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07. März 2016

Kommentar Eintracht Frankfurt: Gescheitert

 Von 
In Frankfurt gescheitert: Armin Veh.  Foto: Stefan Krieger

Ausschlaggebend für das Scheitern von Armin Veh bei Eintracht Frankfurt war, dass es ihm nicht gelungen ist, die monatelange Talfahrt zu stoppen. Alles, was er versucht hat, hat nicht geklappt. Auch die Winterzugänge haben nicht den Gewinn an Qualität gebracht, den man sich erwünscht hätte. Ein Kommentar.

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Sie hat gerade einmal acht Monate gehalten, die zweite Liebesheirat zwischen Eintracht Frankfurt und Armin Veh. Alles sollte besser werden, endlich wieder einer da, der Stoff zum Träumen gibt, ein smarter Moderator, der mit Menschen kann. Dass das Frankfurter Umfeld eher skeptisch dem Liebes-Revival begegnete, weil die Eintracht Armin Veh ein Jahr zuvor nicht mehr gut genug war, hat man in Kauf genommen. Der Charmeur Veh würde das schon auf die Reihe kriegen.

Er hat es nicht hinbekommen, weil der Erfolg ausblieb. Am Samstag wurde er, im eigenen Stadion, schon bei der Vorstellung, vom Gros des Publikums ausgepfiffen. Das hat es in Frankfurt noch nie gegeben. Doch das allein war natürlich nicht ausschlaggebend, kein Verein sollte seine Personalpolitik von der Meinung der Fans abhängig machen.

Ausschlaggebend war, dass es Armin Veh nicht gelungen ist, die monatelange Talfahrt von Eintracht Frankfurt zu stoppen. Alles, was er versucht hat, hat nicht geklappt. Auch die fünf Winterzugänge haben nicht den Gewinn an Qualität gebracht, den man sich erwünscht hätte.

Im Grunde wurde statt Klasse Masse geholt. Zuletzt hat sich Veh förmlich verrannt, war stur, wirkte beratungsresistent, vertraute immer den gleichen Spielern, obwohl klar erkennbar war, dass damit kein Erfolg zu erzielen war. Durch seine nicht mehr nachvollziehbaren Personalentscheidungen hat sich der Coach angreifbar gemacht.

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Die Entlassung des Trainers war unausweichlich, weil keinerlei Entwicklung zum Positiven zu sehen war. Alle Parameter deuten derzeit auf einen Abstieg hin. Die Freistellung ist der letzte Schuss, den der Klub einlegen kann. Da hilft es auch nicht mehr, dass sich die Mannschaft, selbst noch am Samstag, mehr oder minder geschlossen hinter den beliebten Coach stellte. Da hätten sie sich eher auf dem Feld zusammenreißen sollen, aber gerade die, die Veh immer gestützt hatte, haben ihn im Regen stehen gelassen.

Doch Armin Veh trägt die Verantwortung für das Ganze. Es ist seine Mannschaft, die er – gemeinsam mit Sportdirektor Bruno Hübner – so und nicht anders zusammengestellt hat, oft genug im Alleingang ohne Absprache. Und er hat sie heillos überschätzt.

Ob der Trainerwechsel den drohenden Abstieg verhindern kann, ist alles andere als sicher. Es ist aber die letzte Möglichkeit, mit einem neuen Impuls noch das Schlimmste abzuwenden. Ein Abstieg, der fünfte, würde mehr als 70 Millionen Euro kosten. Klubchef Heribert Bruchhagen musste handeln, selbst wenn es gegen seine Überzeugung war. Um sich nicht dem Vorwurf auszusetzen, sehenden Auges gegen die Wand zu rasen. Womöglich ist es ohnehin schon zu spät.

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