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16. November 2012

Greuther Fürth - BVB: Reizfiguren unter sich

Kevin Großkreutz und Gerald Asamoah geraten aneinander (März 2012). Foto: dpa

Beim letzten Duell zwischen Greuther Fürth und Borussia Dortmund gerieten Gerald Asamoah und Kevin Großkreutz heftig aneinander. Am Samstag könnten sich beide wieder gegenüberstehen.

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Beim letzten Duell zwischen Greuther Fürth und Borussia Dortmund gerieten Gerald Asamoah und Kevin Großkreutz heftig aneinander. Am Samstag könnten sich beide wieder gegenüberstehen.

Fürth –  

Der Respekt ist groß bei der SpVgg Greuther Fürth, aber der Bundesliga-Neuling macht sich auf dem Weg zum Auswärtsspiel bei Borussia Dortmund am Samstag (15.30 Uhr) trotzdem viel Mut. „Wir spielen gegen die Mannschaft, die Fußball-Deutschland in den vergangenen beiden Jahren bestimmt und international für Furore gesorgt hat“, sagte Fürths Trainer Mike Büskens vor dem ungleichen Duell. Für den früheren Schalker ist die Partie bei den Schwarz-Gelben trotz seiner persönlichen Vergangenheit aber nur bedingt etwas Besonderes. „Es ist in erster Linie ein Bundesligaspiel in Dortmund“, sagte der 44-Jährige. „Meine Jungs sollen jeden Moment genießen und alles aufsaugen, es darf sie nur nicht lähmen.“

Mit sieben Punkten aus elf Spielen ist der Start der Fürther in ihre erste Bundesliga-Saison misslungen. „Es hätte mehr drin sein müssen für uns“, sagte Büskens. Vor allem zu Hause, wo seine Mannschaft noch nicht gewonnen hat. Der bislang einzige Sieg gelang dem Aufsteiger mit 1:0 in Mainz.

Pokal macht Mut

Gerade auswärts scheint sich das Büskens-Team leichter zu tun. Sechs von sieben Punkten holte die Mannschaft in der Fremde. Und auch gegen Dortmund muss Fürth nicht chancenlos sein. In der vergangenen Saison hatte der Klub die Westfalen im Halbfinale des DFB-Pokals am Rande einer Niederlage; erst ein glücklicher Treffer von Ilkay Gündogan Sekunden vor dem Elfmeterschießen sicherte Dortmunds Finaleinzug.

Diese Partie vom 20. März dient Büskens vor dem ersten Treffen auf Bundesliganiveau als Positivbeispiel: „Jeder einzelne Spieler musste eine außergewöhnliche hohe Laufbereitschaft ableisten, um ein so gutes Spiel abzuliefern. Das kann ich anhand der Bilder noch einmal unterfüttern.“

Die damalige Partie wurde aber auch von unschönen Szenen überschattet. Der Borusse Kevin Großkreutz und der ehemalige Schalker Gerald Asamaoh waren heftig aneinandergeraten. Rassismus-Vorwürfe standen später im Raum, die Problematik wurde nie ganz aufgeklärt. Doch von einem Hass-Duell will Büskens nichts wissen: „So ein Begriff hat im Fußball nichts zu suchen.“

Sobiechs Traum

Für Lasse Sobiech wird das Spiel in Dortmund sogar zu einem freudigen Wiedersehen. Der Innenverteidiger wurde im Sommer für eine Saison vom BVB an Fürth ausgeliehen. Weil Thomas Kleine wegen einer Roten Karte fehlt, feiert der U21-Nationalspieler am Samstag sein Debüt in der Startelf. „Es ist für mich ein Traum, in diesem Stadion zu spielen“, sagte der gebürtige Dortmunder. Sobiech hat sich gut eingestimmt auf das Duell mit seinem Heimatklub. Beim 3:3 in Hoffenheim erzielte er per Kopf in allerletzter Sekunde Fürths verdienten Ausgleich und mit der deutschen U21-Auswahl gelangen ihm zuletzt sogar zwei Treffer.

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Neben dem ehemaligen Kapitän Kleine fehlt Büskens mit dem Milorad Pekovic (Gelbsperre) ein weiterer wichtiger Routinier. Stürmer Tobias Mikkelsen steht wegen muskulärer Probleme nicht zur Verfügung. Aber egal welche elf Spieler auflaufen werden, für Fürth ist die Partie vor der eindrucksvollen Kulisse so ziemlich das leichteste Spiel des Jahres: „Wir haben nichts zu verlieren. Wir können nur gewinnen“, mutmaßt Büskens. Dass Dortmund die drei Punkte fest eingeplant hat, davon geht Fürths Trainer aus: „Aber manchmal geht die Rechnung ja nicht auf.“ (dapd)

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