Als Matthias Sammer erfuhr, dass Mainz 05 den eigenen Nachwuchstrainer Thomas Tuchel zum Chefcoach der Bundesligamannschaft macht, "da", erzählt der DFB-Sportdirektor, "hat mein Herz gelacht". Denn Sammer hatte vor ein paar Jahren intensive Überzeugungsarbeit beim Mainzer Präsidenten Harald Strutz leisten müssen, um das DFB-Präsidiumsmitglied und dessen ebenfalls zumeist skeptische Kollegen davon zu überzeugen, dass die Vereine und der Verband künftig viel mehr Wert auf die Trainerausbildung legen müssen. "Harald", sagte Sammer seinerzeit zu Strutz, "hole dir am besten gut ausgebildete Fußballlehrer für die Nachwuchsarbeit in den Verein, die können es dann vielleicht eines Tages sogar zum Cheftrainer bringen." Strutz hat gut zugehört. Tuchel wurde über Nacht vom A-Jugendcoach zum Bundesligatrainer.
Sammer ist gleichwohl überzeugt, dass es "immer noch ein Vorteil sein kann, in seiner Fußballerlaufbahn viel erlebt zu haben". Aber das sei nicht das Entscheidende. Der Trainerjob sei "eine Schule fürs Leben", die er persönlich sich bereits vor seiner fixen Beförderung zum Chefcoach von Borussia Dortmund im Jahr 2000 gewünscht hätte.
24 Traineraspiranten mühen sich derzeit an der Hennes-Weisweiler-Akademie um ihren Fußballlehrerschein. Im Vergleich zum vorangegangenen Kurs, den St. Paulis Zweitligatrainer Holger Stanislawski Ende April als Bester abschloss, reduziert sich die Lehrgangsdauer geringfügig von elf auf zehn Monate. "Die neuen Teilnehmer können sich bei ihren Vorgängern bedanken, denn durch deren Erfahrungen ist der aktuelle Lehrgang optimiert worden", sagt Ausbildungsleiter Frank Wormuth. Das bedeutet: Er wurde leicht modifiziert und gestrafft, "so dass er für die Kandidaten auch berufsbegleitend funktionieren kann, ohne inhaltlich abzubauen."
Ex-Nationalspieler Christian Ziege, gescheiterter Coach und Sportdirektor bei Borussia Mönchengladbach, hatte aufgrund der harten Richtlinien im ver-gangenen Jahr vorzeitig abbrechen müssen und versucht es nun erneut. Statt bis Donnerstagmittag müssen er und seine Mitschüler, darunter auch der Stuttgarter Teamchef Markus Babbel und Thomas Oral vom FSV Frankfurt, nur noch bis Mittwochabend in Köln vor Ort sein.
Auch wenn er zwei Jahre später dank einer hoch dekorierten Millionenmannschaft im Alter von nur 32 Jahren jüngster Meistertrainer der Bundesligageschichte wurde, ist Sammers Erkenntnis: "Es ist besser, sich als junger Trainer ohne den Druck der Medien und der Öffentlichkeit Fehler erlauben zu können." So, wie es Thomas Schaaf und Bruno Labbadia jahrelang unauffällig als Trainer im Amateurfußball getan haben.
