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25. Januar 2011

Kommentar zum Wechsel von van Bommel: Ein echter Profi

Wolfgang Hettfleisch

Mark van Bommel wusste seit der Verpflichtung des zehn Jahre jüngeren Luiz Gustavo, was in München die Stunde geschlagen hat. Der Niederländer verhielt sich bemerkenswert: Er nervte nicht rum - anders als etwa die Kollegen Demba Ba oder Ruud van Nistelrooy.

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Geht es um Mark van Bommel, gibt es unter Fußballfans, zumindest unter deutschen, nur schwarz oder weiß: Die einen verübeln dem Niederländer, dass er gern mal deftiger hinlangt, als der Gesundheit des Gegenspielers gut tut; die anderen preisen den 33-Jährigen als charismatischen Anführer, der nicht abtaucht, wenn’s auf dem Fußballplatz für die eigene Mannschaft ungemütlich wird. Viereinhalb Jahre lang hat das abseits des Rasens so eloquente Raubein seine Qualitäten beim FC Bayern München bewiesen. Es war, das darf man wohl sagen, eine gedeihliche und insgesamt erfolgreiche Zusammenarbeit.

Professionelles Verhalten

Es spricht für den Kapitän der niederländischen Nationalmannschaft, dass sein Abschied in Richtung AC Mailand nun ohne den bei solchen Wechseln inzwischen üblichen Theaterdonner über die Bühne ging – sieht man mal von den Gerüchten über die belastete Oranje-Zweierbeziehung van Bommel/van Gaal ab. Der defensive Mittelfeldspieler hat spätestens seit der Verpflichtung des zehn Jahre jüngeren Luiz Gustavo in der Winterpause gewusst, was in München die Stunde geschlagen hat. Und er verhielt sich angesichts der Situation durchaus bemerkenswert. Van Bommel plärrte nicht rum, rannte nicht zur Boulevardpresse, nervte nicht seine Mitspieler mit provozierender Lustlosigkeit. Er sondierte die Angebote – und packte seine Sachen. Nur mal als Hinweis angesichts der spätpubertären Anwandlungen von Ruud van Nistelrooy und des unmöglichen Verhaltens von Demba Ba: Man nennt das Professionalität.


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Mark van Bommel wird wissen, dass er auch beim AC Milan, wo er einen Vertrag bis zum Sommer erhielt, nicht gesetzt sein wird. Aktuell hat er gute Karten. Andrea Pirlo, Gennaro Gattuso, Massimo Ambrosini und Clarence Seedorf, alles ältere Fußballherren wie er einer ist, plagen Zipperlein. Auch Kevin-Prince Boateng kuriert eine Blessur aus. Sie alle wollen zurück ins Mittelfeld der Rossoneri, wo sich zudem Senkrechtstarter Alexander Merkel gerade einen Namen macht. Der Kampf um die Plätze in der Startelf wird in Mailand ebenso erbittert geführt wie in München. Doch eines sollte man über van Bommel in dessen Bundesliga-Jahren gelernt haben: Er ist keiner, der klein beigibt.

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