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16. November 2012

Felix Magath: Selbstbewusst wie eh und je

Felix Magath auf der Podiumsdiskussion zum Thema "Faszination Fußball" Foto: dpa

Drei Wochen nach dem Abgang aus Wolfsburg äußert sich Felix Magath in der Öffentlichkeit. Fragen zur Vergangenheit sind tabu. Einen Einblick in sein Seelenleben offenbart Magath dennoch, zumindest ansatzweise.

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Drei Wochen nach dem Abgang aus Wolfsburg äußert sich Felix Magath in der Öffentlichkeit. Fragen zur Vergangenheit sind tabu. Einen Einblick in sein Seelenleben offenbart Magath dennoch, zumindest ansatzweise.

Eigentlich wollte sich Felix Magath bei seinem ersten öffentlichen Auftritt nicht zu seinem Ex-Verein VfL Wolfsburg äußern - einen kleinen Seitenhieb konnte sich der geschasste Trainermanager aber doch nicht verkneifen. Zumindest indirekt. „Es war eine Riesennummer, als ich den HSV trainieren durfte. Ich war naiv und überaus enthusiastisch. Die Entlassung hat mich damals tief getroffen“, sagte der 59-Jährige am Donnerstagabend auf die Frage, welchen Verein er am liebsten trainiert habe. Und fügte an: „Die späteren Entlassungen waren dann immer so nebenbei, das hat mich weniger interessiert.“

Drei Wochen ist es her, dass der Fußball-Bundesligist aus Niedersachsen die Trennung vom umstrittenen starken Mann bekannt gegeben hatte. Seitdem hatte Magath sich zurückgezogen. An der lange geplanten Podiumsdiskussion „Faszination Fußball“ in Passau nahm er jedoch teil.

„Nix zur Vergangenheit“

Auch wenn der 59-Jährige im Begleitheft der Veranstaltung immer noch als „Trainer VfL Wolfsburg“ angekündigt wurde. Doch während die Berufsbezeichnung zumindest die über 400 Besucher an seine letzte Station erinnerte, wollte sich Magath konkret nicht zu seinem Ex-Klub äußern.

„Nix zur Vergangenheit“, sagte er auf Nachfrage. Deutlich und bestimmt. Man habe sich darauf geeinigt, das Thema außen vorzulassen, erklärte Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein, die neben Magath auch noch DFB-Präsident Wolfgang Niersbach und den ehemaligen Nationaltorwart Jens Lehmann begrüßte. Dabei hätte es für Magath doch genügend Gesprächsstoff gegeben.

Sein Nachfolger Klaus Allofs war bei den Niedersachsen nur wenige Stunden zuvor offiziell vorgestellt worden - auch mit dem Auftrag, dem VW-Klub eine sympathischere Außendarstellung zu geben. Ein Nadelstich für den Meistertrainer von 2009.

Magath zeigte sich davon aber unbeeindruckt, trank wie immer seinen Grünen Tee und gab sich selbstbewusst wie eh und je. Was auch sonst. Selbst als er bei seiner Vorstellung („Er weiß wie kein Zweiter, wie die Leidenschaft Fußball Leiden schafft“) wieder mit dem Klischee vom „Quälix“ konfrontiert wurde, nahm er das stoisch zur Kenntnis.

Zeit für die Familie

Nur in einem klitzekleinen Moment gab der häufig so unnahbare Coach einen Einblick in sein Seelenleben. Und die Zuschauer spürten, dass die offiziell „einvernehmliche Trennung“ doch nicht ganz so spurlos an ihm vorbei gegangen ist: „Natürlich sei in solchen Phasen nicht unbedingt Freude dabei“, gab er zu.

Dafür habe er nun aber wenigstens mehr Zeit, sich um seine Familie zu kümmern. „Meine jüngste Tochter könnte im Fußball richtig Karriere machen. Aber sie hat nicht so den Drang, sich läuferisch über Gebühr zu bewegen“, sagte Magath mit einem Lächeln. Doch für diese Feststellung, die jeden Fußballprofi in einem seiner früheren Teams das Blut in den Adern hätte gefrieren lassen, gab es eine kindgerechte Lösung: „Sie hat sich erst einmal für Hockey entschieden.“ (sid)

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