Abo | ePaper | App | Newsletter | Facebook | Anzeigen | Trauer

Sport
Sport-Nachrichten, Ergebnisse und Live-Ticker

20. Januar 2013

Handball-WM: Problemlos ins Viertelfinale

 Von Tino Scholz
Kevin Schmidt jubelt über den Einzug ins Viertelfinale. Foto: dpa

Das Handballteam von Bundestrainer Martin Heuberger kommt gegen Mazedonien kaum in Verlegenheit. Im WM-Viertelfinale wartet nun Spanien oder Serbien.

Drucken per Mail

Das Handballteam von Bundestrainer Martin Heuberger kommt gegen Mazedonien kaum in Verlegenheit. Im WM-Viertelfinale wartet nun Spanien oder Serbien.

Barcelona –  

Der Jubel fiel noch ziemlich verhalten aus. Die Spieler der deutschen Handball-Nationalmannschaft sprangen ein wenig im Kreis herum, sie klopften sich auf die Schultern, das war es aber auch schon. Die gedämpfte Freude erschien verwunderlich. Immerhin hatte das Team gerade sein großes Ziel bei der diesjährigen Handball-WM erreicht. Durch einen souveränen 28:23-Sieg im Achtelfinale gegen Mazedonien qualifizierte sich die Auswahl des Deutschen Handballbundes für das Viertelfinale der diesjährigen Titelkämpfe in Spanien. Ihr gelang etwas, das so recht niemand von ihr vor diesem Turnier erwartet hatte.

Ziel bereits erreicht

Die Runde der letzten acht Teams war vor der WM als Optimum ausgegeben worden. Nun scheint, vorausgesetzt die deutsche Auswahl kann ihr derzeitiges Niveau halten, sogar noch mehr möglich zu sein. Dabei ist auch die Erkenntnis nicht ganz unwichtig, dass Deutschland, wie das Spiel gegen Mazedonien zeigte, auch mental in der K.-o.-Phase des Turniers angekommen ist. Im Viertelfinale trifft die Auswahl von Bundestrainer Martin Heuberger entweder auf Serbien oder Gastgeber Spanien, die am heutigen Dienstag aufeinandertreffen.

In die Partie gegen Mazedonien ging die deutsche Auswahl mit süßen Erinnerungen. Ein Jahr ist es mittlerweile her, als sie bei der EM in Serbien selbigen Gegner in der Vorrunde bezwingen konnte; zwar nur hauchdünn mit einem Tor Unterschied, aber trotzdem bedeutete dieser Sieg seinerzeit einen Wendepunkt im Turnier.

Bundestrainer Martin Heuberger hatte sich vor der gestrigen Partie diesen Sieg noch einmal ins Gedächtnis gerufen. Vor allem einen Mann machte Heuberger dabei wieder als Dreh- und Angelpunkt des mazedonischen Spiels aus: Kiril Lazarov, in der Szene von manchen Experten nur „die Waffe“ genannt. Lazarov ist der einzige Spieler von Weltklasseformat im Kader von Trainer Zvonko Shundovski, einer, der Spiele im Alleingang entscheiden kann.

In Barcelona erwischten Lazarov und seine Kollegen einen schwachen Start. 0:4 lagen die Mazedonier nach sieben Minuten zurück, nach einer Viertelstunde hatten sie gerade einmal drei Treffer im Tor von Silvio Heinevetter unterbringen können. Der Grund war vor allem der prächtig aufgelegte deutsche Nationaltorwart, der allein in der ersten Hälfte zehnmal parieren konnte. Auch seine Abwehr machte zum wiederholten Mal einen formidablen Job. So lag Mazedonien bereits nach 23 Minuten fast aussichtslos 5:11 im Hintertreffen.

Problem: Der Angriff

In der DHB-Auswahl gab es allerdings auch eine Schwachstelle. Im Angriff lief es nicht rund. Vor allem aus dem Rückraum ließen die Offensivkräfte Chancen ungenutzt. Deshalb kamen die Mazedonier noch einmal auf, deshalb ging es nur mit einem 13:9 für Deutschland in die Kabinen.

Dennoch deutete zu diesem Zeitpunkt nichts darauf hin, dass sich diese Partie Mitte der zweiten Hälfte noch zu einem Nervenspiel entwickeln sollte. Doch so kam es. Nach 43 Minuten war Mazedonien auf 16:18 herangekommen. Nun rächte sich, dass der deutsche Angriff immer noch nicht zu seiner Normalform gefunden hatte. Auf deutscher Seite regierte bei einer Vielzahl von Angriffe nun die Unsicherheit. Wäre der Gegner nicht das eher mittelmäßige Mazedonien gewesen, sondern eine Mannschaft von mehr Format, hätte die Partie da kippen können. Doch weil Lazarov und Co. selbst im Angriff nun einige Chancen ungenutzt ließen, Silvio Heinevetter sich durch einige Paraden wieder auszeichnen konnte und seinen Teamkollegen anschließend einfache Kontertore gelangen, konnte sich die deutsche Auswahl entscheidend absetzen.

Beim Stand von 21:16 (49.) war das Spiel entschieden. Der Rest geriet zu einem lockeren Herunterspielen der Uhr, in dem Bundestrainer Heuberger sämtlichen Spielern im Kader Einsatzzeiten gewährte. Das wiederum kann der Auswahl bereits im Viertelfinale einen kleinen Vorteil einbringen, denn egal ob der Gegner Spanien oder Serbien heißen wird: In der Achtelfinalpartie zwischen diesen beiden Nationen sollte es deutlich intensiver zur Sache gehen als im deutschen Match gegen Mazedonien.

Jetzt kommentieren

Ressort

Sport-Nachrichten, Ergebnisse und Live-Ticker.

Sport

Fußball-WM - Livecenter

Fußball-WM

Spielticker | Spielplan | Teams | Statistik | Stadien

Alle aktuellen Informationen zur WM - jederzeit in unserem Livecenter: Sämtliche Spiele im Ticker - mit Aufstellung, Statistik zu Ballbesitz, Torschüssen, Zweikämpfen, Ecken und Fouls. Alle Hintergründe in unserem Dossier.

Videonachrichten Sport
  • 2. Bundesliga »
Anzeige
Dossier

Deutschland, die DFB-Elf und die Fußball-WM 2014 in Brasilien.

Weblog
Die FR auf Ihrem Smartphone

Unterwegs top informiert - holen Sie sich FR-Online.de aufs Handy. Neben News bekommen Sie Sport-Liveticker, die Verkehrslage, das Kinoprogramm samt Trailer, TV-Tipps und das lokale Wetter. Ganz ohne App: mobil.fr-online.de.

Für Sportler in Not

Die Hilfsaktion der FR-Sportredaktion unterstützt arme, kranke und behinderte Sportler, die unverschuldet in Not geraten sind.

Anzeige
Ergebnisse, Tabelle & Spielplan
Bundesliga aktuell

Alle Spiele, alle Tabellen. Außerdem erklären interaktive Grafiken die Spielregeln und -linien.