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18. Dezember 2012

Mainz 05: Eindeutige Zweideutigkeiten

 Von Jan Christian Müller
Thomas Tuchel weckt Begehrlichkeiten.  Foto: dpa

Der Mainzer Trainer Tuchel ist verärgert über die Wechselgerüchte zu Schalke 04. Die Fragen nach seiner Zukunft sollte der Mainzer Trainer aber über sich ergehen lassen.

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Mainz –  

Vor drei Wochen hat der Mainzer Manager Christian Heidel im FR-Interview präzise mit Zeitangabe formuliert: „Es gibt keinen Markt für Thomas Tuchel, denn wir haben uns in die Hand versprochen, dass wir bis mindestens zum 30. Juni 2015 zusammenarbeiten. Und wir vertrauen uns.“ An diesem Samstag hat Thomas Tuchel im Sportstudio unter anderem gesagt: „Dass ich bis 2015 bleibe, kann ich nicht sagen.“ Er könne „nicht in die Zukunft schauen“.

Tuchel relativiert

Der Trainer von Mainz 05 hat diese Aussage zwar garniert mit allerlei Bekenntnissen über seine hohe Arbeitszufriedenheit in Mainz, aber der relativierende Hinweis in der ZDF-Sendung und das kolportierte gesteigerte Interesse von Schalke 04, zudem ein Bild-Bericht, es habe bereits Sondierungsgespräche mit den Knappen gegeben, führten nun dazu, dass Tuchel bei der Pressekonferenz vor dem Pokalspiel an diesem Dienstag (19 Uhr) ausgerechnet in Gelsenkirchen um Aufklärung gebeten wurde.

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Der 39-Jährige reagierte mit einem erhöhten Maß an Erregung und Empörung. Er habe „noch nie mit einem Verantwortlichen von Schalke 04 gesprochen“ und beschäftige auch keinen Berater, der das getan habe könnte. „Wenn eine Zeitung schreibt, dass ich schon mal mit Schalke gesprochen hätte, nachdem Ralf Rangnick zurückgetreten war, dann ist das gelogen. Wenn dieselbe Zeitung schreibt, dass es mittlerweile schon Sondierungsgespräche mit Schalke gab, dann ist das auch gelogen.“ Er habe einen „Vertrag bis 2015, der tagtäglich von meiner Seite bestätigt wird in der Art und Weise, wie ich mit meinem Trainerteam mit der Mannschaft arbeite“. Wer ihm „die Worte im Mund umdrehen und Zweideutigkeiten stricken möchte, um Schlagzeilen zu produzieren“, der solle das tun. „Aber wer das intellektuell versteht, der wird verstehen, was ich hier sage, und damit muss das Thema beendet sein.“
Nun sind es Sport-Journalisten, wie intelligent sie auch immer sein mögen, aus leidiger Erfahrung gewöhnt, sehr genau auch zwischen den Zeilen zu lesen. Deshalb gehörte es zur professionellen Pflicht, Tuchel um Aufklärung zu bitten. Auch wenn es nerven mag. Aber dafür werden Trainer auf diesem Niveau möglicherweise auch bezahlt.

Heidel: "Geben Tuchel nicht her"

Tuchel erwähnte noch, er sei „in dieser Saison schon gefragt“ worden, „ob ich zu Werder Bremen gehe, ob ich nach Hoffenheim gehe, ob ich nach Wolfsburg gehe?“ − das könne „doch nicht jedes Mal dazu führen, dass ich einen Treueschwur abgebe. Wie komme ich denn dazu?“ Man könnte auch fragen: Warum eigentlich nicht? Ein Satz bloß – und fertig.
Manager Christian Heidel stellte, deutlich entspannter wirkend, klar: „Mainz 05 wird Thomas Tuchel nicht freigeben.“ Er habe kürzlich mal gesagt, die Ablöse liege bei 30 Millionen, „wir können sie gerne auf 60 Millionen erhöhen“, er werde am Rande des Pokalspiels „dem Horst Heldt sagen“, dass er bieten könne, was er wolle: „Wir geben Tuchel nicht her.“ Tuchel werde „seinen Vertrag nicht in diesem Winter und nicht im nächsten Sommer auflösen. Selbst wenn er zu Schalke 04 wechseln wollte, was er nicht will, würden wir dem nicht zustimmen.“ Jedenfalls nicht vor 2014.

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