogar als linker Verteidiger. Ist bei Trainer Veh gesetzt, er spielt immer, selbst wenn er bisweilen Probleme mit dem Ball hat und eigentlich operiert werden müsste. Das geschah gestern in Bad-Soden. Den Eingriff hat er gut überstanden, am Freitag kommt er aus der Klinik.
Foto: E. Krieger
Zweite Reihe: Oka Nikolov. (16/0/0): In der Ruhe liegt die Kraft. Spielt eine solide Saison. Setzte sich früh und fast mühelos gegen seine Rivalen Kessler durch, macht kaum Fehler. Er tut der Mannschaft gut.
Foto: E. Krieger
Zweite Reihe: Benjamin Köhler. (18/5/5): So torgefährlich war der kleine Techniker lange nicht mehr − doch zuletzt hinkte auch er seiner Frühform weit hinterher. Das merkte man der ganzen Mannschaft an. In guten Zeiten ein halber Spielmacher. Vielleicht braucht er ein bisschen Druck von hinten, vielleicht fehlt ihm die Konkurrenz.
Foto: E. Krieger
Hinterbänkler: Sebastian Jung. Kommt einfach nicht in die Gänge. Er wirkt gehemmt, zurückhaltend. Wo ist seine Dynamik geblieben, sein Mut? Marschiert viel zu selten nach vorn, dazu ist sein Abschluss deutlich verbesserungswürdig. Stagniert in seiner Entwicklung. Kann froh sein, noch konkurrenzlos zu sein da hinten rechts.
Foto: E. Krieger
Hinterbänkler: Bamba Anderson. Licht und Schatten. Kopfball- und zweikampfstark, aber immer auch ein kleines Sicherheitsrisiko. Seine Pässe nach vorne könnten deutlich besser kommen, es sieht etwas unrund aus, wenn er am Ball ist. Ist im gegnerischen Strafraum völlig ungefährlich. Sah nur einmal die Gelbe Karte, bemerkenswert fair für einen Abwehrspieler. Auch er wurde gestern operiert, am Knie. Durfte das Krankenhaus schon wieder verlassen.
Foto: E. Krieger
Hinterbänkler: Karim Matmour. (17/3/2): Zwischen Baum und Borke. Kommt meist als Edeljoker ins Spiel. Da ist er sehr effektiv, seine drei Tore in letzter Minute bescherten der Eintracht fünf Punkte. Ist schnell im Spiel, aber selten von Anfang an dabei. Zuletzt vom Pech verfolgt: Erst der Cut am Auge nach einem Trainingsunfall, dann die blutende Platzwunde am Kopf im letzten Spiel in Hamburg. Die Pause kommt da gerade recht.
Foto: E. Krieger
Hinterbänkler: Theofanis Gekas (14/7/0): An ihm scheiden sich die Geister. Immerhin wieder sieben Tore, aber ein Teamplayer und Ballschlepper wird er nicht mehr. Wenn er wenigstens ein bisschen laufen würde. Muss zum Jagen getragen werden, das nervt Trainer Veh. Weiterhin gilt der Satz: Gekas spielt keinen Fußball, Gekas schießt Tore. Zukunft in Frankfurt: offen.
Foto: E. Krieger
Hinterbänkler: Constant Djakpa (18/1/3): Er bringt einen schier zur Verzweiflung. Oft vogelwild, unstet, ja wirr, selbst die Mitspieler wissen oft nicht, was der fröhliche Ivorer vorhat. Seine Flanken haben eine unglaubliche Streuung, nie weiß man, wo sie landen. Kann sich nicht lange konzentrieren, lässt seine linke Seite in der Defensive zu häufig offen. Macht aber mächtig Wind auf dem linken Flügel. Das ist eine Qualität, die man erst schätzen lernte, als Tzavellas mal randurfte.
Foto: E. Krieger
Hinterbänkler: Erwin Hoffer (16/5/2): Eine Wundertüte. Nie weiß man, was passiert. Hat einen Schuss wie ein Pferd, aber ihm fehlt zu oft die Übersicht, die Ruhe, auch die Sicherheit am Ball. Schnell wie der Wind, mannschaftsdienlich, legt auch gerne auf. Zum Stammspieler hat es der passionierte Angler nicht gebracht, dafür sind seine Leistungen zu schwankend. Akzeptiert sein Reservistendasein klaglos.
