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02. Januar 2013

NBA Dirk Nowitzki: Ende einer Ära

 Von Matti Lieske
Das Springen fällt ihm noch ein bisschen schwer: Dirk Nowitzki.  Foto: reuters/MIKE STONE

Superstar Dirk Nowitzki wird bei den Dallas Mavericks in Zukunft wohl nicht mehr im alleine Zentrum stehen.

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Es gibt viele Gründe, warum es bei den Dallas Mavericks in dieser Saison der Basketball-Liga NBA nicht läuft. Aber darauf, dass es an der Freizeitkleidung der Spieler liegt, war bisher noch niemand gekommen.

Trainer Rick Carlisle hat das nachgeholt und jetzt angeordnet, dass die Profis bei Auswärtstrips Anzug und Krawatte tragen müssen. Außerdem kündigte der Coach die Suspendierung von Spielern an, die nicht richtig mitziehen. Der gerade von seiner Knieverletzung genesene Dirk Nowitzki war damit natürlich nicht gemeint, auch wenn er in den ersten Partien nach seiner Rückkehr herzlich wenig zum Spiel seines Teams beitragen konnte. „Sehr aggressiv“ fand der 34-Jährige dennoch die Drohung des Coaches, die aber, ebenso wie die neue Kleiderordnung, vor allem Carlisles Hilflosigkeit angesichts des Absturzes seines Teams zeigt.

Radikaler Neuaufbau

Bis zum Neujahrstag hatten die Mavericks nur zwölf von 31 Partien gewonnen, bloß acht NBA-Teams sind schlechter, keines hat häufiger mit 20 Punkten oder mehr verloren, nur drei leisten sich mehr Ballverluste. Ohne Nowitzki funktionierte weder die Offensive noch die Defensive richtig, und auch mit dem bisher wenig treffsicheren und etwas unbeweglich wirkenden Rückkehrer wird Dallas, wenn kein Wunder geschieht, erstmals seit dreizehn Jahren die Playoffs verpassen.

Damals, im Januar 2000, hatte der Milliardär Mark Cuban die Mavericks erworben, und die Ära Nowitzki nahm ihren Anfang. Im Moment deutet alles darauf hin, dass diese Ära nun beendet ist.

Eine Erneuerung steht an

Zwar wird Nowitzki mit mehr Spielpraxis sicher wieder besser werden, doch das Team allein auf seinen Schultern tragen, so wie er es in der Vergangenheit oft getan hat, das kann er nicht mehr. Das Meisterteam von 2011 ist längst zerbröselt, auf einen radikalen Neuaufbau hat Cuban aber bisher verzichtet – vor allem mit Rücksicht auf Dirk Nowitzki, dessen 2010 geschlossener 80-Millionen-Dollar-Vertrag noch bis 2014 läuft. Der Umbruch war allerdings nur aufgeschoben, wie die vielen Einjahresverträge zeigen, mit denen Cuban seine aktuelle, ziemlich zusammengewürfelte Mannschaft ausgestattet hat.

Im kommenden Sommer dürfte die Erneuerung bei den Dallas Mavericks dann unumgänglich sein, und in ihrem Zentrum wird gewiss nicht mehr Dirk Nowitzki stehen. Bleibt nur zu hoffen, dass er nicht noch so in der Liga herumgereicht wird, wie es manch anderer NBA-Größe zum Karriereausklang widerfuhr. Dann lieber ganz aufhören – oder einfach noch ein bisschen Bundesliga spielen.

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