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09. Februar 2009

Kommentar: Schwalbe!?

 Von JAN CHRISTIAN MÜLLER
Jan Christian Müller ist Sportredakteur der Frankfurter Rundschau.  Foto: FR

Die Anzahl derer, die einen oder mehrere Oberschiedsrichter im Profifußball fordern, nimmt stetig zu. Von Jan Christian Müller

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Die Anzahl derer, die einen oder mehrere Oberschiedsrichter im Profifußball fordern, nimmt stetig zu. Unter den Bundesligatrainern führt Felix Magath diejenigen an, die strittige Entscheidungen nicht mehr von einem einsamen Männlein und seinen drei Assistenten unten auf dem Spielfeld abhängig machen wollen. Dafür, so die Magath-Unterstützer, gehe es schlicht um zu viel Geld. Die Schiedsrichter sind in der großen Mehrzahl dagegen, weil sie erstens glauben, dass die Verantwortung dann lediglich weitergeschoben würde und weil sie zweitens fürchten, dass sie durch die Errungenschaften der modernen Technik bloßgestellt werden könnten.

Sicher gibt es für beide Denkansätze gute Argumente. Aber niemand sollte so naiv sein zu glauben, dass umstrittene Entscheidungen durch einen TV-Befehl von oben plötzlich zu unumstrittenen werden. Am Samstag gab es mal wieder ein sehr schönes Beispiel zur Anschauung: Der Hoffenheimer Chinedu Obasi wähnte sich vom Mönchengladbacher Tomas Galasek im Strafraum böse gefoult. Schiedsrichter Lutz Wagner wollte auf Strafstoß entscheiden, wurde aber von seinem Assistenten darauf aufmerksam gemacht, dass Obasi bereits kurz vor dem Zusammenprall abgehoben hätte. Wagner zeigte Obasi für eine Schwalbe die Gelbe Karte.

Die Sportredaktion der Frankfurter Rundschau hat sich die Szene zunächst am Samstagabend und dann am Sonntag mehrfach im Originaltempo und in Zeitlupe angeschaut. Vier FR-Redakteure kamen zu einem klaren 3:1-Ergebnis: Strafstoß, keine Schwalbe! Am Ende hat Hoffenheim dann noch den Ausgleich aus einer fürs bloße Auge nur sehr, sehr schwer zu erkennenden Abseitsposition erzielt. Die vier FR-Oberschiedsrichter hätten das vermutlich auch mit Kamerahilfe so schnell gar nicht erkannt. Nicht auszudenken, wie heftig hinterher diskutiert worden wäre über die vier Deppen von der FR.

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