Foto: E. Krieger
Hinterbänkler: Thomas Kessler (4/0): Kam als Herausforderer vom FC St. Pauli, hatte anfangs die Nase vorn − und fiel auf selbige. Wollte zu viel, machte alle nervös, dummerweise auch den Trainer. Der nahm ihn nach nur zwei Spielen aus dem Tor, seitdem herrscht Ruhe. Zuletzt, gegen den Karlsruher SC, erwies er sich als seriöser Nikolov-Vertreter. Musste trotzdem wieder auf die Bank. Das war nicht anders zu erwarten.
Foto: S. Krieger
Blauer Brief: Gordon Schildenfeld (19/0/1): Kam vom österreichischen Meister Sturm Graz für eine Million Euro, dort trauert man ihm nach. Interpretiert seine Rolle als Innenverteidiger extrem sparsam. Setzt kaum Impulse im Spiel nach vorn. Erinnert manchmal an einen Libero ältester Schule. Ist nicht der Schnellste, steht auch nicht immer gut und verliert kurioserweise zu viele Kopfballduelle. Bekam zuletzt seine Abwehr nicht dicht. Vertrag bis 2014. Erstliga-Tauglichkeit ungewiss.
Foto: E. Krieger
Blauer Brief: Matthias Lehmann (14/0/1): War als Führungsspieler geholt worden, als Leader, als einer, der vorangeht. Ihm hallte ein Ruf wie Donnerhall voraus, er schien für die Aufgabe prädestiniert. Genau der richtige Mann für die schwere Mission Aufstieg, dachten viele. Inzwischen entzaubert, nur noch Ersatz. Schaffte es nicht, an seine Leistungen bei St. Pauli anzuknüpfen. Ist selbst mit seinen Auftritten in Frankfurt unzufrieden. Wird im neuen Jahr einen neuen Anlauf nehmen.
Foto: S. Krieger
In die Ecke gestellt: Caio (5/0/0): Eigentlich ein ganz trauriges Kapitel. Der Brasilianer kann im Prinzip so viel, nur zeigt er es nie. Auch der vierte Trainer hat keine Verwendung für ihn. Caio ist gescheitert. Er wird den Verein verlassen, spätestens im Sommer. Er wird eingehen in die Annalen − als eines der teuersten Missverständnisse der Vereinsgeschichte.
Foto: S. Krieger
In die Ecke gestellt: Georgios Tzavellas (2/0/0): Hat es sich mit Trainer Veh verscherzt. Brauchte nach seinem Kreuzbandanriss lange, um den Anschluss wiederzufinden. War lange nicht fit, trug einige Kilo zu viel mit sich herum. Von Veh dafür angezählt. Kämpfte sich zurück, patzte schwer in München und ließ sich dann hängen. Seitdem nicht mehr im Kader. Kann gehen. Schon im Winter.
Foto: S. Krieger
In die Ecke gestellt: Rob Friend (6/1/0): Dumm gelaufen. Auf den letzten Drücker aus Berlin geholt für den Notfall, doch der Stoßstürmer darf nie ran, selbst im Notfall nicht. Hat sich nichts zuschulden kommen lassen, schiebt stets Zusatzschichten, hat getroffen, als er einmal spielen durfte, gleich im ersten Spiel. Seitdem Lückenbüßer. Schiebt Frust.
Foto: S. Krieger
In die Ecke gestellt: Ümit Korkmaz (8/1/1): Tritt auf der Stelle, den Durchbruch hat er nie geschafft. Zu hibbelig, zu unstet, viel Einsatz, wenig Ertrag. Der Vertrag läuft im Sommer aus, dann wird er wohl in die österreichische Heimat zurückkehren. Könnte auch jetzt schon gehen.
Foto: S. Krieger
In die Ecke gestellt: Ricardo Clark (1/0/0): Altlast. Ohne Chance, nicht mal gut genug für Liga zwei, folglich auch so gut wie nie im Kader. Hat noch einen Vertrag bis 2013. Sucht händeringend einen neuen Verein.
Foto: S. Krieger
Gastschüler: Stefan Bell (2/0/0): Mit viel Vorschusslorbeeren bedacht, doch anfangs nicht wettbewerbsfähig. Steigerte sich erheblich, ist nah dran an der Mannschaft, aber selten dabei.
Foto: S. Krieger
Gastschüler: Dominik Schmidt (1/0/0): Verspielte mit zu forschem Auftreten gleich viel Kredit. Sollte sich in der U 23 bewähren, was ihm misslang. Chancenlos.
Foto: Huebner
Gastschüler: Habib Bellaid (0/0/0): Hat mal 2,5 Millionen Euro gekostet, sollte mal eine gute Spieleröffnung haben, soll ein Perspektivspieler gewesen sein, soll den Anschluss geschafft haben. Man weiß es nicht: Er spielt ja nie.