Auch wenn der bis auf ein Lehrjahr als Assistenztrainer unerfahrene Stuttgarter Markus Babbel derzeit zu beweisen scheint, dass die Beförderung auch vor Erwerb der Trainerlizenz auf höchstem Niveau funktionieren kann, gilt für Sammer grundsätzlich das Credo des großen Arsene Wenger. Der Arsenal-Coach hält es für ein Unding, dass Trainer-Novizen mitunter gleich nach Ende der Karriere einen großen Verein trainieren. Denn, ergänzt Sammer: "Ein Trainer, der im Spitzenbereich arbeitet, gehört zur absoluten Elite. Er ist der Schlüssel für Erfolg." Derzeit sei Deutschland noch "weit entfernt davon, dass die weltbesten Trainer hier bei uns ausgebildet werden. Da müssen wir aber wieder hin." Möglicherweise kann Thomas Tuchel dabei behilflich sein. Seit fast einem Jahrzehnt ist der ehemalige U19-Nationalspieler bereits Fußballtrainer, nachdem er seine Karriere als Zweitligaspieler nach einem Dutzend Einsätzen wegen eines schweren Knorpelschadens beenden musste. Der seit ein paar Tagen 36-Jährige erinnert sich noch gut an sein erstes Training als verantwortlicher Jugendcoach der U14 des VfB Stuttgart: "Ich war sehr nervös. Fast alle Eltern waren da. Ich habe denen dann vor lauter Aufregung erklärt, wie die Trainingseinheit jetzt aussehen wird. Da kam dann einer vom VfB, der mir hinterher gesagt hat, dass ich das in Zukunft nicht mehr zu machen brauche." Tuchel muss lachen, wenn er sich daran erinnert. Er hat danach "alles aufgesogen", er war erst 26 "und hatte dementsprechend eine hohe Lernbereitschaft". Er sei froh, sagt der Diplom-Betriebswirt, "dass ich das Handwerk als Trainer neun Jahre lang gelernt habe, ehe ich eine Profimannschaft übernehmen durfte. Ohne meine Erfahrung im Jugendbereich hätte es diese Möglichkeit ja auch gar nicht gegeben."
Ähnlich wie Tuchel war es Michael Skibbe bereits Mitte der 80er-Jahre ergangen, und genau wie Tuchel hätte Skibbe "lieber noch zehn weitere Jahre als Profi gespielt". Stattdessen verletzte der Junioren-Nationalspieler sich schwer am Knie und musste bereits mit 22 Jahren einsehen, dass zu 14 Erstligaspielen und einem Zweitligaspiel für Schalke 04 kein weiteres hinzu kommen wird. "Ich habe dann die Zeit für Hospitanzen genutzt, in England, Spanien und Italien", berichtet der aktuelle Trainer von Eintracht Frankfurt. Seine Trainerkarriere begann als Ersatz von Bernard Dietz bei der A-Jugend von Schalke 04. "Damals war ich nach meiner OP noch in der Reha, Dietz hatte sich einen Bänderriss zugezogen und hat mich gefragt, ob ich nicht einspringen kann. So stand ich dann am selben Abend vor den A-Jugendlichen und kannte bei weitem nicht alle Namen." Es war der Beginn einer Karriere, die ihn bis zum Bundestrainer des Vizeweltmeisters 2002 brachte.
