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22. Februar 2016

FIFA-Wahlen: Infantino in Platinis langem Schatten

Gianni Infantino.  Foto: dpa

Gianni Infantino ist einer der beiden Favoriten bei der Wahl des Blatter-Nachfolgers. Ein paar seiner größten Fans hat der Schweizer im Weltmeister-Verband.

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Mit Gianni Infantino wollte eigentlich niemand sprechen. Mit schöner Regelmäßigkeit wiederholte sich bei der Europäischen Fußball-Union (UEFA) das Schauspiel, mit dem das Standing des zum FIFA-Präsidentschaftskandidaten aufgestiegenen Schweizers kaum passender beschrieben werden könnte.

Nach jeder (!) Sitzung des UEFA-Exekutivkomitees hofften die wartenden Journalisten auf ein paar Worte des inzwischen gefallenen Präsidenten Michel Platini - stattdessen bekamen sie: Infantino.

Der 45-Jährige, der mit der Unterstützung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am 26. Februar zum neuen FIFA-Präsidenten gewählt werden soll, war lange "nur" der zweite Mann im mächtigen Europaverband. Platinis rechte Hand - bis der Franzose im Dezember 2015 für acht Jahre aus dem Verkehr gezogen wurde. Seitdem ist Infantino der UEFA-Mann der Stunde, derjenige, der die FIFA aus dem Sumpf ziehen soll. Es bleibt aber der Makel des "Plan B".


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"Er kennt durch seine Arbeit als Generalsekretär der UEFA alle Facetten des Fußballs, ist international ausgezeichnet vernetzt und spricht sechs Sprachen", sagte DFB-Interimspräsident Reinhard Rauball über den Tausendsassa, der den meisten Fans wegen seiner Rolle als Zeremonienmeister bei unzähligen Europapokal-Auslosungen bekannt ist: "Mit seiner Reputation und Erfahrung bringt er die nötigen Voraussetzungen mit, um die strukturellen Veränderungen und kommenden Herausforderungen anzugehen."

Auf dem diplomatischen Parkett der internationalen Sportpolitik ist der Vater von vier Kindern tatsächlich alles andere als ein Neuling. Seit 15 Jahren arbeitet Infantino für die UEFA, seit 2009 als Generalsekretär. Neben der Schweizer besitzt der Anhänger von Inter Mailand auch die italienische Staatsbürgerschaft, spricht neben Englisch, Französisch, Deutsch, Spanisch sowie Italienisch auch Arabisch und gilt nicht nur deswegen als gut vernetzt in der Fußball-Welt.

Infantino ist selbstbewusst

"Es ist wahr, dass ich vor ein paar Monaten noch nicht über eine Kandidatur nachgedacht habe. Aber manchmal im Leben gibt es Situationen, in denen man Entscheidungen treffen muss", sagte Infantino, der sehr selbstbewusst meint, schon die gewinnbringenden "105" der 209 Stimmen sicher zu haben: "Als ich gesehen habe, was (bei der FIFA, d. Red.) passiert, war mir klar, dass ich mich nicht einfach zurücklehnen und dabei zusehen kann, wie alles zerstört wird oder sich selbst zerstört. Es muss etwas getan werden, und zwar für den Fußball."

Im Juli 2015 wurde Infantino in das 13-köpfige FIFA-Reformkomitee unter der Leitung des ehemaligen IOC-Generaldirektors Francois Carrard berufen. Das Paket soll beim Kongress verabschiedet werden, FIFA-Insider sprechen Infantino, und nicht Carrard, die tragende Rolle dabei zu. Freunde und Wahlkampfhelfer wie José Mourinho, Sir Alex Ferguson oder auch Karl-Heinz Rummenigge hat Infantino auf seinem Weg zur FIFA schon viele gewonnen.

Deshalb schließt er auch (noch) mögliche Deals mit seinen Konkurrenten aus. "Das wird es nicht geben, definitiv nicht. Wenn ich gewählt werde, werde ich am 26. Februar FIFA-Präsident sein", sagte der Schweizer, dem eine Absprache mit Scheich Salman bin Ibrahim Al Khalifa (50) aus Bahrain nachgesagt wurde: "Wenn ich nicht gewählt werde, wird es keine Deals geben."

Die Sache mit der Nummer zwei scheint Infantino endgültig hinter sich gelassen zu haben. (sid)

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