Foto: S. Krieger
Gastschüler: (0/0/0): Trainiert ganz gut, spielt aber nie, zumindest nicht bei den Profis. Muss woanders sein Glück versuchen.
Foto: S. Krieger
Gastschüler: Marco Alvarez (0/0/0): Spielt auf Bewährung. Darf aber nur in der U23 ran. Dort durchwachsen. Auch er sollte sich einen neuen Klub suchen.
Foto: S. Krieger
Gastschüler: Marco Russ (1/0/0): Ihm reichte das erste Saisonspiel zum Aufstieg in die erste Liga, verteidigt ab und zu für viel Geld in Wolfsburg − beim VfL unglücklich.
Foto: Bongarts/Getty Images
Gastschüler: (1/0/0): Tragisch. Suchte gezwungenermaßen sein Glück im Sommer in Cottbus, doch die Krankheit holte ihn ein. Erholt sich in seiner Heimat. Comeback als Profi? Offen.
Foto: S. Krieger
Es fehlte entschuldigt: Sonny Kittel (0/0/0): Erster Neuzugang. Hat seinen Kreuzbandriss auskuriert. Im Trainingslager in Katar dabei. Will es wieder wissen.
Foto: S. Krieger
Zwischenzeugnis zur Winterpause. Thomas Kilchenstein und Ingo Durstewitz verteilen Noten.
Foto:
dpa
Sport
Gruppe B
Fußball-EM 2012
Fußball
Fußball-EM 2012
Sport
Die Eintracht im Jahr 2011: Ein Blick zurück
Bildergalerie ( 85 Bilder )
Die Eintracht im Jahr 2011: Ein Blick zurück
2011 war auch ein Jahr des Umbruchs. Kapitän Ioannis Amanatidis wurde rausgeworfen.
Foto: S. Krieger
Wir lassen das lange sehr schmerzhafte Jahr 2011 für Eintracht Frankfurt Revue passieren.
Foto: E. Krieger
Im ersten Heimspiel des Jahres 2011 setzt es gegen Hannover eine herbe 0:3 Klatsche. Noch hält das jeder bei der Eintracht für einen Ausrutscher.
Foto: E. Krieger
30.01.2011: Zweite Heimniederlage, wieder kein Sieg, wieder kein Tor. Eintracht Frankfurt - Mönchengladbach 0:1.
Foto: E. Krieger
Auch Martin Fenin, einst Hoffnungsträger für die Zukunft, scheitert an der Gladbacher Abwehr.
Foto: E. Krieger
12. Februar 2011. In der Vorsaison hatte es in Leverkusen bereits nach 11 Minuten 0:3 gegen die Eintracht gestanden.
Foto: E. Krieger
Auch im eigenen Stadion ist gegen die Werkself nichts drin. Endstand: 0:3. Wieder kein Tor. Die Eintracht rutscht auf Tabellenplatz 12 ab.
Foto: E. Krieger
18.02.2011: Auswärtsspiel in Nürnberg. Die Fans beginnen unruhig zu werden.
Foto: S. Krieger
Auch der Einsatz von Maik Franz kann eine weitere Niederlage nicht verhindern. Kein Tor erzielt, drei gefangen.
Foto: S. Krieger
27.2.2011, 24. Spieltag, Heimspiel gegen Stuttgart. "Wacht endlich auf". Trainer Skibbe gerät immer mehr in die Kritik.
Foto: S. Krieger
Das Spiel endet 0:2. Wenn Gekas nicht trifft, trifft niemand bei der Eintracht. Die Eintracht rutscht auf den 13. Tabellenplatz ab. Bis zum Relegationsrang sind es nur noch drei Punkte.
Foto: S. Krieger
5. März 2011: Mehr als ein normales Heimspiel. Das Traditionsduell gegen Kaiserslautern.
Foto: E. Krieger
In der ersten Halbzeit passiert nichts ...
Foto: E. Krieger
... in der zweiten Halbzeit passiert nichts.
Foto: E. Krieger
Das Spiel endet 0:0. Nur auf den Rängern lodert ein wenig das Feuer.
Foto: E. Krieger
Theofanis Gekas hat nicht nur weiterhin Ladehemmung - er verweigert bei seiner Auswechslung auch den Handschlag.
Foto: S. Krieger
19. März 2011: Im Spiel gegen St. Pauli geht es für Michael Skibbe um alles. Gegen den Abstiegskandidaten muss endlich ein Sieg her.