Skibbe wurde bereits mit 25 Jugendkoordinator bei Borussia Dortmund, und als der BVB sich vom Italiener Nevio Scala trennte, wurde er als 33-Jähriger zum Chefcoach der Profis befördert. Er erinnert sich noch gut, dass er auf einem internationalen Juniorenturnier im französischen Toulon weilte, als BVB-Manager Michael Meier sich telefonisch meldete und wissen wollte, wie lange Skibbe noch beabsichtige, in Toulon zu bleiben. "Noch zwei Tage", antwortete der Nachwuchskoordinator. Meier wollte nicht mehr so lange warten: "Setz´ Dich in den nächsten Flieger und komm zurück." Da wusste Skibbe, dass er mit einer Beförderung zu zu rechnen hat. "Meine Erfahrung im Nachwuchsbereich hat mir sehr geholfen", erinnert sich Skibbe, "dabei war die Arbeit mit der Profimannschaft anfangs nicht unkompliziert, weil elf Neue da waren und wir einen aufgeblähten Kader von 33 Spielern hatten. Upps, habe ich mir gedacht, das ist ein bisschen viel. Ich musste gleich vielen Spielern sagen: ,Du hast keine Chance.´"
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| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Borussia Dortmund | 80:25 | 81 | ||
| 2 | Bayern München | 77:22 | 73 | ||
| 3 | FC Schalke 04 | 74:44 | 64 | ||
| 4 | B. Mönchengladbach | 49:24 | 60 | ||
| 5 | Bayer Leverkusen | 52:44 | 54 | ||
| 6 | VfB Stuttgart | 63:46 | 53 | ||
| 7 | Hannover 96 | 41:45 | 48 | ||
| 8 | VfL Wolfsburg | 47:60 | 44 | ||
| 9 | Werder Bremen | 49:58 | 42 | ||
| 10 | 1. FC Nürnberg | 38:49 | 42 | ||
| 11 | 1899 Hoffenheim | 41:47 | 41 | ||
| 12 | SC Freiburg | 45:61 | 40 | ||
| 13 | 1. FSV Mainz 05 | 47:51 | 39 | ||
| 14 | FC Augsburg | 36:49 | 38 | ||
| 15 | Hamburger SV | 35:57 | 36 | ||
| 16 | Hertha BSC Berlin | 38:64 | 31 | ||
| 17 | 1. FC Köln | 39:75 | 30 | ||
| 18 | 1. FC Kaiserslautern | 24:54 | 23 | ||
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| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Greuther Fürth | 73:27 | 70 | ||
| 2 | Eintracht Frankfurt | 76:33 | 68 | ||
| 3 | Fortuna Düsseldorf | 64:35 | 62 | ||
| 4 | FC St. Pauli | 59:34 | 62 | ||
| 5 | SC Paderborn | 51:42 | 61 | ||
| 6 | 1860 München | 62:46 | 57 | ||
| 7 | Union Berlin | 55:58 | 48 | ||
| 8 | Braunschweig | 37:35 | 45 | ||
| 9 | Dynamo Dresden | 50:52 | 45 | ||
| 10 | MSV Duisburg | 42:47 | 39 | ||
| 11 | VfL Bochum | 41:55 | 37 | ||
| 12 | FC Ingolstadt | 43:58 | 37 | ||
| 13 | FSV Frankfurt | 43:59 | 35 | ||
| 14 | Energie Cottbus | 30:49 | 35 | ||
| 15 | Erzgebirge Aue | 31:55 | 35 | ||
| 16 | Karlsruher SC | 34:60 | 33 | ||
| 17 | Alemannia Aachen | 30:47 | 31 | ||
| 18 | Hansa Rostock | 34:63 | 27 | ||
| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Real Madrid | 121:32 | 100 | ||
| 2 | FC Barcelona | 114:29 | 91 | ||
| 3 | FC Valencia | 59:44 | 61 | ||
| 4 | FC Malaga | 54:53 | 58 | ||
| 5 | Atletico Madrid | 53:46 | 56 | ||
| 6 | UD Levante | 54:50 | 55 | ||
| 7 | CA Osasuna | 44:61 | 54 | ||
| 8 | RCD Mallorca | 42:46 | 52 | ||
| 9 | FC Sevilla | 48:47 | 50 | ||
| 10 | Athletic Bilbao | 49:52 | 49 | ||
| 11 | Real Sociedad | 46:52 | 47 | ||
| 12 | Real Betis Sevilla | 47:56 | 47 | ||
| 13 | FC Getafe | 40:51 | 47 | ||
| 14 | Espanyol Barcelona | 46:56 | 46 | ||
| 15 | Rayo Vallecano | 53:73 | 43 | ||
| 16 | Real Saragossa | 36:61 | 43 | ||
| 17 | FC Granada | 35:56 | 42 | ||
| 18 | FC Villarreal | 39:53 | 41 | ||
| 19 | Sporting Gijon | 42:69 | 37 | ||
| 20 | Racing Santander | 28:63 | 27 | ||
| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Manchester City | 93:29 | 89 | ||
