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18. November 2012

Frankfurt Skyliners: In allen Belangen unterlegen

 Von Timur Tinç
In der Klemme: Der Frankfurter Jonathon Jones wird von den Berlinern Vule Avdalovic (l.) and Dashaun Wood in die Zange genommen. Foto: Bongarts/Getty Images

Ohne ihren verletzten Center Zachery Peacock verlieren die Frankfurt Skyliners 65:91 bei Alba Berlin. Früh im Spiel geht es nur noch um Schadensbegrenzung.

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Es war eine äußerst einseitige Angelegenheit. Vor 10.399 Zuschauern in der Berliner Multifunktionsarena mussten sich die Frankfurt Skyliners deutlich mit 65:91 (29:49) bei Alba Berlin geschlagen geben. Damit verharren sie nach dem neunten Spieltag der Basketball-Bundesliga auf Tabellenplatz 13. „Um in Berlin eine Chance zu haben, muss man viel Vorbereitungszeit mit dem kompletten Kader haben“, gab Skyliners-Cheftrainer Muli Katzurin hinterher zu Protokoll. Die aber hatten die Hessen nicht.

Center Zachery Peacock war am Donnerstag im Training umgeknickt und fiel aus. Quantez Robertson hatte sich zum Spiel fit gemeldet, die vergangenen Tage aber nicht trainiert. Für die ohnehin schon dünn besetzten Skyliners keine guten Voraussetzungen, um beim offensivstärksten Team der Liga (91 Punkte im Schnitt) zu bestehen. Katzurin führt diese Dinge ungern an und lässt sie auch nicht als Entschuldigung gelten. Fakt ist jedoch, dass bei seiner Mannschaft ein Rädchen ins andere greifen muss, um zum Erfolg zu kommen. Gegen das Katzurins Meinung nach „beste Team in der Liga“ sowieso.

Große Verunsicherung

Entsprechend verunsichert begannen die Skyliners. Schon nach drei Minuten lagen die Hessen 3:10 zurück. Erst nachdem Katzurin beim Stande von 9:19 von einer Mann-gegen-Mann- zu einer Zonenverteidigung gewechselt war, verlief das Spiel für wenige Minuten ausgeglichener. Tatsächlich verkürzten die Skyliners den Rückstand auf 16:21 (8.), doch versäumten es Ted Scott und Dion Dowell, für die Wende zu sorgen – ihre offenen Würfe von der Dreierlinie gingen daneben. „Das hätte den Spielern noch einmal Selbstbewusstsein gegeben“, konstatierte der geschäftsführende Gesellschafter Gunnar Wöbke.

Danach bewiesen die Hauptstädter, warum sie zu den Top-Favoriten auf den Titel zählen. Berlin war kreativer, variabler und treffsicherer. Auch mit der aggressiven Verteidigung kamen die Skyliners überhaupt nicht zurecht und ließen sich zu vielen überhasteten Abschlüssen verleiten. „Im zweiten Viertel haben wir zu schlecht verteidigt, um bestehen zu können“, so Wöbke. „Und Berlin hatte auch eine sehr gute Wurfquote.“ 63 Prozent aller Würfe fanden in Halbzeit eins ihr Ziel.

Zu jung und unerfahren

Vor allem unter dem Korb stellte Alba die Skyliners vor große Probleme. Gegen die erfahrenen Power-Forwards und Center sahen die unerfahrenen, jungen Skyliners-Profis Danilo Barthel und Johannes Voigtmann ein ums andere Mal sehr schlecht aus. Überragend aufseiten der Berliner agierten Center Yassin Idbihi mit 17 und Zach Morley mit 16 Punkten. Idbihi verfehlte lediglich einen Versuch, Morley überhaupt keinen. Bis zur Halbzeitpause erhöhten die Berliner ihren Vorsprung auf 49:29. „Berlin war uns dann in allen Belangen überlegen“, sagte Wöbke.

Im zweiten Spielabschnitt ging es für die Skyliners nur noch um Schadensbegrenzung. Dass der Rückstand letztlich „nur“ 26 Punkte betrug, lag an den zwei gebürtigen Berlinern in den Reihen der Skyliners. Youngster Konstantin Klein mit zehn und Dion Dowell mit 18 Punkten zeigten zumindest in der Offensive gute Ansätze. „Konsti hat gut gespielt“, lobte Katzurin hinterher den 21-Jährigen. Dass er heute seinen jungen Spielern die Chance gegeben habe, sich zu zeigen, gehöre zur Philosophie des Klubs. „Wir glauben an sie“, sagte Katzurin.

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