Foto: E. Krieger
Im Tor der Hamburger Thomas Kessler, der zur neuen Saison zur Eintracht wechseln wird.
Foto: E. Krieger
Der Brasilianer Chris ist - mal wieder - verletzt. Auch ein Grund für das schlechte Abschneiden in der Rückrunde.
Foto: E. Krieger
Eintracht Frankfurt kann noch gewinnen. Das schwache Spiel endet 2:1.
Foto: E. Krieger
23. März 2011: Eintracht Frankfurt zieht Konsequenzen. Trotz des Sieges gegen St. Pauli wird Christoph Daum als Retter vorgestellt.
Foto: S. Krieger
Das erste Training unter dem Motivator sehen 2000 Kiebitze vor Ort - und es wird live im hessischen Fernsehen übertragen. Zu diesem Zeitpunkt ist die Eintracht 14. - drei punkte trennen sie von einem Relegationsplatz.
Foto: S. Krieger
8. April 2011. Heimpremiere für Christoph Daum. Die Fans sind skeptisch.
Foto: E. Krieger
Talent Sonny Kittel und ...
Foto: E. Krieger
... Theofanis Gekas lassen im Spiel gegen Bremen teils beste Chancen aus.
Foto: E. Krieger
Nur Martin Fenin trifft. Endstand: 1:1.
Foto: E. Krieger
Der gesperrte Kapitän Patrick Ochs ist derweil auf dem Absprung nach Wolfsburg.
Foto: E. Krieger
23. April 2011: Gutes Spiel gegen Bayern München.
Foto: S. Krieger
Dass es am Ende "nur" zu einem 1:1 reicht ...
Foto: S. Krieger
... liegt auch daran, dass Gekas glasklare Torchancen nicht nutzen kann.
Foto: S. Krieger
30.04.2011: Im nicht ganz unwichtigen Derby gegen Mainz fehlt Abwehrrecke Maik Franz.
Foto: S. Krieger
Christoph Daum ist vor dem Spiel optimistisch.
Foto: S. Krieger
Die Ernüchterung kommt bald: Schon zur Halbzeit liegt Eintracht Frankfurt mit 0:3 zurück.
Foto: S. Krieger
Sebastian Jung im Spiel gegen Mainz 05.
Foto: E. Krieger
Patrick Ochs, scheidender Kapitän, stemmt sich vergebens gegen die Niederlage. Macht Platz 16, erstmals auf einem Relegationsplatz, Vorsprung auf Gladbach nur noch zwei Punkte.
Foto: E. Krieger
Am Ende steht fest: Im nächsten Heimspiel gegen Köln muss ein Sieg her, sonst ist die Eintracht so gut wie abgestiegen.
Foto: E. Krieger
07.05.2011: Im Heimspiel gegen Köln geht es um den Verbleib in der ersten Liga.
Foto: E. Krieger
Am Ende aber steht es 0:2. Die Eintracht bleibt mal wieder ohne Tor.
Foto: E. Krieger
Dann brechen die Fans ein Tabu: Es wird im eigenen Stadion gezündelt.
Foto: E. Krieger
Werbebanden und eine teure Filmkamera gehen zu Bruch.
Foto: S. Krieger
Am Ende ist fast jedem klar: ...
Foto: S. Krieger
... nur ein Wunder könnte die Eintracht noch retten. Das Wunder bleibt aus. Die Eintracht verliert bei Meister Dortmund und steigt - mal wieder - ab.
Foto: E. Krieger
Nach der Saison kommt es noch zu Trennungen. Der Vorstandsvorsitzende Heribert Bruchhagen ...
Foto: S. Krieger
... wirft den langjährigen Kapitän Ioannis Amanatidis raus. Der Grieche wird mit einer Abfindung freigestellt.
Foto: S. Krieger
Neustart: In der zweiten Liga tritt Eintracht Frankfurt mit neuer sportlicher Leitung an. Bruno Hübner wird Sportdirektor und holt ...
Foto: S. Krieger
... Armin Veh als Trainer. Zielsetzung ganz klar: Sofortiger Wiederaufstieg.
Foto: S. Krieger
Das erste Heimspiel der Saison muss wegen der Ausschreitungen im Spiel gegen Köln vor teilweise leeren Rängen stattfinden.
Foto: E. Krieger
Das Spiel gegen St. Pauli endet 1:1.
Foto: E. Krieger
Torschütze für die Eintracht: Alexander Meier.