| 2 | Manchester United | 89:33 | 89 | ||
| 3 | FC Arsenal | 74:49 | 70 | ||
| 4 | Tottenham Hotspur | 66:41 | 69 | ||
| 5 | Newcastle United | 56:51 | 65 | ||
| 6 | FC Chelsea | 65:46 | 64 | ||
| 7 | FC Everton | 50:40 | 56 | ||
| 8 | FC Liverpool | 47:40 | 52 | ||
| 9 | FC Fulham | 48:51 | 52 | ||
| 10 | West Bromwich Albion | 45:52 | 47 | ||
| 11 | Swansea City | 44:51 | 47 | ||
| 12 | Norwich City | 52:66 | 47 | ||
| 13 | AFC Sunderland | 45:46 | 45 | ||
| 14 | Stoke City | 36:53 | 45 | ||
| 15 | Wigan Athletic | 42:62 | 43 | ||
| 16 | Aston Villa | 37:53 | 38 | ||
| 17 | Queens Park Rangers | 43:66 | 37 | ||
| 18 | Bolton Wanderers | 46:77 | 36 | ||
| 19 | Blackburn Rovers | 48:78 | 31 | ||
| 20 | Wolverhampton Wand. | 40:82 | 25 | ||
| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | SV Sandhausen | 57:42 | 66 | ||
| 2 | VfR Aalen | 50:42 | 64 | ||
| 3 | Jahn Regensburg | 55:41 | 61 | ||
| 4 | 1. FC Heidenheim | 48:36 | 60 | ||
| 5 | Rot-Weiß Erfurt | 54:41 | 59 | ||
| 6 | Burghausen | 55:47 | 57 | ||
| 7 | VfL Osnabrück | 46:35 | 55 | ||
| 8 | Kickers Offenbach | 49:41 | 55 | ||
| 9 | Chemnitzer FC | 47:43 | 55 | ||
| 10 | 1. FC Saarbrücken | 61:51 | 54 | ||
| 11 | VfB Stuttgart II | 44:47 | 50 | ||
| 12 | Preußen Münster | 40:44 | 50 | ||
| 13 | Arminia Bielefeld | 51:57 | 50 | ||
| 14 | Darmstadt 98 | 51:47 | 49 | ||
| 15 | Unterhaching | 63:59 | 44 | ||
| 16 | Wiesbaden | 40:48 | 44 | ||
| 17 | SV Babelsberg | 44:59 | 44 | ||
| 18 | Carl Zeiss Jena | 39:59 | 39 | ||
| 19 | Oberhausen | 33:47 | 38 | ||
| 20 | Werder Bremen II | 29:70 | 22 | ||
| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | EHC Dortmund | 151:45 | 58 | ||
| 2 | EC Bad Nauheim | 162:43 | 56 | ||
| 3 | Kassel Huskies | 145:57 | 51 | ||
| 4 | EV Duisburg | 133:46 | 44 | ||
| 5 | Löwen Frankfurt | 112:67 | 40 | ||
| 6 | Hammer Eisbären | 98:82 | 40 | ||
| 7 | Ratinger Ice Aliens | 109:76 | 34 | ||
| 8 | Königsborner JEC | 90:109 | 33 | ||
| 9 | ESC Moskitos Essen | 62:118 | 18 | ||
| 10 | Herforder EV | 71:175 | 16 | ||
| 11 | EHC Krefeld | 42:158 | 3 | ||
| 12 | EHC Netphen 08 | 35:234 | 3 | ||
| Mannschaft | Körbe | Punkte | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Brose Baskets | 3033 | : | 2387 | 60 | |
| 2 | ratiopharm Ulm | 2778 | : | 2539 | 54 | |
| 3 | ALBA Berlin | 2825 | : | 2478 | 52 | |
| 4 | Artland Dragons | 2870 | : | 2655 | 48 | |
| 5 | FC Bayern München | 2672 | : | 2513 | 44 | |
| 6 | s.Oliver Baskets | 2431 | : | 2295 | 40 | |
| 7 | NY P. Braunschweig | 2645 | : | 2651 | 36 | |
| 8 | Baskets Bonn | 2730 | : | 2618 | 36 | |
| 9 | FRAPORT SKYLINERS | 2347 | : | 2337 | 34 | |
| 10 | Oldenburg | 2736 | : | 2755 | 32 | |
| 11 | Eisbären Bremerhaven | 2626 | : | 2731 | 32 | |
| 12 | Tigers Tübingen | 2628 | : | 2719 | 30 | |
| 13 | BBC Bayreuth | 2357 | : | 2643 | 24 | |
| 14 | TBB Trier | 2297 | : | 2509 | 22 | |
| 15 | Phoenix Hagen | 2689 | : | 3016 | 22 | |
| 16 | EnBW Ludwigsburg | 2601 | : | 2655 | 20 | |
| 17 | Gießen 46ers | 2341 | : | 2645 | 18 | |
| 18 | BG Göttingen | 2327 | : | 2787 | 8 | |
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