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01. Februar 2016

FC Bayern: Guardiola wechselt nach Manchester

Von den Münchner Bayern zu Manchester City: Pep Guardiola.  Foto: AFP

Jetzt ist es sicher: Der derzeitige Trainer des FC Bayern, Pep Guardiola, wechselt zu Manchester City. Er erhält beim englischen Vize-Meister einen Drei-Jahres-Vertrag und soll zur neuen Spielzeit Manuel Pellegrini beerben.

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Über Manchester City verlor Pep Guardiola kein Wort. Stattdessen versuchte der Trainer von Bayern München, dessen Kommen der englische Spitzenklub am Montag überraschend früh bestätigte, am Sonntagabend die missliche Lage bei seinem Noch-Arbeitgeber mit Galgenhumor zu überspielen.

"Wir haben auch Manuel Neuer auf dieser Position", sagte Guardiola nach dem 2:0 (1:0)-Pflichtsieg gegen 1899 Hoffenheim über die Verletzungsmisere im Abwehrzentrum und lächelte. Doch seine Miene verfinsterte sich bald. "Natürlich", sagte er, "wir haben ein Problem." Und zwar nicht nur wegen der langfristigen Ausfälle der beiden Innenverteidiger Jerome Boateng und Javi Martínez.

Die Lage beim deutschen Fußball-Rekordmeister bleibt trotz weiter souveräner Tabellenführung in der Bundesliga explosiv. Das war am Sonntagabend deutlich zu spüren. Die neuerliche "Maulwurf"-Affäre hat Guardiola, der bei City bis 2019 unterschrieb, tief getroffen. Zudem sieht er das erhoffte Triple wegen der angespannten Personalsituation akut gefährdet. "Wir haben nur einen Innenverteidiger", klagte er, "Badstuber, Holger."

Wollte Guardiola keinen Neuen? "Verpflichtungen oder das Verkaufen von Spielern hängt vom Verein ab, nicht von mir", sagte er barsch. Aus Barcelona war er deutlich mehr Mitspracherecht gewohnt. Die Bayern, betonte Klubchef Karl-Heinz Rummenigge bei Sky, hätten den Markt schon nach Boatengs Verletzung zum Rückrundenstart "sehr intensiv" sondiert. Erkenntnis: "Qualität ist nicht auf dem Markt, es gibt keine guten Spieler." Die Fahndung dauerte am Montag, dem "deadline day" auf dem Transfermarkt, an. Heißester Kandidat: Der ehemalige Nationalspieler Serdar Tasci (Spartak Moskau).

Gegen Hoffenheim, das Doppel-Torschütze Robert Lewandowski mit seinen Saisontreffern Nummer 18 und 19 (32., 64.) erledigte, durfte noch Joshua Kimmich neben Badstuber ran. "Joshua hat gezeigt, dass er die Qualität hat. Er ist schnell, kopfballstark, intelligent, hat einen guten Aufbau", sagte Guardiola. Und, vielleicht das Wichtigste: "Er vertraut seinem Trainer." Franz Beckenbauer meldete aber Zweifel an, dass der Youngster auch im Achtelfinale der Champions League gegen Juventus Turin bestehen kann. "Er hat gut gespielt, aber in einer 1:1-Situation möchte ich ihn nicht sehen, da ist er nicht schnell genug."

Bis Turin, meinte der starke Arjen Robben, "ist noch Zeit zu üben. Aber da wird es natürlich kritisch. Jetzt machen wir Spaß, aber das ist ernst und sehr schmerzhaft für uns". Nach Juan Bernat und Rafinha dürfte bis zum Spiel bei Bayer Leverkusen am Samstag (18.30 Uhr/Sky) zwar auch Medhi Benatia zurück sein, doch es bleiben Zweifel am anfälligen Marokkaner. Guardiola gab sich kämpferisch. "Wir können lamentieren oder nach vorne gehen. Ich bin sicher: Wir werden Letzteres tun", sagte er.

Rummenigge versuchte, die Lage zu beruhigen, indem er hervorhob, dass Martínez nicht so schwer verletzt sei. "Wir sprechen von Wochen, nicht Monaten", sagte er über die Ausfallzeit des Spaniers. Der begab sich zu weiteren Untersuchungen am lädierten Knie in seine Heimat; zu Guardiolas Vertrauensarzt Ramon Cugat, der bereits Thiago behandelt hatte - zum Unmut des damaligen Bayern-Arztes Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt.

Bleibt die Sache mit dem "Maulwurf". Während Rummenigge Zweifel an der kicker-Geschichte zu nähren suchte ("vielleicht gibt es diesen Spieler ja gar nicht"), sagte Kapitän Philipp Lahm: "Es ist schade", bei der Titeljagd sei dieser Vorfall "sicher nicht förderlich". Robben fand es "peinlich, für denjenigen, der das gemacht hat". Die Stimmung im Team, betonten alle, sei gut. "Die Mannschaft ist intakt und folgt dem Trainer", meinte Lahm.

Am Ende aber kann wohl nur helfen, was Sportvorstand Matthias Sammer hervorhob. "Wir müssen jedes Spiel gewinnen", sagte der Sportvorstand, "dann ist Ruhe." Und zwar nur dann. (sid)

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