Foto: E. Krieger
15:08.2011: Das Bild täuscht. Im Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf wollen 42000 Zuschauer endlich mal wieder einen Heimsieg ihrer Mannschaft sehen.
Foto: E. Krieger
Am Ende gibt es aber wieder nur ein Unentschieden. Die Partie geht 1:1 aus.
Foto: E. Krieger
Eintracht-Maskottchen Attila schaut Richtung Bornheim.
Foto: E. Krieger
Das Auswärtsspiel gegen den FSV Frankfurt findet vor heimischer Kulisse in der WM-Arena statt.
Foto: E. Krieger
Das Spiel ist auf dem Platz ähnlich einseitig wie auf den Rängen.
Foto: E. Krieger
Die Eintracht gewinnt mit 4:0 gegen den FSV.
Foto: E. Krieger
28. August 2011: Dass das Spiel gegen Paderborn eine Begegnung zweier Teams auf Augenhöhe sein wird, ahnt zu diesem Zeitpunkt noch niemand.
Foto: E. Krieger
Die Westfalen sind die Überraschungsmannschaft der Hinrunde.
Foto: E. Krieger
Die Fans der Eintracht warten vergeblich auf ein Tor.
Foto: E. Krieger
Wieder kein Heimsieg. Die Partie endet 0:0.
Foto: E. Krieger
16. September 2011. Immer ein Riskospiel - die Eintracht gegen Rostock
Foto: E. Krieger
Der Nebel kommt nicht vom Wetter.
Foto: E. Krieger
Schon in der zweiten Spielminute trifft Mo Idrissou.
Foto: E. Krieger
Endlich geschafft. Der erste "echte" Heimsieg der Saison.
Foto: E. Krieger
14. September 2011. Heimspiel gegen Union Berlin.
Foto: E. Krieger
Jetzt läuft's. Die Hauptstädter werden mit 3:1 geschlagen.
Idrissou geht diesmal leer aus.
Foto: E. Krieger
23. Oktober 2011: Souveräner 3:0 Erfolg über den MSV Duisburg.
Foto: S. Krieger
Unter den Torschützen: Der Österreicher Erwin "Jimmy" Hoffer
Foto: S. Krieger
26. Oktober 2011. Im DFB-Pokal gegen Kaiserslautern
Foto: E. Krieger
Bis kurz vor Ende der Verlängerung steht es torlos 0:0.
Foto: E. Krieger
Kurz vor Schluss erzielt Kaiserslautern den Treffer. Die Eintracht scheidet aus dem Pokal aus.
Foto: E. Krieger
Randale im und ums Stadion gehören inzwischen bei diesen Partien zur Tagesordnung.
Foto: S. Krieger
20. November 2011: Eintracht Frankfurt spielt gegen Alemannia Aachen.
Foto: E. Krieger
In einer denkwürdigen Partie setzen sich die Gastgeber mit 4:3 durch.
Foto: E. Krieger
Den entscheidenden Treffer erzielt Karim Matmour erst Sekunden vor Schluss.
Foto: E. Krieger
Außer Spesen nichts gewesen. Am 26. November verliert Eintracht Frankfurt in München. Eine beeindruckende Serie von 15 Spielen ohne Niederlage endet damit.
Foto: S. Krieger
Schon nach ein paar Sekunden gerät man durch einen Fehler von Tzavellas in Rückstand. Endergebnis: Sechzig 2, Eintracht 1.
Foto: S. Krieger
3. Dezember 2011: Eintracht Frankfurt besiegt den KSC mit 2:0.
Foto: E. Krieger
Fazit gegen Karlsruhe: schwach gespielt und trotzdem klar gewonnen.
Foto: E. Krieger
12. Dezember 2011. Das letzte Heimspiel des Jahres gegen Greuther Fürth.
Foto: E. Krieger
Gegen den Rivalen um den Aufstieg reicht es am Ende nur zu einem 0:0.
Foto: E. Krieger
Am Ende steht - durch die Auswärtsniederlage in St. Pauli - "nur" Platz drei. Die Eintracht überwintert auf dem Relegationsplatz.
Foto: E. Krieger
2011 - für Eintracht Frankfurt ein Jahr wie auf der Achterbahn. Vom Europa League-Anwärter mit Ambitionen in der ersten Liga zum Absteiger und "Randalemeister".
