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20. Januar 2016

Neujahrsempfang DFL: Note 6, setzen!

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Krisentalk: Der Wolfsburger Klaus Allofs, Ex-DFB-Boss Wolfgang Niersbach, Christian Seifert und Oliver Bierhoff (v.l.).  Foto: dpa

Geschäftsführer Christian Seifert spricht beim Neujahrsempfang der Bundesliga Klartext: „Nicht wir haben diesen Sport so bedeutsam gemacht, sondern er uns“.

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Wollte man das, was Christian Seifert am Dienstag um High Noon in einem geräumigen Kellergewölbe nahe der Frankfurter Hauptwache über den großen Fußball sagte, in eine Schulnote kleiden, gäbe es wenig Interpretationsspielraum. Der Geschäftsführer der Deutschen Fußball-Liga (DFL) verteilte eine blanke 6. So hart und ehrlich und unbarmherzig und unzweideutig wie der 46-Jährige beim inzwischen zur kleinen Tradition gewordenen Neujahrsempfang der Bundesliga über Fifa, Uefa und DFB urteilte, hat das in aller Öffentlichkeit noch nie einer aus der Branche getan. Es war überfällig.

Wer eine kritische Auseinandersetzung des operativen Anführers im deutschen Ligafußballs mit den verheerenden Entwicklungen des vergangenen Jahres erwartet hatte, wurde nicht enttäuscht. Seifert sprach Klartext. Klartext, der auch beim Deutschen Fußball-Bund angekommen sein dürfte, dessen designierter Präsident Reinhard Grindel ebenso zu den mehr als 500 geladenen Gästen gehörte wie der im November zurückgetretene Ex-Verbandschef Wolfgang Niersbach. Einprägsamster Satz in Seiferts Rede: „Wir tun im Fußball alle gut daran, uns daran zu erinnern: Nicht wir haben diesen Sport so bedeutsam gemacht, sondern er uns.“

Weltmeistertrainer und sein Chef in spe: Joachim Löw mit Reinhard Grindel.  Foto: dpa

2015, so Seifert, sei „ein schweres Jahr für den Sport“ gewesen – „auch und besonders für den Fußball. Vieles wirkte irritierend, manches auch verstörend“. Das Jahr mit den Krisen in der Fifa, Uefa und im DFB habe „Wunden gerissen, und es werden Narben bleiben, die vielleicht wieder aufbrechen werden. Wir alle tun gut daran, das Jahr 2015 nicht zu vergessen“. Denn: „Wir alle dürfen nie vergessen, dass es gute Gründe dafür gab, dass die Glaubwürdigkeit der internationalen und teilweise auch nationalen Institutionen sehr gelitten haben.“ Er erwarte, dass diese verloren gegangene Glaubwürdigkeit mit „objektiver Transparenz und professioneller Konsequenz“ zurückerlangt werde.


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Auch das darf durchaus als Botschaft an den DFB betrachtet werden. Seifert hat wenig Verständnis dafür, dass die 21 Präsidenten der Landesverbände sich bereits eine Woche nach Niersbachs Rücktritt auf den Niedersachsen Grindel als Nachfolger geeinigt hatten, statt in einer professionellen Ausschreibung mit Headhuntern nach dem besten verfügbaren Mann zu suchen und dabei noch gleich die Führungsstrukturen an die Herausforderungen eines Verbandes anzupassen, der jährlich mehr als 200 Millionen Euro umsetzt. Das vor einem Jahr noch von tiefem Vertrauen geprägte Verhältnis der DFL zum DFB ist angekratzt. „Es muss zwangsläufig auf neue Beine gestellt werden“, sagte Seifert, die DFL bleibe zwar ein verlässlicher Partner, aber „echtes Vertrauen entsteht nur über die Zeit, so ehrlich müssen wir sein“.

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