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15. Januar 2013

FC Bayern München: Trainiert Guardiola bald die Bayern?

 Von Maik Rosner
Hat angeblich den Bayern zugesagt: Pep Guardiola. Foto: imago sportfotodienst

Der Ex-Barca-Teamchef Pep Guardiola wird als heißer Kandidat für Bayerns Trainerbank gehandelt. Doch nicht nur das Dauerthema Trainerzukunft stört die Ruhe beim Herbstmeister.

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Der Ex-Barca-Teamchef Pep Guardiola wird als heißer Kandidat für Bayerns Trainerbank gehandelt. Doch nicht nur das Dauerthema Trainerzukunft stört die Ruhe beim Herbstmeister.

München –  

Die Gerüchte verdichten sich, dass Pep Guardiola Jupp Heynckes als Trainer des FC Bayern München beerbt. Dem Fernsehsender Sky Italia zufolge ist die Entscheidung für den einstigen Teamchef des FC Barcelona gefallen. Dieser habe trotz in Aussicht gestellter 22-Millionen-Gage dem FC Chelsea abgesagt und werde die Bayern ab der nächsten Saison trainieren. Guardiola hatte kürzlich angekündigt, nach seinem Sabbatjahr wieder auf die Trainerbank zurückzuwollen - bei welchem Club ließ er allerdings bislang offen.

Auch deutsche Medien hatten bereits am Montag über Guardiola spekuliert. Angeblich ist der Vertraute von Pep Guardiola, Josep Maria Orobitg, bei den Verantwortlichen in München jüngst vorstellig geworden, berichtete die tz. Und laut Kicker soll es rasch, also noch im Januar, zu einem Gespräch des Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge mit Heynckes kommen. Der hatte bisher stets, wie auch die Vereinsführung, auf einen Zeitrahmen bis März verwiesen.

        

Mit divenhaftem Auftreten im Repertoire: Arjen Robben.
Mit divenhaftem Auftreten im Repertoire: Arjen Robben.
Foto: Simon/Bongarts/Getty Images

Sammer schießt quer

Es ist aber nicht nur das Dauerthema Trainerzukunft, dass die Ruhe der Vorbereitung beiden Bayern stört. Zwar beschwört Trainer Heynckes, die Mannschaft sei "gut präpariert für die Liga", doch bei Sportvorstand Matthias Sammer klang das zuletzt anders. In Basel fiel der Sportvorstand wieder einmal als Partyschreck auf. „Ein paar Dinge“ gefielen ihm nicht, darunter die „Ausstrahlung“ einiger Profis oder der gesamten Mannschaft, so genau ließ sich das nicht ermitteln. Sammer blieb im Ungefähren. „Das heißt ja nicht, dass bei uns nicht ein paar Dinge gutlaufen, aber es gibt genauso viele Punkte noch zu verbessern“, ließ er im ZDF wissen, „und die sind deutlich, wenn man sie erkennen will. “Das war noch vor der Roten Karte nach einer Notbremse von Luiz Gustavo im abschließenden Test beim Drittligisten SpVgg Unterhaching (2:0, Tore: Claudio Pizarro und Mario Gomez).

Bastian Schweinsteiger hat sich Sammers Diktion derweil angeschlossen. „Es gab auch Situationen, in denen wir uns besser präsentieren müssen“, sagte der Vizekapitänüber die Vorbereitung, „es gab Spiele, in denen wir zu einfach Torchancen zugelassen haben. Das müssen wir noch abstellen. “Der Auftritt mit der B-Elf in Haching gehörte zu jenen Spielen mit den Nachlässigkeiten, und es war Ersatztorwart Tom Starke zu verdanken, dass die Generalprobe nicht mit einempeinlichen Resultat geendet war. Er sei froh, dass Sammer immer wieder an die Mannschaftappelliere, „er hat ein feines Gespür“, sagte Starke. Und Schweinsteiger befand: „Wir habeneine große Qualität, aber es gehört nicht nur Fußballspielen nach vorne dazu, um unsere großen Ziele zu erreichen.“

Diva Arjen Robben

Vor allem aber sorgte Arjen Robben für erste Störgeräusche aus der Mannschaft, was ihm wieder einmal den Verdacht einbrachte, divenhaftes Auftreten stets im Repertoire zu haben. „Es wird natürlich nicht so sein, dass ich mich hinten anstelle, absolut nicht“, sagte er nachdem Test in Unterhaching. Spielpraxis sei das, was er nach der Verletzungspause in der Hinrunde und der gut verlaufenen Vorbereitung brauche. Doch gegen Fürth wird er wohl Thomas Müller den Vortritt lassenmüssen, genauso wie Mario Gomez Mario Mandzukic und Jérôme Boateng Daniel van Buyten. Heynckes scheint sich auf seine Startformation bereits festgelegt zuhaben, in Basel spielte die voraussichtlich erste Elf. „Ich habe meine Gedanken darüber, aber ich will nicht zu viel darüber sagen“, erklärte Robben, um dann doch deutlich zu werden: „Jetzt bin ichwieder da. Ich glaube, die wissen alle, was ich kann. Ich habe überhaupt keine Angst. “Ob er zeitnah in der Startformation stehen werde? „Davongehe ich aus“, sagte der Niederländer, bei allem „Verständnis für die Situation“.

Heynckes hat zumindest in dieser Personalie keine Milde erkennen lassen. „In der ersten halben Stunde sind viele Spielersehr spielfreudig gewesen, aber ich denke nicht, dass man aus diesem Spiel irgendwelche Schlussfolgerungen ziehen kann“, sagte er kühl, angesprochen auf Robbens Auftritt in Haching. Schweinsteiger hatte schon vorhererkannt: „Es wird schon Härtefälle geben, aber der Trainer ist der Boss, er wird entscheiden, und jeder muss sein Ego ein bisschen zurückstellen.“ Robben wird es vernommen haben. (mit erb)

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