Foto:
E. Krieger
Sport
Gruppe B
Fußball-EM 2012
Fußball
Fußball-EM 2012
Sport
Eintracht-Abschlusszeugnis der Pleite-Saison 2010/2011
Bildergalerie ( 29 Bilder )
Eintracht-Abschlusszeugnis der Pleite-Saison 2010/2011
Zweite Reihe - Sebastian Rode (11 Einsätze/2 Tore): Der Rohdiamant, gar „ein Juwel“ (Daum). Er ging vorneweg, als sich die anderen verdrückt hatten. Mit 20 Jahren. Ein Energiebündel, ein Antreiber, der keine Furcht kennt. Noch dazu ein intelligenter Bursche. Ihm gehört die Zukunft, er muss ein Eckpfeiler im neuen Gebilde werden.
Foto: dapd
Hinterbänkler - Sebastian Jung (33/0): Wurde mit der allgemeinen Verunsicherung ein bisschen weggespült. Lange nicht mehr so souverän wie sonst, auch ihm rutschte das Herz häufiger mal in die Hose. Aber immer noch besser als viele, viele andere im Team. Wird mit Werder Bremen in Verbindung gebracht. Wird die Eintracht ihn halten können?
Foto: dpa
Hinterbänkler - Ralf Fährmann (15/0): Verlor einige Spiele (gegen Stuttgart, in Schalke, in Hoffenheim) ganz alleine. Stabilisierte sich aber, als er mehr Spielpraxis bekam. Zeigte zuletzt fast schon herausragende Leistungen. Die Eintracht will ihm ein Angebot für die zweite Liga machen. Aber es ist zweifelhaft, dass er es annehmen wird.
Foto: dpa
Hinterbänkler - Marco Russ (31/1): Er versuchte es zumindest, er stemmte sich gegen das Unheil, manches Mal schändlich alleine gelassen. Hat sich zum Wortführer entwickelt. Muss der neue Abwehrchef werden.
Foto: dpa
Hinterbänkler - Maik Franz (23/0): Der Einpeitscher fehlte verletzt, gerade in der entscheidenden Phase. Das war ein Schlag ins Kontor. Hätte der Mannschaft mit seiner impulsiven Art helfen können. Musste tatenlos zusehen. Dieses Mal auch kein Tor, in der vergangenen Runde waren ihm sechs Treffer gelungen. Stieg wieder ab, wie schon mit Karlsruhe. Wird gehen, wohl nach Berlin.
Foto: dpa
Hinterbänkler - Benjamin Köhler (30/2): Konnte einem fast schon leidtun, wurde immer dahin geschoben, wo er gebraucht wurde. Lange Zeit linker Verteidiger, das ist nicht seine Position. Spielte es aber klaglos, und oft auch nicht so schlecht. Zu Unrecht immer wieder der Buhmann bei den Fans.
Foto: dpa
Hinterbänkler - Oka Nikolov (20/0): Ordentlich Hinserie, in der Rückrunde schwächelte er, etwa in Nürnberg (0:3), ehe er aus dem Tor verbannt wurde. Wird in der zweiten Liga wohl wieder gebraucht − muss mit 37 dann aber auch nicht mehr unbedingt erste Wahl sein.
Foto: dpa
Sitzenbleiber - Pirmin Schwegler (32/1): Tiefer Fall des Schweizer Nationalspielers. In der Hinserie Musterschüler, dann kündigte er an, seinen Vertrag nicht vorzeitig zu verlängern − und stürzte brutal ab. Versteckte sich, spielte nur noch Alibi. An der Verantwortung, die er sich aufbürdete, quasi zerbrochen.
Foto: dpa
Sitzenbleiber - Patrick Ochs (29/2): Siehe Schwegler. Das Gesicht der Krise. Flirtete permanent mit Felix Magath (erst Schalke, dann Wolfsburg), das warf ihn aus der Bahn. Nicht mehr wiederzuerkennen, spielte seine Stärken, Dynamik und Schnelligkeit, nicht aus, zauderte und zögerte. Verlässt das sinkende Schiff gen Wolfsburg.
Foto: dpa
Sitzenbleiber - Alexander Meier (24/2): Wo ist der alte Alex Meier geblieben? Der, der zehn Tore erzielte und etliche vorbereitete. Stand völlig neben sich, schwerfällig, träge, ohne Inspiration und Kreativität. Wird in der zweiten Liga aber gebraucht.
Foto: dpa
Sitzenbleiber - Georgios Tzavellas (25/1): Nervende Theatralik, ständiges Gemecker, musste mit seinem Berater deshalb zweimal bei Boss Bruchhagen antanzen − genutzt hat es nichts. Noch schlimmer: Seine Spielweise, nur Langholz auf Gekas. Immerhin mit einem Bundesligarekordtor aus 73 Metern.
Foto: dpa
Sitzenbleiber - Martin Fenin (24/1): Konnte kaum auf sich aufmerksam machen, mit ganz, ganz wenigen guten Spielen. Vielleicht ist die zweite Liga seine Kragenweite.
Foto: dpa
Sitzenbleiber - Caio (27/1): Wurde immer schwächer, spulte sein Pensum, nahezu teilnahmslos wirkend, herunter, als ginge ihn das alles nichts an. Lethargisch, träge, schlapp. Wurde den Anforderungen der Bundesliga nie gerecht.
Foto: dpa
Sitzenbleiber - Theofanis Gekas (34/16): Machte alle Spiele, traf anfangs nach Belieben. Später fast gar nicht mehr. Versiebte dutzendweise Großchancen. Wenn er nicht traf, spielte die Eintracht mit einem Mann weniger. Lief nicht, kämpfte nicht, machte nicht mit. Die Mitspieler lästerten hinter vorgehaltener Hand schon lange über den Eigenbrötler. Stieg zum zweiten Mal binnen eines Jahres ab. Hat eine Ausstiegsklausel im Vertrag, wird sich wohl erneut verändern.
Foto: dpa
Sitzenbleiber - Halil Altintop (34/0): Machte alle Spiele, schoss als Offensiver kein einziges Tor. Schlechter geht es kaum. Spielte nur zurück oder quer, völlig von der Rolle. Soll mal in Kaiserslautern 20 Tore geschossen haben. War vielleicht doch sein Bruder.
Foto: dpa
Zu viele Fehlstunden - Ioannis Amanatidis (19/0): Spielte in der Rückrunde so gut wie keine Rolle, kaltgestellt. Erst von Skibbe, dann von Daum. Will in der zweiten Liga bleiben. Ob der Stürmer, dem durch schwere Verletzungen ein Teil seiner Athletik abhandengekommen ist, auch bleiben darf?
Foto: dpa
Zu viele Fehlstunden - Marcel Heller (10/0): Nicht einmal Mitläufer. Wenn er mal ran durfte, enttäuschte er. Hat einfach nicht die Klasse für die Bundesliga. Wird weiterziehen.
Foto: dpa
Zu viele Fehlstunden - Aleksandar Vasoski (11/0): Nicht mehr der Alte nach zwei schweren Knieoperationen, läuft seitdem unrund. Hat von seiner Schnelligkeit eingebüßt, kaum mehr tauglich für die Bundesliga. Hielt sechseinhalb Jahre lang die Knochen für die Eintracht hin, erhält keinen neuen Vertrag.
Foto: dpa
Zu viele Fehlstunden - Ricardo Clark (11/0): Kam kaum zum Einsatz, oft verletzt, Jochbeinbruch, Faserrisse. Kam nie wirklich ins Rollen. Hat einen Vertrag für die zweite Liga. Ob er auch bleibt?
Foto: dpa
Zu viele Fehlstunden - Chris (7/2): Der Kapitän, der Leitwolf, die Führungskraft, „der Gladiator“ (Skibbe). Mit ihm, diese These sei gewagt, wäre die Eintracht nie und nimmer abgestiegen. Liegt nach einer Bandscheiben-OP auf Eis. Ob er jemals wieder als Profi auflaufen kann, ist ungewiss. Sagte dennoch, er wolle nicht mit in die zweite Liga. Die Eintracht will ihn halten und hofft, dass er gesund wird und gesundbleibt. So geht das schon seit Jahren so. Na ja.
Foto: dpa
Austauschschüler - Sonny Kittel (8/0): Was für ein erstes Profijahr! Oft im Kader, spielte erstmals gegen die Bayern von Anfang an, da wurde ihm die Grenze aufgezeigt, kämpfte sich wieder ran, machte gegen Bremen ein richtig gutes Spiel. Dann riss das Kreuzband im Knie, Saisonende, und dann der Abstieg. Ihm gehört die Zukunft, muss erst wieder gesund werden.
Foto: dpa
Austauschschüler - Kevin Kraus (1/0): Ein Spiel, gegen Hannover, 0:3 verloren, unauffälliger Auftritt. Dürfte in Liga zwei mehr Spielpraxis bekommen.
Foto: JAN HUEBNER
Austauschschüler - Julian Dudda (1/0): Von Christoph Daum urplötzlich aus dem Hut gezauberter A-Jugendspieler, ein Spiel, gegen Köln, 0:2 verloren. Dürfte in Liga zwei mehr Spielpraxis bekommen.
Foto: JAN HUEBNER
Austauschschüler - Marcel Titsch-Rivero (1/0): Er schaffte es in die Bundesliga-Annalen. Mit dem schnellsten Platzverweis in der Geschichte der Liga, am Samstag beim Abstieg in Dortmund. Konnte nichts dafür. Muss das schnell verarbeiten.
Foto: dpa
Schulabbrecher - Ümit Korkmaz (2/0): Steigt vielleicht mit dem VfL Bochum auf. Dann käme er nicht zurück. Hat in Frankfurt zudem eine Ausstiegsklausel.
Foto: dpa
Schulabbrecher - Markus Steinhöfer (4/0): Ist glücklich beim FC Basel, spielt dort um die Meisterschaft. Machte sein letztes Spiel beim 0:4 gegen Hoffenheim, da musste er im zentralen Mittelfeld spielen. Drückte der Eintracht bis zuletzt die Daumen
Foto: dpa
Schulabbrecher - Marcos Alvarez (o/o): Ging im Winter zu den Amateuren von Bayern München. Setzte sich dort nicht durch. Stieg mit ihnen ab.
Foto: dpa
Schulabbrecher - Nikola Petkovic (1/0): Kickte ein halbes Jahr in Dschidda in Saudi-Arabien. Steht am 7. Juni wieder auf der Matte. Hat ja immer noch einen Vertrag in Frankfurt.
Foto: dpa
Musterschüler - Cenk Tosun (13 Einsätze/10 Tore): Aber nicht für die Eintracht, für Gaziantepspor in der Türkei. Und für die war der Stürmer ein Volltreffer, er legte noch fünfmal auf, schoss im Pokal gegen Galatasaray zwei weitere Tore und steigerte seinen Marktwert auf sechs, sieben Millionen Euro. Bei der Eintracht von Ex-Trainer Michael Skibbe vergrault. Die Eintracht ließ ihn für die lächerliche Summe von 550000 Euro ziehen. Das ist nahezu grotesk.
Foto:
Michael Schick
Sport
Gruppe B
Fußball-EM 2012
Fußball
Fußball-EM 2012
Sport
Doch wie Ochs mutierte Russ zur Randfigur. Der 26-Jährige vermittelte weder Stabilität noch Souveränität, landete bald auf der Bank, bisweilen auf der Tribüne. Der aus Hanau stammende Russ wurde – noch hinter Panikeinkauf Sotirios Kyrgiakos und Novize Bjarne Thoelke − bei den Innenverteidigern zeitweise zum fünften Rad am Wagen. Ausgerechnet zum Hinrunden-Kehraus beim 1:0-Kraftakt gegen Stuttgart gelang die Wiederauferstehung: Mit Alexander Madlung verteidigte Russ solide und erhielt sogar ein Sonderlob vom VW-Vorstandsvorsitzenden Martin Winterkorn. „Mich stimmt zuversichtlich, dass sich Madlung und Russ gefunden habe“, sagte der Mann, der am Mittellandkanal als Einziger noch mächtiger ist als Magath.
Der wiederum hat in seiner Bilanz Chris zu seinen wenigen Lichtblicken gerechnet, „er hat sich positiv hervorgetan.“ Was wohl am meisten verwundert: Der 33-Jährige hatte bei der Eintracht eine ewig lange Leidenszeit hinter sich, viele hatten ihn bereits für sportuntauglich gehalten. „Wer meine Rückkehr als medizinisches Wunder bezeichnet, hat keine Ahnung“, entgegnete der Brasilianer, von Magath mit einem stark leistungsbezogenen Einjahresvertrag bedacht.
Sechsmal spielte Chris, beim 4:1 gegen Hannover (ein Tor, eine Vorlage) überragend. Allerdings machten muskuläre Beschwerden oft Einschränkungen notwendig, zuletzt behinderte ihn eine Bänderdehnung. „Wenn man bei Felix Magath trainiert, ist die Belastung hoch“, sagt Chris, der versichert, dass er den Anforderungen dauerhaft standhält. „Ich brauche das.“ Auf das Wintertrainingslager in Dubai freue er sich deshalb. Gleiches gilt übrigens fürs Wiedersehen mit ehemaligen Eintracht-Weggefährten anlässlich der Hallenturniere in Mannheim (5. Januar) und Frankfurt (6. Januar). Auch wenn der bereits zweimal an der Bandscheibe operierte Chris auf dem Kunstrasen – im Gegensatz zu Ochs und Russ − kaum mitkicken wird.